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Freie Fahrt für Elektro-Lkw

Staatskanzlei

Freie Fahrt für Elektro-Lkw

Datum 03.02.2017

Ministerpräsident Albig nimmt Förderbescheid des Bundes für das Projekt "E-Highway" in Empfang.

"Ich bin sehr stolz, dass wir bei den Oberleitungs-Lkw in Schleswig-Holstein deutschlandweit zu den Pionieren gehören. Dieses Geld ist eine Investition in die Zukunft, die sich lohnen wird", sagte Albig nach der Bescheidübergabe in Reinfeld durch den Staatssekretär des Bundesumweltministeriums, Jochen Flasbarth.

Das elektrische Verkehrssystem fördern

Das geförderte Projekt "E-Highway" hat zum Ziel, den Güterverkehr auf den Autobahnen des Landes klimafreundlicher zu gestalten, ohne die Transportkapazitäten zu mindern. Bis spätestens Ende kommenden Jahres soll deshalb eine etwa sechs Kilometer lange Teststrecke für Oberleitungs-Lkw auf der A1 in beiden Richtungen zwischen Reinfeld und Lübeck eingerichtet werden. Güterverkehr, Mobilität und Umwelt könnten so zukünftig besser vereinbart werden, sagte der Ministerpräsident. Bei der neuen Technik reiche es dabei aus, einzelne Abschnitte der Autobahn zu elektrifizieren, zwischen denen dann mit Akkustrom gefahren werden könne.

Ressourcen sparen

Staatssekretär Jochen Flasbarth fügte hinzu: "Oberleitungs-Lkw sind eine besonders effiziente Lösung auf dem Weg zu einem klimaneutralen Güterverkehr. Wir haben zwar viele erneuerbare Energien, gerade in Schleswig-Holstein, müssen aber trotzdem sparsam mit ihnen umgehen, da wir sie in allen Sektoren benötigen, um unsere Klimaschutzziele zu erreichen. Wir haben Oberleitungs-Lkw auf einer nicht öffentlichen Teststrecke bereits seit mehreren Jahren erprobt." Jetzt sei die Technologie reif für einen Test unter realen Bedingungen, auf der Autobahn und eingebunden in die Logistikketten.

Torsten Albig

Wir sind Vorreiter bei den Erneuerbaren Energien. Der erste E-Highway in Schleswig-Holstein kann Beispiel für ganz Deutschland werden.

Torsten Albig

Pionierarbeit made in Schleswig-Holstein

"Mit einer Elektrifizierung der A1 kann Schleswig-Holstein seine Drehscheibenfunktion für den Verkehr zwischen Skandinavien und Kontinentaleuropa zukunftsfähig machen. Als eines der schönsten Tourismusgebiete in Deutschland zeigt Schleswig-Holstein sein Verantwortungsbewusstsein für Umweltschutz und nachhaltigen Verkehr", so der Regierungschef. Wie Albig weiter sagte, sei der echte Norden für das Pilotprojekt geradezu prädestiniert: "Wir sind Vorreiter bei den Erneuerbaren Energien. Der erste E-Highway in Schleswig-Holstein kann Beispiel werden für viele weitere Autobahn-Kilometer mit Oberleitungen in ganz Deutschland."

Millionenschwere Förderung des Bundes

Das Wirtschaftsministerium in Kiel als Projektantragsteller kooperiert bei diesem Pilotprojekt mit dem Forschungs- und Entwicklungszentrum der Fachhochschule Kiel. Dort wird der "E-Highway" geplant. Die Kosten für das Projekt betragen circa 14 Millionen Euro und werden in einer Förderungslaufzeit von knapp zwei Jahren komplett vom Bund übernommen. Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm "Erneuerbar Mobil" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).