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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Gegen Vorurteile und Klischees

Datum 16.08.2019

Das Land unterstützt Projekte für mehr Barrierefreiheit bis 2022 mit zehn Millionen Euro. Staatssekretär Schrödter übergab den ersten Förderbescheid.

Seit mehr als 40 Jahren unterstützt das "Kieler Fenster" Menschen mit psychischen Problemen und deren Angehörige. Der Verein unterhält dafür unter anderem eine Tagesklinik, betreute Wohngruppen und verschiedene Werkstätten für seelisch erkrankte Menschen. Darüber hinaus will er das gesellschaftliche Bewusstsein für Krankheiten wie Depressionen, Phobien oder Bipolare Störungen stärken.

Dabei richtet das "Kieler Fenster" unter anderem gezielt an Schüler und Lehrer: Im Rahmen des Inklusionsprojektes "Mittendrin statt Außen vor" besuchen ehemalige Psychiatriepatienten Kieler Schulen und berichten von ihren Erfahrungen. In einer "Begegnungsstunde" können die Schüler Fragen stellen, werden gleichzeitig für ihre eigene psychische Gesundheit sensibilisiert und über Hilfsangebote beraten. Diese Arbeit will der Verein noch weiter ausbauen und sich am deutschlandweiten Schulprogramm "Verrückt? Na und!" beteiligen. Dafür erhält das "Kieler Fenster" nun 31.000 Euro aus dem Landesfonds für Barrierefreiheit.

Persönliche Begegnungen schaffen

In der Theodor-Storm-Gemeinschaftsschule in Kiel überreichte Staatssekretär Dirk Schrödter, der Chef der Staatskanzlei, einen entsprechen Förderbescheid an Geschäftsführerin Gisela Riederle. "Durch die persönliche Begegnung mit Menschen mit psychischen Behinderungen werden gedankliche Barrieren in Form von Vorurteilen und Klischees abgebaut", sagte Schrödter. Das Schulprojekt, das sich an Jugendliche ab 14 Jahren richtet, trage damit zur gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben bei.

Inklusion fördern

Mit dem Fonds für Barrierefreiheit unterstützt das Land Inklusionsprojekte. Dazu zählen sowohl Umbauarbeiten, damit beispielsweise öffentlich zugängliche Gebäude für Rollstuhlfahrer besser zu erreichen sind, als auch Projekte, die das Bewusstsein der Gesellschaft für Menschen mit Behinderungen schärfen. Insgesamt investiert das Land so bis 2022 zehn Millionen Euro. Antragsschluss für die zweite Förderperiode ist der 1. April 2020. 

Alle Informationen zum Fonds und den Förderrichtlinien bietet die Stabsstelle zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.