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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Maritime Zusammenarbeit

Datum 05.06.2019

In einem Gemeinschaftsprojekt entwickeln Hochschulen und Unternehmen autonome Unterwasserfahrzeuge – dafür gibt es nun zwei Millionen Euro vom Land.

Plastikmüll oder Munitionsreste, Rohrleitungen oder versunkene Schiffe – um Dinge zu erforschen, die unterhalb der Meeresoberfläche verborgen liegen, gab es lange nur die Möglichkeit, Taucher ins Wasser zu schicken. Inzwischen werden sie oft durch einzelne unbemannte Unterwasserfahrzeuge ersetzt – das ist ungefährlicher und preiswerter. Sechs schleswig-holsteinische Hochschulen und Unternehmen wollen nun noch einen Schritt weitergehen: Sie bauen unter dem Projektnamen "MAUS" zwei Prototypen autonomer Unterwasserfahrzeuge, die miteinander kommunizieren und gemeinsam handeln können.

Das Land Schleswig-Holstein unterstützt das Vorhaben mit knapp zwei Millionen Euro aus Landes- und EU-Mitteln. An der Fachhochschule Kiel hat Ministerpräsident Daniel Günther nun entsprechende Zuwendungsbescheide an die Projektpartner überreicht.

Viele Einsatzmöglichkeiten

"Wir wollen schnellen und unkomplizierten Wissens- und Technologietransfer fördern und unterstützen", sagte Günther. "Dieses Projekt zeigt den großen Wert einer solchen Zusammenarbeit." Die Einsatzmöglichkeiten für die Unterwasserfahrzeuge seien vielfältig – sie könnten beispielsweise mit ihren verschiedenen Sensoren bei der Ausmessung von Gebieten für Offshore-Windenergieanlagen helfen. Gleichzeitig stärke "MAUS" die maritime Wirtschaft im echten Norden, erklärte der Ministerpräsident. "Ich bin mir sicher, dass das Projekt weit über Schleswig-Holstein hinaus auf Interesse stoßen wird. Daher ist das Fördergeld hier gut angelegt."

Bis zu 200 Meter Tauchtiefe

Die beiden Unterwasserfahrzeuge sollen unter anderem den Meeresboden kartografieren oder bei der Überwachung von Seeschifffahrtsstraßen helfen. Sie werden so konzipiert, dass sie ohne aufwändige Logistik auch von kleinen Schiffen in bis zu einer Tiefe von 200 Metern eingesetzt werden können.

Das Projekt "MAUS" ist auf drei Jahre angelegt. Projektpartner sind die Fachhochschule Kiel, die Universität Lübeck, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, das Forschungs- und Entwicklungszentrum an der FH Kiel sowie die Unternehmen subCtech und emma technologies.

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