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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Aufmerksamkeit für den Meeresschutz

Datum 27.09.2018

Zum 34. deutschen Naturschutztag hat Ministerpräsident Daniel Günther für mehr internationale Zusammenarbeit beim Schutz der Meere geworben.

Eine Plastiktüte wird von einer Welle ans Ufer gespült. Mit jedem Jahr nimmt die Menge an Plastikmüll in den Meeren zu. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Mit jedem Jahr nimmt die Menge an Plastikmüll in den Meeren zu. © M. Staudt / grafikfoto.de

"Alleine können wir in Nord- und Ostsee nicht viel ausrichten", sagte Günther bei einem gemeinsamen Empfang mit Umweltminister Jan Philipp Albrecht für mehr als 300 Teilnehmer des Deutschen Naturschutztages. "Wir müssen über Grenzen hinweg darüber sprechen, wie wir die Meere von den Müllbergen befreien und eine weitere Verschmutzung verhindern können", betonte der Regierungschef im Landeshaus in Kiel.

Meere und Klima schützen

Schwerpunktthema des Naturschutztages ist der Küsten-, Klima und Meeresschutz. "Gerade wir in Schleswig-Holstein bekommen den Klimawandel mit den gravierenden Auswirkungen auf unsere Küsten und Meere direkt vor unserer Haustür zu spüren", sagte Günther. Es sei dringend notwendig, nachhaltiger mit den maritimen Ressourcen umzugehen. Umweltminister Albrecht ergänzte: "So groß die Meere um uns herum sind: Sie sind mehr denn je in Gefahr. Es ist unsere Aufgabe und Pflicht, ihrem Schutz höchste Priorität zu geben." Das Verhältnis von Nutzen und Schützen müsse immer wieder neu verhandelt werden.

Vor mehr als 30 Jahren habe Schleswig-Holstein als erstes deutsches Land das Wattenmeer zum Nationalpark erklärt, betonte Günther. "Ohne Küstenschutz sähe Schleswig-Holstein vermutlich schon ganz anders aus. Die Folgen von Sturmfluten wären besonders an der Nordseeküste zu beobachten." Die Auszeichnung des Wattenmeers als UNESCO-Weltnaturerbe sei auch eine Verpflichtung, es in seiner heutigen Form zu erhalten.

Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Ein Mann redet mit zwei Personen. Auf dem Empfang zum Naturschutztag bot sich für Ministerpräsident Günther die Gelegenheit für Gespräche mit den Gästen. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Auf dem Empfang zum Naturschutztag bot sich für Ministerpräsident Günther die Gelegenheit für Gespräche mit den Gästen. © Staatskanzlei

Es sei wichtig, die Menschen beim Naturschutz mitzunehmen. Die größte Gefahr für Küsten und Meere sowie Fauna und Flora sei nicht der Klimawandel, sondern der Mensch. Der Regierungschef betonte, eigentlich solle es selbstverständlich sein, dass jeder Strandbesucher seine Plastiktüten wieder mitnehme und leere Flaschen nicht einfach ins Meer werfe. "Doch das ist leider noch nicht bei allen angekommen."

Regelmäßiger Naturschutzkongress

Der deutsche Naturschutztag findet seit 1925 alle zwei Jahre statt. Er gilt als der größte Naturschutzkongress Deutschlands. Zwischen dem 25. und 29. September werden sich mehr als 1.200 Teilnehmer auf dem Campus der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel austauschen. Zum Programm zählen Sitzungen, Netzwerktreffen und Diskussionsveranstaltungen mit mehr als 80 Fachvorträgen. Darüber hinaus bieten die Veranstalter Offene Foren, Ausstellungen, ein großes Exkursionsangebot und ein Rahmenprogramm mit dem internationalen Meeresfilmfestival CineMare an.

Weitere Informationen

Deutscher Naturschutztag