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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

191 Millionen Euro für die Kitas

Datum 16.08.2019

Ministerpräsident Günther, Bundesministerin Giffey und Familienminister Garg haben in Kiel den Vertrag zum "Gute-Kita-Gesetz" unterzeichnet.

Bis 2022 erhält Schleswig-Holstein 191 Millionen Euro aus Bundesmitteln, um die Qualität und die Teilhabe in der Kindertagesbetreuung weiter zu verbessern. Das geht aus dem Vertrag hervor, den Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, Ministerpräsident Daniel Günther und Familienminister Dr. Heiner Garg nun in Kiel unterzeichneten.

Betreuung verbessern, Eltern entlasten

Der Umsetzungsvertrag zum sogenannten "Gute-Kita-Gesetz" regelt, wie die Mittel eingesetzt werden: 102 Millionen Euro sollen die bereits erheblichen Landesmittel für die Verbesserung des Fachkraft-Kind-Schlüssels ergänzen. Mit der im Juni beschlossenen "Kitareform 2020" hat die Landesregierung die Zahl von zwei Betreuern pro Elementargruppe ab Mitte 2020 als Mindeststandard festgelegt – bislang lag die Betreuungsquote bei rund 1,5 Fachkräften pro Gruppe.

Die 89 Millionen Euro vom Bund sollen zusätzlich zu den Landesmitteln dazu beitragen, die Elternbeiträge ab dem Kitajahr 2020/21 auf einen Maximalbetrag beschränken. Für Kinder unter drei Jahren wird der Beitrag für einen Halbtagesplatz (5-stündige Betreuung) dann bei 180 Euro gedeckelt, ganztags (8-stündige Betreuung) bei 288 Euro. Für Kinder über drei Jahren liegen die Maximalgrenzen bei 145 Euro (halbtags) und 233 Euro (ganztags). Insgesamt investiert das Land in dieser Legislatur zusätzlich 481 Millionen Euro in die Kitareform 2020. 

Drei Erwachsene Menschen sitzen inmitten viele Kinder. Vor der Unterzeichnung besuchten Günther, Giffey und Garg die Kita Fördekieker in Altenholz. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Vor der Unterzeichnung hatten Günther, Giffey und Garg die Kita 'Fördekieker' in Altenholz besucht. © Staatskanzlei

Giffey: "Starkes Zeichen"

Mehr Qualität und weniger Gebühren – Schleswig-Holstein investiert in beides", lobte Bundesministerin Giffey. Sie freue sich, dass die Landesregierung die eigenen Investitionen in die frühkindliche Bildung verstärkt habe. "Das ist ein starkes Zeichen für eine nationale Zukunftsaufgabe."

Beste Startchancen für die Jüngsten

Ministerpräsident Daniel Günther betonte, Kommunen, Land und Bund hätten in der Vergangenheit enorme Anstrengungen unternommen, um mehr Kita-Plätze zu schaffen. "Doch allein mit einer höheren Zahl an Betreuungsplätzen ist es nicht getan. Nun werden wir die Qualität der Kinderbetreuung noch stärker in den Blick nehmen. Das Gute-Kita-Gesetz und der heutige Vertrag sind dafür wichtige Schritte", sagte er. Diese wichtige Aufgabe erfordere kontinuierliches Handeln und damit auch eine stabile Finanzierung: "Deshalb ist es wichtig, dass die Bundesmittel den Ländern auch über das Jahr 2022 hinaus zur Verfügung gestellt werden."

"Bund, Land und Kommunen stehen gemeinsam in der Verantwortung, unseren Jüngsten dauerhaft beste Startchancen zu ermöglichen", ergänzte Familienminister Garg. Die Bundesmittel ergänzten die erheblichen finanziellen Anstrengungen der Landesregierung, um Familien und Kitas weiter zu stärken. "Die Verbesserung der Kita-Qualität und faire Elternbeiträge leisten dazu einen wichtigen Beitrag."

Gute Kitas in ganz Deutschland

Mit dem "Gute-Kita-Gesetz" stellt der Bund den Ländern bis 2022 insgesamt rund 5,5 Milliarden Euro zur Verfügung, um die Kindertagesbetreuung weiterzuentwickeln. Jedes Bundesland entscheidet selbst, in welche von zehn möglichen Handlungsfeldern und Vorhaben investiert werden soll. In einem Vertrag halten der Bund und das jeweilige Land fest, wie das "Gute-Kita-Gesetz" vor Ort umgesetzt werden soll und wie die Gelder die jeweils eingesetzten Landesmittel ergänzen sollen.

Weitere Informationen

Kita-Reform 2020