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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Authentische Begegnungsstätte

Datum 13.11.2018

Das Jüdische Museum Rendsburg feiert sein dreißigjähriges Bestehen - auch Ministerpräsident Daniel Günther gratulierte.

Lange Zeit erinnerte in Rendsburg nur wenig daran, dass die Stadt beinahe 250 Jahre lang die Heimat einer großen jüdischen Gemeinde war. Rendsburg galt als sogenannte "Toleranzstadt" im Königreich Dänemark und entwickelte sich im 18. Jahrhundert zu einem Zentrum jüdischen Lebens in Norddeutschland. 1938 wurde die Synagoge der Gemeinde in der Reichspogromnacht zerstört, später im Zuge der "Arisierung" verkauft und anschließend jahrzehntelang als Fischräucherei und Lagerhalle genutzt. Nach ihrer Restauration Ende der 70er Jahre befindet sich hier seit 1988 das Jüdische Museum Rendsburg, das in diesem Jahr sein dreißigjähriges Bestehen feiert. Zur Feierstunde kam auch Ministerpräsident Daniel Günther, der die Glückwünsche der Landesregierung übermittelte.

Ein Zeichen gegen Antisemitismus

"Wir sind froh, dass es in Schleswig-Holstein heute wieder jüdische Einrichtungen gibt", sagte der Ministerpräsident. "Dieses Museum ist unschätzbar wertvoll für die politische Bildung und für den kulturellen Austausch." Aufgrund seines Ursprunges als Synagoge sei das Museum besonders gut als Begegnungsstätte und Lernort geeignet. Hier lasse sich authentisch erfahren, wie jüdisches Leben im Norden einst ausgesehen habe, betonte Günther. Dieser Austausch sei gerade in Zeiten wichtig, in denen überwunden geglaubte Gedanken wieder erstarken und Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit zunehmen würden.

Portraitfoto Daniel Günther

Wir sind froh, dass es in Schleswig-Holstein heute wieder jüdische Einrichtungen gibt.

Daniel Günther

Bildungsarbeit und Dialog

Seit 2003 gehört das Jüdische Museum Rendsburg zu den schleswig-holsteinischen Landesmuseen. In seiner Dauerausstellung präsentiert es die Geschichte der Juden in Schleswig-Holstein und informiert über jüdische Religion und Identität. Daneben versteht sich das Museum jedoch auch als interkulturelle Begegnungsstätte und bietet unter anderem Filmvorführungen, Lesungen und Seminare für Schulklassen an. Diese Bildungsarbeit soll mit der anstehenden Modernisierung des Hauses noch mehr in den Vordergrund rücken. Der Ministerpräsident begrüßte diese Idee: Die Neuausrichtung werde das Museum als zentrale Lern- und Begegnungsstätte weiter etablieren. Gleichzeitig werde es den bundesweit großen Stellenwert festigen, den das Haus bereits heute genieße.