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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Wasser für alle!

Datum 04.12.2017

Zum Start der Spendenaktion von "Brot für die Welt" hat Ministerpräsident Günther dazu aufgerufen, zu helfen und Verantwortung zu übernehmen.

Ministerpräsident Günther steht an einem Rednerpult in der St. Nikolai Kirche in Elmshorn. Ministerpräsident Daniel Günther appellierte an alle Schleswig-Holsteiner, Brot für die Welt zu unterstützen. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Ministerpräsident Daniel Günther appellierte an alle Schleswig-Holsteiner, Brot für die Welt zu unterstützen. © Staatskanzlei

Wassermangel in Schleswig-Holstein? Kaum vorstellbar! Das Leben an vielen Orten im echten Norden ist durch die Nord- und Ostsee geprägt. Doch was würde passieren, wenn diese beiden Lebensadern plötzlich nicht mehr da wären? Was für die Menschen in Schleswig-Holstein nicht denkbar ist, ist an vielen Orten weltweit Realität.

Sichere Wasserquellen

Über 850 Millionen Menschen auf der Erde haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Besonders Regionen in Afrika, Asien und Lateinamerika sind betroffen. Hauptursache für das Verschwinden von lebensnotwendigen Wasserquellen ist der Klimawandel. Um das Leid der betroffenen Menschen zu lindern, ruft das Entwicklungswerk der evangelischen Kirche, "Brot für die Welt", seit dem ersten Advent unter dem Motto "Wasser für alle!" zu ihrer Spendenaktion auf.

Verantwortung übernehmen

Im echten Norden wurde die Spendenaktion mit einem Gottesdienst in der St. Nikolai Kirche in Elmshorn eröffnet. "Für uns im Land zwischen zwei Meeren ist Wassermangel sehr unwirklich. Unser eigener Reichtum an Wasser darf uns aber nicht zu Gleichgültigkeit und Nichtstun verführen", appellierte Ministerpräsident Daniel Günther während der Andacht. In der internationalen Politik müsse die Industrie dazu bewegt werden, verantwortungsbewusster mit dem Lebenselixier umzugehen. "Aber jeder Einzelne kann auch bei uns seinen Teil Verantwortung übernehmen. Und alle, die Brot für die Welt unterstützen, übernehmen Verantwortung", sagte Günther.

Seit 58 Jahren Hilfe für die Ärmsten

Bereits seit 1959 ruft "Brot für die Welt" zu einer vorweihnachtlichen Spendenaktion für notleidende Menschen auf. Traditionell startet die bundesweite Aktion am ersten Advent. Im vergangenen Jahr konnten 2,17 Millionen Euro Spenden allein in Schleswig-Holstein gesammelt werden. Bundesweit waren es 61,7 Millionen Euro. Mit dem Geld wurden Projekte in mehr als 90 Ländern gefördert. Im Zentrum der Arbeit standen die Überwindung von Hunger, die Förderung von Bildung und Gesundheit, der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen sowie die Wahrung der Menschenrechte.

Perspektiven schaffen

In zahlreichen Projekten hilft "Brot für die Welt" bereits Kleinbauern, Fischerfamilien, Viehhirten und Indigenen, Wasser aufzufangen und aufzubereiten. Außerdem werden Brunnen und Toiletten gebaut und die Hygiene verbessert. In Kenia errichtet der Entwicklungsdienst der anglikanischen Kirche mit Unterstützung von "Brot für die Welt" Regenwasserspeicher. Dadurch können die Menschen am Mount Kenia nicht nur ihre Hausgärten bewässern, sondern auch Getreide anbauen. In Burkina Faso und Malawi wirkt die Organisation beim Bau von Brunnen und modernen Bewässerungssystemen mit. Auch in Peru ist das Entwicklungswerk aktiv und hilft Bauern dabei, durch modernste Sprinklertechnik Wasser zu sparen und somit Trockenzeiten zu überstehen. Mit dem Erlös der diesjährigen Spendenaktion wird der Bau von Brunnen, Wasserleitungen, Regenwasserspeichern und Aufbereitungsanlagen weiter vorangetrieben.