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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Ein Jahr voller Möglichkeiten

Datum 15.07.2019

Nach der Schule entscheiden sich viele junge Menschen für eine Ausbildung oder ein Studium. Doch auch ein Freiwilligendienst bessert den Lebenslauf auf.

Die letzten Prüfungen sind bestanden, die Abschlusszeugnisse sind in der Tasche, die Schulzeit geht zu Ende: Für viele junge Menschen beginnt in Kürze das Berufsleben. Die meisten von ihnen starten direkt mit einer Ausbildung oder einem Studium.

Jedes Jahr entscheiden sich jedoch auch etwa 60.000 Schulabgänger in Deutschland für einen Freiwilligendienst. Sie arbeiten zum Beispiel in einer Behindertenwerkstatt oder einer Kita und engagieren sich zwölf Monate lang ehrenamtlich für ihre Mitmenschen.

Gutes tun, Horizont erweitern

Dabei geben die Freiwilligen nicht nur der Gesellschaft etwas zurück: Sie sammeln auch Einblicke vom jeweiligen Berufsfeld und knüpfen neue Kontakte. Beides hilft ihnen bei der späteren Jobsuche – und macht sich gut im Lebenslauf.

Darüber hinaus fördert das freiwillige Engagement die eigene Persönlichkeit. In einer Studie des Bundesfamilienministeriums von 2015 gaben rund 90 Prozent der Teilnehmer an, ihr Freiwilligendienst hätte ihre Entwicklung positiv beeinflusst.

Die richtige Entscheidung

Auch die 19-jährige Luisa Bach aus Kiel hat sich nach dem Abitur für einen Freiwilligendienst entschieden. Sie absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der Stiftung Drachensee. Neben vielen praktischen Erfahrungen hat sie dadurch auch die Gewissheit bekommen, dass soziale Arbeit genau das Richtige für sie ist.

Vielfältige Tätigkeiten

In Schleswig-Holstein lassen sich beim Freiwilligendienst verschiedene Schwerpunkte setzen. Neben sozialen sind auch kulturelle, sportliche oder ökologische Tätigkeiten möglich.

alle öffnen

Für andere da sein

Der Klassiker unter den Freiwilligendiensten ist das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ). Junge Menschen bis 27 Jahren gehen dabei für zwölf Monate einer gemeinwohlorientierten Tätigkeit nach, zum Beispiel in der Pflege oder in einer Behindertenwerkstatt. Der Dienst kann auch auf sechs Monate verkürzt oder auf zwei Jahre verlängert werden.

Im echten Norden bieten eine Vielzahl kleiner und großer sozialer Träger FSJ-Plätze an, darunter der Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Malteser Hilfsdienst.

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Kreative Ideen umsetzen

Sendungen für das Bürgerradio vertonen oder im Museum Plakate für eine neue Ausstellung entwerfen – all das geht im "FSJ Kultur". Auch politische Organisationen bieten regelmäßig Plätze für Jugendliche und junge Erwachsene an.

Träger des "FSJ Kultur" ist die Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Schleswig-Holstein. Sie stellt rund 92 Plätze zur Verfügung, davon fünf beim Offenen Kanal sowie beim Landesbeauftragten für politische Bildung.

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Für Bewegung begeistern

Im "FSJ Sport" können junge Menschen die Arbeit eines Sportvereins kennenlernen und zum Beispiel Kinder beim Fußballspielen betreuen oder im Karate trainieren. Rund 120 Vereine unterschiedlicher Sportarten stellen im echten Norden Plätze zur Verfügung.

Träger des "FSJ Sport" ist die Sportjugend Schleswig-Holstein.

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Zurück ins Klassenzimmer

Im "FSJ Schule" können Jugendliche und junge Erwachsene den Arbeitsalltag in einer weiterführenden Schule kennenlernen – und mitgestalten. So unterstützen sie etwa Schulfeste oder -projekte.

In Schleswig-Holstein stehen rund 90 Plätze für das "FSJ Schule" zur Verfügung. Verantwortlich für die Umsetzung ist die Landes-Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände Schleswig-Holstein, zu denen unter anderen das Landesjugendwerk der AWO Schleswig-Holstein und das Deutsche Rote Kreuz gehören.

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Raus in die Natur

Wer gerne in der Natur unterwegs ist, kann seinen Horizont auch durch ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) erweitern, zum Beispiel im Wattenmeer. Die Aufgaben sind vielfältig und reichen vom Vogelzählen bis hin zu Führungen von Besuchergruppen im Naturpark.

In Schleswig-Holstein sind die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland und die Trägergemeinschaft für das FÖJ am Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer für die Organisation des Freiwilligendienstes zuständig.

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Sozial abgesichert

Beim Freiwilligendienst handelt es sich um eine ehrenamtliche Tätigkeit. Träger oder Vereine zahlen jedoch ein monatliches Taschengeld. Die exakte Höhe des Gehalts ist vom Einsatzort und dem jeweiligen Träger abhängig.

Während ihres Freiwilligendienstes sind junge Menschen zudem grundsätzlich sozialversichert und haben weiterhin Anspruch auf Kinder- und Wohngeld. Außerdem werden Freiwilligendienste in der Regel als Wartesemester und teilweise auch als Studienleistung anerkannt.

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