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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Modellversuch zum Digitalradio

Datum 31.05.2019

Bislang nutzen nur die öffentlich-rechtlichen Radiosender im echten Norden den Standard DAB+. Nun sollen auch die Privaten folgen.

Besserer Klang, zusätzliche Informationen und mehr Spartenprogramme – das digitale Radio DAB+ bietet viele Vorteile gegenüber der konventionellen Ultrakurzwelle (UKW). Doch bislang setzt nur der NDR-Hörfunk auf das Digitalradio, private Sender strahlen ihr Programm weiterhin analog aus. Das soll sich bald ändern: Die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) plant nun einen landesweiten Modellversuch, bei dem private Anbieter die DAB+-Infrastruktur des Norddeutschen Rundfunks nutzen sollen.

Digitalisierung schreitet voran

Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dirk Schrödter, begrüßte den Ausschreibungsbeginn. "In Schleswig-Holstein wird Digitalisierung großgeschrieben. Das gilt auch für unsere Radiolandschaft. Wir wollen, dass zukünftig im ganzen Land sowohl öffentlich-rechtliche als auch private schleswig-holsteinische Hörfunkangebote über das Digitalradio DAB+ verbreitet werden können. Mit dem Modellversuch schaffen wir dafür die Grundlage", sagte er. Auf Initiative der Staatskanzlei hatten sich alle Akteure in den vergangenen Monaten an einen Tisch gesetzt und die Voraussetzungen für den Versuch geschaffen. Die Aktion solle die Akzeptanz von DAB+ in der Bevölkerung steigern, sagte Schrödter. "Es ist gut, dass die Digitalisierung in Schleswig-Holstein beim privaten Hörfunk weiter vorankommt."

Über den Versuchszeitraum von drei Jahren sollen private Rundfunksender die Infrastruktur des NDR für die Ausstrahlung ihrer Programme nutzen. Gleichzeitig sollen in Kiel, Lübeck und auf Sylt die technischen Möglichkeiten für eine regionale Digitalradio-Versorgung erprobt werden. Dabei können dann mehrere private digitale Hörfunkprogramme in diesen Gebieten verbreitet werden.

Wissenschaftliche Unterstützung

Der dreijährige Modellversuch wird durch eine wissenschaftliche Studie begleitet, an der sich auch die Landesregierung finanziell beteiligt. Hierfür hatten Land, NDR und Medienanstalt im April eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Vertreten wurden die drei Parteien durch Staatssekretär Schrödter, NDR-Programmdirektor Joachim Knuth und den stellvertretenden Direktor der MA HSH, Wolfgang Bauchrowitz.