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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Unterstützung fürs Friesische

Datum 11.01.2019

Vertreter des Landes und des Nordfriesischen Instituts haben zum ersten Mal eine Vereinbarung in friesischer Sprache unterzeichnet.

Nur 8.000 bis 10.000 Menschen beherrschen das Friesische. Damit ist es eine Minderheitensprache und als solche durch die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen geschützt.

In Schleswig-Holstein fördert das Nordfriesische Institut die Sprache und Kultur der Friesen. Dessen Arbeit unterstützt das Land durch eine Ziel- und Leistungsvereinbarung. Nun haben Staatssekretär Dirk Schrödter, der Chef der Staatskanzlei und Vertreter des Instituts die friesische Fassung dieses Übereinkommens unterzeichnet – als erste Vereinbarung in friesischer Sprache zwischen dem Land und einer Minderheitenorganisation.

Unterstützung für den Erhalt des Friesischen

"Die Unterzeichnung der Vereinbarung auch in friesischer Sprache ist Ausdruck unseres Respekts vor den Minderheitensprachen und hebt in besonderer Weise die Bedeutung der friesischen Volksgruppe und der friesisch sprechenden Menschen für unser Land hervor. Es ist unser Ziel, die Minderheitensprachen zu erhalten und zu fördern", sagte Schrödter. Das Nordfriesische Institut und der Trägerverein seien wichtige Partner in der Pflege und dem Erhalt der friesischen Sprache und Kultur.

Ingesamt stellt das Land dem Nordfriesischen Institut durch die Ziel- und Leistungsvereinbarung bis 2021 rund 1,9 Millionen Euro zur Verfügung: 452.800 Euro davon im vergangenen, 466.800 Euro im aktuellen, 480.800 Euro im nächsten Jahr und 494.800 Euro im Jahr 2021.

Hintergrund

Durch die Vereinbarung sichert das Land die Rolle des Instituts als wissenschaftliche Zentrale der friesischen Volksgruppe. In seiner deutschen Fassung gibt es den Vertrag seit Januar 2018, es ist der zweite seiner Art: Das vorherige Übereinkommen lief Ende 2017 aus.

Das Nordfriesische Institut in Bredstedt beschäftigt 13 Mitarbeiter und wird vom Verein Nordfriesisches Institut e.V. getragen.