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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Chancen der Modernisierung nutzen

Datum 27.11.2018

In Kiel hat das Digitalisierungskabinett neue Projekte vorgestellt. Dafür will das Land zehn Millionen Euro zusätzlich investieren.

Zwei Männer sitzen an einem Pult, vor dem Mikrofone aufgebaut sind. In Kiel stellten Ministerpräsident Günther (2.v.l.) und Digitalisierungsminister Albrecht die Pläne der Landesregierung vor. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)In Kiel stellten Ministerpräsident Günther (2.v.l.) und Digitalisierungsminister Albrecht die Pläne der Landesregierung vor. © Staatskanzlei

Die Digitalisierung macht unseren Alltag einfacher – und wird immer präsenter. Ob in der Freizeit, Schule, Verwaltung oder auf der Arbeit: Sie erleichtert die Übermittlung von Daten, die Steuerung von Produktionsprozessen oder den Verkehr von Waren. Das Land hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, eine digitale Vorzeigeregion zu werden. Schon heute sind ein Drittel aller Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossenen. Damit zählt der echte Norden zu den Vorreitern in Deutschland.

Neue Projekte beschlossen

Bei seiner jüngsten Sitzung hat sich das Digitalisierungskabinett nun auf weitere Projekte geeinigt. "Die Digitalisierung unseres Landes ist einer der Schwerpunkte der Jamaika-Koalition", sagte Ministerpräsident Daniel Günther im Anschluss an das Treffen. Mit dem Digitalisierungsprogramm habe die Regierung einen engagierten und umfassenden Plan vorgelegt, jetzt würden Taten folgen. "Wir reden nicht nur über Digitalisierung, wir setzen diese auch um", betonte der Regierungschef.

Für das kommende Jahr einigte sich das Kabinett darauf, zusätzlich zehn Millionen Euro in die Digitalisierung zu investieren. Zudem solle das Onlinezugangsgesetz zeitnah realisiert werden, sagte Günther. Dieses verpflichtet sämtliche Behörden, Verwaltungsleistungen auch online anzubieten. In Zukunft sollen Bürger dadurch von Zuhause aus beispielsweise Bibliotheksausweise, Erziehungsgeld oder Bewohnerparkausweise beantragen können.

Portraitfoto Daniel Günther

An unseren Projekten sieht man: Wir modernisieren nicht nur die Verwaltung, sondern stellen auch die Bürger in den Vordergrund.

Daniel Günther

Pläne für die Zukunft

Darüber hinaus plant das Land zahlreiche weitere Projekte, die Bürgern den Alltag erleichtern sollen:

  • In einem "OpenData-Portal" will das Land allen Bürgern frei verfügbare Daten zugänglich machen, etwa Umweltdaten, Schulstandorte oder Statistiken. Zusätzlich will das Land den Einsatz von künstlicher Intelligenz testen – etwa bei der Auswertung von Satellitendaten.
  • Lehrer und Schüler sollen mithilfe einer zentralen Mediathek Zugriff auf digitale Lehrmittel bekommen. E-Books, Videos, Präsentationen – all das wird in Zukunft nur einen Mausklick entfernt sein.
  • Schon jetzt hat das Land die Kommunen mit Systemen ausgestattet, um gefälschte Ausweisdokumente automatisch erkennen zu können (Aus dem Archiv vom 25.10.2018). Das dient auch der Sicherheit der Bürger.
  • Sogenannte "Chatbots" sollen künftig die Arbeit der Verwaltung unterstützen. Diese nehmen rund um die Uhr Anfragen entgegen und bearbeiten sie auch dann noch, wenn alle menschlichen Kollegen längst im Feierabend sind.
  • Neue digitale Angebote wie eine "Karte der Zukunft" sind geplant. Diese speist sich aus der schnelleren Verarbeitung von Geodaten und Berechnung von Prognosen. Nutzern können dadurch ein kartografisches Bild der Zukunft bekommen.
  • Zwischen Landwirtschaft und Verwaltung soll die Kommunikation vereinfacht werden. Bauern könnten Anträge (etwa zur Dürre-Hilfe) so künftig auch online stellen.
  • In einzelnen Pilotprojekten werden außerdem e-Sports unterstützt und gefördert. Hiervon profitieren nicht nur Wirtschaft und Freizeit, sondern auch die kulturelle Vielfalt.

Chance für gesellschaftliche Teilhabe

Eine Person prüft auf dem Gerät, an dem ein Laptop angeschlossen ist, einen Reisepass Dokumentenprüfsystem (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Prüfsysteme für Ausweisdokumente sind bereits beschlossene Sache. Das Digitalisierungskabinett fördert ihre Anschaffung mit 800.000 Euro. © Innenministerium

Die Landesregierung will ferner die wichtigen Akteure der Digitalisierung in Schleswig-Holstein mittels einer "Dialogplattform Digitalisierung" künftig besser vernetzen und einbinden. "Anfang des kommenden Jahres soll diese Plattform freigeschaltet werden. Über diese online erreichbaren Denkwerkstätten ist der Weg frei für einen dauerhaften Dialog zur Digitalisierung", sagte Digitalisierungsminister Jan Philipp Albrecht.

An den Projekten des Digitalisierungskabinetts zeige sich, dass die Verwaltung des Landes durch den Einsatz von digitalen Prozessen modernisiert wird, betonte Günther. "Wir modernisieren nicht nur die Verwaltung, sondern stellen auch die Bürger in den Vordergrund." 2017 hatte Günther das Gremium ins Leben gerufen, um Digitalisierungsstrategien landesweit einheitlich zu entwickeln und zu koordinieren – seitdem tagt es regelmäßig.