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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Netzwerk gegen Demenz

Datum 14.08.2018

An Tag 2 seiner Sommerreise hat Ministerpräsident Günther das "Kompetenzzentrum Demenz", das FabLab Lübeck, die oncampus GmbH und Gut Helmstorf besucht.

Ein Mann sitzt in einem Sessel, daneben steht eine Frau und spricht mit ihm. Ministerpräsident Günther beim Besuch der Musterwohnung. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Ministerpräsident Günther beim Besuch der Musterwohnung. © Staatskanzlei

Rund 1,7 Millionen Menschen in Deutschland sind an Demenz erkrankt – mehr als 58.000 von ihnen leben in Schleswig-Holstein. In Norderstedt hat die Alzheimergesellschaft Schleswig-Holstein daher ein "Kompetenzzentrum Demenz" eingerichtet, um die Versorgung von Demenzerkrankten zu verbessern sowie Hilfs- und Beratungsangebote zu vernetzen. Darüber hinaus erarbeiten die Mitarbeiter des Zentrums im Auftrag der Landesregierung einen Demenzplan für Schleswig-Holstein. Im Rahmen seiner Sommerreise besuchte Ministerpräsident Günther am Nachmittag das Kompetenzzentrum und sprach mit den Demenz-Experten.

Demenz am eigenen Leib erfahren

Vor Ort besichtigte Günther eine Musterwohnung, die speziell auf die Bedürfnisse von Demenzerkrankten zugeschnitten ist. Im anschließenden Demenz-Parcours erfuhr er am eigenen Leib, wie Menschen mit dieser Erkrankung ihre Umgebung wahrnehmen.

"Das war eine sehr intensive Erfahrung für mich", sagte der Regierungschef und lobte die Arbeit des Kompetenzzentrums. "Die Alzheimergesellschaft Schleswig-Holstein leistet mit dem Kompetenzzentrum Demenz einen wertvollen Beitrag zur Versorgung der Menschen mit Demenz und deren Angehörigen."

Ein Paradies für Tüftler

Ein Mann und eine Frau zeigen einem anderen Mann ein Gerät. Hightech zum Anfassen: FabLab-Mitarbeiter zeigen Ministerpräsident Daniel Günther die Nachbildung eines Arms aus dem 3D-Drucker. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Hightech zum Anfassen: FabLab-Mitarbeiter zeigen Ministerpräsident Daniel Günther die Nachbildung eines Arms aus dem 3D-Drucker. © Staatskanzlei

Stanzen, Sägen, Fräsen – das FabLab (engl. fabrication laboratory - Fabrikationslabor) in Lübeck ist eine Hightech-Werkstatt und ein Paradies für Tüftler und Bastler. Hier stehen den Besuchern moderne Werkzeuge wie 3D-Drucker und Laserschneidemaschinen für eigene Erfindungen und Projekte zur Verfügung. Alle sind willkommen – egal ob Schüler, Student, Startup oder Unternehmen. "Ein Ort wie das FabLab fördert sowohl die branchenübergreifende Vernetzung als auch die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft", sagte Günther.

Das FabLab ist ein Angebot des Technikzentrums Lübeck in Zusammenarbeit mit dem GründerCube, dem BioMedTec Wissenschaftscampus sowie dem Wissenschaftsmanagement der Stadt. Es arbeitet eng mit der Universität und der Fachhochschule in Lübeck zusammen. Bei einem Rundgang durch die Werkstatt machte sich der Regierungschef ein Bild der verschiedenen Geräte und ließ sich vorführen, was man mit ihnen herstellen kann.

Ausgezeichnete Lehre

Mehrere Menschen stehen gemeinsam in einem Raum und unterhalten sich. In Lübeck besuchte Ministerpräsident Günther die Firma oncampus. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)In Lübeck besuchte Ministerpräsident Günther die Firma oncampus. © Staatskanzlei

Zuvor hatte der Regierungschef nur wenige Meter vom FabLab entfernt das Unternehmen oncampus besucht. Mitarbeiterschulungen, Fortbildungen und Lehrgänge: All das bietet die FH-Tochter an – online vor dem heimischen Rechner. Was auf den ersten Blick unspektakulär klingt, ist tatsächlich ein mehrfach ausgezeichnetes Projekt: 2016 erhielt oncampus den Innovationspreis des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung und wurde 2018 zum "Ausgezeichneten Ort im Land der Ideen" ernannt.

