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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Vielfältiges Engagement gewürdigt

Datum 09.07.2019

Ministerpräsident Daniel Günther hat sieben Schleswig-Holsteinern in Kiel das Bundesverdienstkreuz überreicht.

Sie übernehmen Verantwortung in Vereinen, engagieren sich in der Kommunalpolitik und machen sich für ihre Mitmenschen stark: Dafür wurden Peter Boyens, Barbara Denker, Monika Diehl, Traute Diekmann, Marlies Ihrens, Dr. Alfred Heggen und Uta Körby von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Ministerpräsident Daniel Günther hat die Orden nun in Kiel überreicht und die Arbeit der Ausgezeichneten gewürdigt.

"Leuchtende Vorbilder"

"Es ist keine Selbstverständlichkeit, was Sie in all den Jahren geleistet haben", sagte der Regierungschef zu den sieben Schleswig-Holsteinern. Sie gehörten zu den leuchtenden Vorbildern, die sich viele Jahre lang zum Wohle der Allgemeinheit engagiert hätten. Ohne ehrenamtlich tätige Menschen wäre Schleswig-Holstein ein anderes Land, betonte Günther.

Verdienste um Ausbildung und Natur

Peter Boyens aus Weddelbrook ist Vorsitzender im Verband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung, in dem er die Interessen von rund 500 Unternehmern mit 10.000 Mitarbeitern vertritt. Er setzte sich unter anderem für einen zweiten Berufsschulstandort ein und leitete die Gründung der SVG Fahrschule Nord in die Wege.

Barbara Denker aus Witzeeze arbeitet eng mit dem Botanischen Verein zu Hamburg, der Stiftung Herzogtum Lauenburg und der Vereinigung Umweltfreunde Gudow zusammen. Sie ist Referentin für das Naturschutzgebiet "Talhänge bei Göttin" und betreut das Naturschutzgebiet Stecknitz-Delvenau. Denker wurde 2003 zudem in die Gemeindevertretung Witzeeze gewählt, wo sie Vorsitzende des Bau- und Wegeausschusses war.

Ausgezeichnet für soziale Arbeit

Gleich drei Frauen wurden für ihre Arbeit in Sozialverbänden ausgezeichnet. Monika Diehl aus Steinbergkirche leitete 36 Jahre lang den Ortsverein Steinbergkirche und prägte die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) nachhaltig. Neben Blutspenden und Wohltätigkeitsbasaren rief sie auch eine Kleiderkammer ins Leben. Unter ihrer Federführung wurden zahlreiche soziale Projekte umgesetzt, etwa der Ausbau der Pflegeausbildung von Ersthelfern.

Traute Diekmann aus Oldsum übernahm Ende der 90er Jahre die Leitung des örtlichen Sozialverbandes Deutschland und ist seit 45 Jahren beim DRK aktiv, wo sie Menschen in Erster Hilfe schult und Blutspenden organisiert.

Auch die Wahlstedterin Marlies Ihrens ist im Sozialverband Deutschland aktiv. Sie leitet seit 2010 den Kreisverband Segeberg und ist sei acht Jahren auch auf Landesebene tätig. Darüber hinaus arbeitete sie im DRK-Ortsverein Wahlstedt und als Vorstandsmitglied des DRK-Kreisverbandes Segeberg.

Einsatz für Erinnerungskultur

Dr. Alfred Heggen aus Neumünster trug durch zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten dazu bei, die Zeit des Nationalsozialismus zu erforschen. Als Schulleiter am Gymnasium Schloss Plön unterstützte er den Wiederaufbau des Schularchivs. Heggen leitet darüber hinaus den Arbeitskreis "Aktion Stolpersteine" in Neumünster. Die in den Boden eingelassenen Gedenktafeln weisen auf die Wohnhäuser von Menschen hin, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden.

Die Lutzhornerin Uta Körby ist Mitbegründerin des Trägervereins der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen und Beisitzerin in dessen Vorstand. Darüber hinaus engagiert sie sich im Forum der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten, Erinnerungsorte und -initiativen in Deutschland.