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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Erfolgsgeschichte aus Schleswig-Holstein

Datum 27.11.2018

Das Amt des Minderheitenbeauftragten wird 30 Jahre alt – zur Feier hat Ministerpräsident Günther die Bedeutung der Minderheitenpolitik im Land betont.

Ein Mann steht an einem Rednerpult. In seiner Rede hob Ministerpräsident Günther die besondere Bedeutung der Minderheiten für den echten Norden hervor. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)In seiner Rede hob Ministerpräsident Günther die besondere Bedeutung der Minderheiten für den echten Norden hervor. © Staatskanzlei

Dänen, Friesen, Sinti und Roma sind die drei anerkannten Minderheiten in Schleswig-Holstein. Sie sind heute in der Gesellschaft und vor dem Gesetz gleichberechtigt und genießen als Minderheiten den besonderen Schutz ihrer Sprachen, Kulturen und Traditionen. Um ihnen einen Ansprechpartner zur Seite zu stellen, schuf im Jahr 1988 der damalige Ministerpräsident Björn Engholm das Amt des Minderheitenbeauftragten.

Zum 30. Jahrestag hat der nun amtierende Minderheitenbeauftragte Johannes Callsen Vertreter aller Minderheiten sowie die ehemalige Beauftragte Caroline Schwarz zu einer Jubiläumsveranstaltung eingeladen. Unter den rund einhundert Gästen waren auch Ministerpräsident Daniel Günther sowie Björn Engholm.

Engagement für ein friedliches Zusammenleben

"Die nationalen Minderheiten und Volksgruppen stehen im Mittelpunkt meiner Arbeit", sagte Callsen. Die jeweils eigenen Sprachen zu fördern, ihre Eigenständigkeit zu bewahren und ihre Besonderheiten zu schützen, sei der Kern seines Amtes. Callsen ist die fünfte Person, die diese Position inne hat.

In seiner Festrede bezeichnete Ministerpräsident Günther die Minderheitenpolitik als eine „Erfolgsgeschichte aus Schleswig-Holstein“. "Diese Erfolgsgeschichte wollen wir fortschreiben. Das Engagement für das friedliche Zusammenleben in Grenzregionen und von Minderheiten und Mehrheiten ist umso wichtiger angesichts des in Europa wieder aufkeimenden Nationalismus", sagte der Regierungschef.

International anerkannte Minderheitenpolitik

"Minderheiten werden gefördert und staatlich unterstützt", betonte Günther. Schleswig-Holsteins Minderheitenpolitik diene inzwischen international als Vorbild. So haben die Föderalistische Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) und der European Council for Minority Issues (ECMI) auf die Erfahrungen aus Schleswig-Holstein zurückgegriffen, um den Minderheiten auf dem Westbalkan zu helfen.

Jubiläumsfeiern 2020

Ein besonderes Beispiel für das enge Verhältnis Schleswig-Holsteins zu seinen Minderheiten ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Dänemark: Zum 100. Jahrestag der friedlichen Abstimmung zwischen den Bewohnern der Grenzregion planen beide Länder im Jahr 2020 Feierlichkeiten, die den gelungenen Friedensprozess und das Miteinander noch deutlicher machen sollen. "Beispiele für ein Zusammenwachsen über nationale und kulturelle Grenzen hinweg sind selten. Hier gibt es sie, und darum müssen wir sie zeigen", sagte der Ministerpräsident.