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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Erfahrung sammeln, Gutes tun

Datum 19.06.2019

Zum "Sozialen Tag" haben 24.000 Jugendliche im echten Norden Schulbank gegen Arbeitsplatz getauscht. Zwei von ihnen jobbten in der Staatskanzlei.

Für viele Jugendliche im echten Norden standen am Mittwoch nicht Mathe, Englisch oder Biologie auf dem Stundenplan. Stattdessen bekamen sie einen Einblick in das Berufsleben. Die Idee hinter dem bundesweiten "Sozialen Tag": Schüler arbeiten einen Tag für ein Unternehmen oder eine Behörde und spenden ihren Lohn für eine gute Sache.

Auch die Staatskanzlei nimmt jedes Jahr am Aktionstag teil. In diesem Jahr kamen die 17-jährigen Jan Stenzel und Lennick Hinrichs von der 11. Klasse der Gemeinschaftsschule Kellinghusen nach Kiel. Gemeinsam unterstützten sie Ministerpräsident Daniel Günther und seine Mitarbeiter und bekamen einen Blick hinter die Kulissen der Landesverwaltung. 

Horizont erweitern

"Ich wollte schon immer wissen, wie die Arbeit hinter politischen Ämtern und in Behörden abläuft", sagte Lennick Hinrichs. Einmal hautnah erleben zu können, wie politische Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden, sei eine tolle Erfahrung, meinte auch Jan Stenzel. Er engagiert sich seit vier Jahren bei "Schüler Helfen Leben".

Die Organisation mit Sitz in Neumünster hat den Aktionstag vor mehr als 20 Jahren ins Leben gerufen. Sie lädt jedes Jahr zum so genannten "Projektauswahl-Treffen" nach Berlin ein. Dort stimmen die Schüler darüber ab, welche Projekte sie unterstützen wollen. "Ich finde es super, dass man durch seine Arbeit Geld verdient und selbst entscheiden kann, wofür es gespendet wird", erklärte Jan Stenzel.

Hilfe für junge Menschen

"Schüler Helfen Leben" unterstützt rund 20 verschiedene Projekte auf dem Balkan und in Jordanien. In diesem Jahr kommt das am "Sozialen Tag" gesammelte Geld vor allem zwei Vorhaben zugute: Zum einen wird ein neues Gemeindezentrum für Flüchtlinge in Jordanien unterstützt. Hier sollen Jugendliche unabhängig von ihrer Herkunft gemeinsam ihre Freizeit verbringen.

Zum anderen wird ein Jugend-Musical-Projekt in Serbien gefördert. Es soll benachteiligten Sinti und Roma neue Bildungschancen eröffnen.

Hintergrund

Die Initiative "Schüler helfen Leben" gibt es seit 1992. Sie wurde zur Zeit der Jugoslawienkriege gegründet, um jungen Menschen in Flüchtlingslagern zu helfen. Schleswig-Holstein war 1998 das erste Land, in dem Schüler einen "Sozialen Tag" absolvierten. Nach und nach schlossen sich weitere Länder an. Inzwischen findet die Aktion jedes Jahr statt, seit 2006 bundesweit. Insgesamt haben Schüler so bereits 30 Millionen Euro verdient und gespendet.

In Schleswig-Holstein nahmen 204 Schulen am Aktionstag teil, bundesweit waren es rund 500.