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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Leben mit der Nordsee

Datum 05.07.2019

Auf Langeneß und Hooge hat sich Ministerpräsident Daniel Günther über Küstenschutz, Schulunterricht und Medizinprojekte auf den Halligen informiert.

Zehn Halligen gibt es im Nationalpark Wattenmeer vor der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Hier wohnen rund 300 Menschen auf erhöhten Warften, die auch bei "Land unter" aus dem Wasser herausragen. Ihre Lebensmittel werden vom Festland geliefert, die Post wird gezeitenabhängig abgeholt und gebracht.

Seit 2005 gehören die Halligen zum UNESCO-Biosphärenreservat des schleswig-holsteinischen Wattenmeers. Ziel dieses Programms ist es, die Halligen lebenswert und touristisch attraktiv zu gestalten, gleichzeitig aber auch ihren Fortbestand für zukünftige Generationen zu sichern. Nun hat Ministerpräsident Daniel Günther die beiden größten Halligen Langeneß und Hooge besucht. Bei einem Treffen mit den Bürgermeistern der dortigen Gemeinden informierte er sich unter anderem über Initiativen zum Küstenschutz und zur Versorgung der Hallig-Bewohner.

Sicherung der Warften

Besonders der Klimawandel und der damit verbundene Anstieg des Meeresspiegels verändern das Leben auf den Halligen. Sowohl auf Langeneß als auf auch Hooge besichtigte Günther Pilotprojekte zu Warfterhöhungen. So wird auf Hooge beispielsweise aktuell die Hanswarft mit 22.000 Kubikmeter Sand erhöht, der in der Nordsee vor Sylt aufgespült wurde. Die Baukosten betragen insgesamt 3,6 Millionen Euro, wovon das Land rund 95 Prozent übernimmt.

Englischunterricht und ärztliche Hilfe per Internet

Zwei Männer stehen neben einer Krankenliege, auf der eine Plastikfigur liegt. Auf Langeneß informierte sich Günther bei Niels Renzig vom UKSH Kiel über ein Telemedizinprojekt auf den Halligen. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Auf Langeneß informierte sich Günther bei Niels Renzig vom UKSH Kiel über ein Telemedizinprojekt auf den Halligen. © Staatskanzlei

Auf Langeneß besuchte der Ministerpräsident außerdem die Halligschule. Dort unterrichtet Astrid Hansen beinahe alle Fächer der Klassen 1 bis 9. Zusätzlich erhalten die Schüler Englischunterricht von einer Lehrerin aus Kiel – per Videoanruf. Die dafür notwendige digitale Lernplattform wird vom Land gestellt. Und auch in der medizinischen Versorgung kommt das Internet zum Einsatz: Im Rahmen des vom Land geförderten Projektes "HALLIGeMED", über das sich Günther ebenfalls informierte, soll medizinisches Fachpersonal auf den Halligen bei speziellen Fragen und Notfällen durch Ärzte vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel unterstützt werden.

Video: E-Learning auf den Halligen