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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Gute Aussichten

Datum 15.02.2018

Ministerpräsident Daniel Günther hat die Werft German Naval Yards Kiel besucht und sich klar zum Marineschiffbau in Schleswig-Holstein bekannt.

Vier Mäner mit Helmen auf dem Kopf gehen durch eine große Industriehalle. Ministerpräsident Daniel Günther (2.v.l.) beim Werftrundgang in Kiel. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Ministerpräsident Daniel Günther (2.v.l.) beim Werftrundgang in Kiel. © Staatskanzlei

Beim Rundgang über das Werftgelände mit Geschäftsführer Holger Kahl und Marine-Vertriebsleiter Dr. Jörg Brechtefeld traf Günther auf die beiden angehenden Konstruktionsmechaniker René Stiem und Tolga Furun, die dem Regierungschef die Produktionsprozesse für Schiffsneubauten näher brachten. In einer der großen Schiffbauhallen zur Großblockfertigung empfing Sophie-Charlott Hoeft den Ministerpräsidenten und sprach mit ihm über ihre Schweißer-Ausbildung.

Ein Höhepunkt der Werftführung - im wahrsten Sinnes des Wortes - war der 4.500 Tonnen schwere Portalkran, der laut Unternehmen mit 900 Tonnen Tragkraft der leistungsstärkste Portalkran im Ostseeraum ist. In der rund 100 Meter hoch gelegenen Sky Lounge bot sich dem Ministerpräsidenten ein eindrucksvoller Rundumblick über das Werftgelände und die Fördestadt.

Zum Schluss der Tour präsentierte Kahl die 2017 begonnenen Arbeiten an der "Atair", dem weltweit ersten seegängigen Wracksuch- und Vermessungsschiff mit LNG-Antrieb. Der 113 Millionen Euro teure Neubau des Forschungsschiffs soll Anfang 2020 an das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie ausgeliefert werden.

"Die Dimensionen der Werft, die Größe der Schiffbauhallen, die Docks und eingesetzten Maschinen sowie der hohe Innovationsgrad sind beeindruckend", sagte Günther bei der Werftvorstellung.

Klares Bekenntnis für Marineschiffbau

Nach dem Rundgang sprach der Ministerpräsident mit Geschäftsführer Kahl und Marine-Vertriebsleiter Dr. Brechtefeld über die aktuellen Entwicklungen im Yacht- und Marineschiffbau sowie die Bedeutung des Überwasserschiffbaus für Schleswig-Holstein und Deutschland. Der Marineschiffbau sei wichtig für die Arbeitsplätze und die Wertschöpfung im Land, sagte Günther. "Mit German Naval Yards haben wir einen exzellenten Arbeitgeber in der Region. Hier entstehen Produkte, die nicht nur innovativ sind, sondern auch weltweit führend," sagte der Regierungschef. Er sei stolz, dass dieses Unternehmen seinen Sitz in Kiel hat.

Der deutsche und der schleswig-holsteinische Schiffbau haben sich gegenläufig zu der weltweiten und immer noch andauernden Schiffbaukrise positiv entwickelt – aufgrund von innovativer Spezialisierung und damit verbundenen Wettbewerbsvorsprüngen. Mit 31 Neubestellungen und dem Auftragseingangswert von rund 7,8 Milliarden Euro erreichten die deutschen Schiffbauer 2017 einen Weltmarktanteil von 18 Prozent. In Schleswig-Holstein ist der Schiffbau Kern der maritimen Wirtschaft und eine High-Tech-Industrie mit ausgezeichnetem Ruf bezüglich Qualitätsstandards und innovativer Technologie. Die schleswig-holsteinischen Werften beschäftigten 2017 rund 5.000 Mitarbeiter und erzielten Umsätze von rund 1,5 Milliarden Euro. "Die Maritime Wirtschaft gehört zu den Schlüsseltechnologien, die wir in Deutschland weiterhin unterstützen werden", sagte Günther nach dem Gespräch.

German Naval Yards

German Naval Yards Kiel ist spezialisiert auf die Planung und den Bau großer Marineschiffe, dazu gehören Fregatten und Korvetten. Seit 2009 ist die Werft im Besitz des französischen Geschäftsmannes Iskandar Safa. Zur Unternehmensgruppe German Navals Yards gehören außerdem die Werften Nobiskrug in Rendsburg und Lindenau in Friedrichsort. Rund 950 Menschen sind in allen drei Werften beschäftigt.