E-Learning von den Profis

Rund 80 Mitarbeiter entwickeln hier berufsbegleitende Online-Studiengänge und -Weiterbildungsangebote, über die sogar Bachelor- und Masterabschlüsse erworben werden können. 2003 hatte der Fachhochschulprofessor Dr. Rolf Granow die Firma mit Studierenden gegründet. Mit ihm sprach Günther über die Arbeit des Unternehmens und darüber, wie das Land die Digitalwirtschaft noch besser unterstützen könnte.

Rundgang auf dem Gutshof

Am Vormittag hatte der Ministerpräsident das Gut Helmstorf besucht. Mit rund 1.200 Hektar Land ist der landwirtschaftliche Betrieb im Kreis Plön einer der größten im echten Norden – und damit ein idealer Testkandidat für die Landwirtschaft der Zukunft. Mit Gutsherr Magnus von Buchwaldt sprach der Regierungschef über dessen Arbeit.

Drei Männer stehen vor einem Mähdrescher und unterhalten sich. Auf Gut Helmstorf sprach Ministerpräsident Daniel Günther (Mitte) mit Gutsherr Magnus von Buchwaldt (l.) und Gutsverwalter Carsten Kock. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Auf Gut Helmstorf sprach Ministerpräsident Daniel Günther (Mitte) mit Gutsherr Magnus von Buchwaldt (l.) und Gutsverwalter Carsten Kock. © Staatskanzlei

Pilotprojekt für digitale Landwirtschaft

Auf Gut Helmstorf werden Raps, Weizen und Gerste angebaut – auf einer Fläche, die so groß ist, dass 1,3 Millionen Kleinwagen darauf Platz hätten. Dazu kommt ein Wald, der mit rund 300 Hektar nur ein wenig kleiner ist als der New Yorker Central Park.

Hier erprobt von Buchwaldt moderne Anbaumethoden – das sogenannte "Precision Farming". So berechnen etwa Computerprogramme anhand von Bodenproben, wie viel Pflanzenschutzmittel oder Dünger auf die Felder ausgebracht werden muss. Das erlaubt einen besonders schonenden Umgang mit der Umwelt. Darüber hinaus unterstützte Gut Helmstorf zwischen 2007 und 2017 eine Studie der Landwirtschaftskammer zur GPS-gestützten Landwirtschaft mithilfe von autonomen Erntemaschinen. Einen solchen digital gesteuerten Mähdrescher nahm der Regierungschef auf einem der Felder in Augenschein.

Landwirtschaft und Engagement

Auch Engagement für das Gemeinwohl wird hier groß geschrieben. Auf dem Gelände hat die Eigentümerfamilie einen Naturlehrpfad für Besucher eingerichtet, 2011 folgte der bundesweit zweite Kinderherzwald: In dem ein Hektar großen, herzförmigen Waldstück können Spender die Patenschaft für einen Baum übernehmen – gegen eine Zahlung von 20 Euro, die vollständig der Stiftung Kinderherz zugute kommen. Mit dem Geld kauft die Stiftung medizinische Untersuchungsgeräte für Spezialkliniken, die Herzkrankheiten bei Kindern behandeln.

Die Sommerreise im Überblick

Tag 1: Hofbesuch in Holtsee, Landespolizeischule Eutin

Tag 2: Gut Helmstorf, oncampus, FabLab Lübeck, Kompetenzzentrum Demenz

Tag 3: OffTEC, BarluParts3D, Breezer Aircraft

Tag 4: Wikingermuseum Haithabu, Landesmuseum Schloss Gottorf, Nationalpark Wattenmeer