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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

"Schleswig-Holstein hat viel zu bieten"

Datum 16.08.2018

Mit Besuchen auf Schloss Gottorf sowie den UNESCO-Welterbestätten Haithabu und Wattenmeer ist Daniel Günthers Sommerreise zu Ende gegangen.

Ein Mann hält eine Muschel in der Hand. Ein anderer Mann hält ein Smartphone daneben. Muscheln bestimmen im Watt: Ministerpräsident Günther testet die BeachExplorer-App. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Muscheln bestimmen im Watt: Ministerpräsident Günther testet die BeachExplorer-App. © Staatskanzlei

"Schleswig-Holstein ist ein Land, das einfach wahnsinnig viel zu bieten hat", sagte Günther zum Abschluss seiner Sommerreise. Er habe einen guten Eindruck davon bekommen, wo den Menschen im Land der Schuh drückt. Vier Tage lang war der Regierungschef im echten Norden unterwegs gewesen, um sich insbesondere über die Auswirkungen der Digitalisierung in Landwirtschaft, Kultur und Medizin zu informieren.

Naturschutz und Tourismus Hand in Hand

Die letzte Station seiner Reise führte den Ministerpräsidenten in den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Der "Wilde Westen" Schleswig-Holsteins ist nicht nur Tourismusmagnet, sondern auch einer der wichtigsten Landeplätze für Zugvögel – bis zu zwölf Millionen Tiere machen hier pro Jahr Halt. 2009 hat die UNESCO diese einzigartige und vielfältige Landschaft als Weltnaturerbe anerkannt. "Der Nationalpark ist ein vorbildliches Beispiel dafür, wie Naturschutz und Tourismus miteinander in Einklang gebracht werden können", sagte Günther.

Einmaliges Naturerbe schützen

Am Nationalpark-Haus in St.-Peter-Ording sprach der Regierungschef mit jungen FÖJ-lern und Harald Förster, dem Leiter der Schutzstation Wattenmeer. Der Verein ist einer von sieben betreuenden Naturschutzverbänden im Nationalpark und leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Wattenmeers – etwa durch Wattführungen oder Infoveranstaltungen. Doch die Mitarbeiter klären auch digital über ihr Schutzgebiet auf: Mit der BeachExplorer-App können Besucher mehr als 2.000 Tier- und Pflanzenarten im Watt bestimmen und Meeresmüll melden. Bei einem Rundgang durch die Dünen testete Günther die App.

Ein Mann steht in einer Kugel. An die Wände sind Sternbilder gemalt. Ministerpräsident Daniel Günther im Gottorfer Globus. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Ein Blick in die Vergangenheit: Ministerpräsident Daniel Günther im Gottorfer Globus. © Staatskanzlei

Neuer Blick auf die Geschichte

Zuvor hatte der Ministerpräsident Schloss Gottorf besucht. Das Landesmuseum geht mit großen Schritten in die Zukunft: Mit digitalen Angeboten eröffnen die Mitarbeiter einen ganz neuen Blickwinkel auf die schleswig-holsteinische Geschichte. Das Ziel: Neue Besuchergruppen erreichen und Begeisterung für die Vergangenheit wecken. Das passiert beispielsweise im Nachbau des sogenannten "Gottorfer Globus'", den der Regierungschef im Barockgarten des Museums besichtigte: Die begehbare Kugel gilt als das erste Planetarium der Geschichte und lässt sich seit Kurzem mit einer Virtual-Reality-Brille auf eine ganz neue Art erkunden.

Weltkulturerbe Haithabu

Drei Männer unterhalten sich vor nachgebildeten Gebäuden aus der Wikingerzeit. Zwei Männer tragen Kleidung aus der Wikingerzeit. Ministerpräsident Günther (l.) unterhält sich beim Rundgang mit zwei Mitarbeitern des Museums. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Ministerpräsident Günther (l.) unterhält sich beim Rundgang mit zwei Mitarbeitern des Museums. © Staatskanzlei

Am Vormittag hatte der Ministerpräsident das jüngste Welterbe im echten Norden besucht. Die UNESCO hatte den wikingerzeitlichen Handelsplatz Haithabu und das Grenzbauwerk Danewerk erst im Juli zum dritten Welterbe in Schleswig-Holstein erklärt – nach dem Wattenmeer und der Lübecker Altstadt. Wegen ihrer besonderen geografischen Lage waren Haithabu und das Danewerk vom 8. bis zum 11. Jahrhundert der zentrale Handelsknotenpunkt zwischen West- und Nordeuropa. Über mehrere Jahrhunderte bildeten sie den Kern des Grenzraums zwischen dänischem und fränkischem Reich. Zu dieser Zeit lebten hier bis zu 2.000 Menschen.

Aushängeschild des Landes

Mehrere Männer sitzen in einem Langboot und rudern. Mit dem museumseigenen Boot "Erik Styrimaör" ging es für den Ministerpräsidenten (l.) auf das Haddebyer Noor. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Mit dem museumseigenen Boot "Erik Styrimaör" ging es für den Ministerpräsidenten (l.) auf das Haddebyer Noor. © Staatskanzlei

Haithabu sei ein Aushängeschild des Landes und locke jährlich tausende Menschen nach Schleswig-Holstein, betonte Günther. Der Status "Welterbe" sei der verdiente Lohn jahrelanger Arbeit. Den Welterbeantrag für Haithabu und das Danewerk hatte das Archäologische Landesamt unter seinem langjährigen Leiter Professor Dr. Claus von Carnap-Bornheim seit einem Landtagsbeschluss 2004 vorbereitet.

Heute lässt das erst im Mai wiedereröffnete Wikingermuseum den damaligen Handelsplatz und seine Geschichte wieder lebendig werden. Auf dem Freigelände geben rekonstruierte Häuser einen Einblick in den Alltag der Menschen vor 1.000 Jahren. Das Wikingermuseum ist eines der beliebtesten Museen der Stiftung Schleswig-Holsteinischer Landesmuseen, jedes Jahr kommen rund 100.000 Besucher an das Haddebyer Noor.

Die Sommerreise im Überblick

Tag 1: Hofbesuch in Holtsee, Landespolizeischule Eutin

Tag 2: Gut Helmstorf, oncampus, FabLab Lübeck, Kompetenzzentrum Demenz

Tag 3: OffTEC, BarluParts3D, Breezer Aircraft

Tag 4: Wikingermuseum Haithabu, Landesmuseum Schloss Gottorf, Nationalpark Wattenmeer