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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Entlastung schaffen

Datum 13.02.2018

Das Kabinett hat beschlossen, die Wochenarbeitszeit für rund 2.000 Polizei- und Justizvollzugsbeamte ab dem 1. März schrittweise zu reduzieren.

Ein Polizist sitzt mit Headset am Schreibtisch und blickt auf Monitore. Ein Polizist sitzt in der Leitstelle der Landespolizei Schleswig-Holstein. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Auch die Polizisten im Wechselschichtdienst sollen entlastet werden. © Landespolizei Schleswig-Holstein

Die Polizisten und Justizvollzugsbediensteten zwischen Nord- und Ostsee geben jeden Tag alles, damit sich die Menschen im echten Norden sicher fühlen. Aber die Arbeit der Beamten im Wechselschichtdienst ist anstrengend und belastend. Deshalb sollen Beschäftigte, die seit mehr als zehn Jahren im Wechselschichtdienst arbeiten, zukünftig durch eine Reduzierung der Wochenstunden entlastet werden. Das Kabinett hat eine entsprechende Verordnung zur Änderung der Arbeitszeitverordnung beschlossen.

Langjährige Mitarbeiter unterstützen

Besonders erfahrene Mitarbeiter werden durch die Neuregelung unterstützt: Beschäftigte in den Bereichen Polizei und Justizvollzug mit mehr als zehn Jahren im Wechselschichtdienst sollen 38 statt 41 Wochenstunden arbeiten. Beschäftigte mit mehr als 20 Jahren im Wechselschichtdienst 36 statt 41 Stunden pro Woche. Rund 1.500 Polizisten und rund 500 Justizvollzugsbedienstete werden von dieser Neuerung profitieren.

Gesundheit fördern

"Die Jamaika-Koalition setzt damit ein weiteres Projekt aus dem Koalitionsvertrag um. Wir wollen gesundheitliche Belastungen, die sich aus dem Schichtdienst ergeben, schon jetzt ausgleichen. Damit können und wollen wir nicht bis zum Ende der beruflichen Laufbahn unserer Beschäftigten warten", sagte Ministerpräsident Daniel Günther in Kiel.

Schrittweise Reduzierung

Die kürzere Wochenarbeitszeit wird sowohl für die Polizei als auch den Justizvollzug schrittweise umgesetzt. Für die Polizei beginnt sie am 1. März 2018, im Justizvollzug startete sie zehn Monate später, am 1. Januar 2019. In beiden Bereichen soll sie zeitgleich am 1. Januar 2022 abgeschlossen sein. "Der spätere Beginn im Bereich der Justiz liegt darin begründet, dass dort – im Gegensatz zur Polizei – in den vergangenen Jahren keine Nachwuchskräfte über den Bedarf hinaus ausgebildet wurden", erklärte Günther. Erst im Haushalt 2018 seien zusätzliche Anwärterstellen ausgewiesen worden.