Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Piwik. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Gemeinsam den Norden voranbringen

Staatskanzlei

Gemeinsam den Norden voranbringen

Datum 31.01.2017

Schleswig-Holstein und Hamburg wollen noch enger zusammenarbeiten.

Schon heute bündeln beide Länder ihre Kompetenzen. So haben sich etwa 500 Forschungsinstitutionen und Medizintechnik-Unternehmen im Cluster "Life Science Nord" zusammengeschlossen. Das "Maritime Cluster Norddeutschland" vernetzt die maritime Wirtschaft der fünf norddeutschen Länder.

Ministerpräsident Torsten Albig und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz Ministerpräsident Torsten Albig und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Ministerpräsident Albig (r.) und Hamburgs Erster Bürgermeister Scholz. © Staatskanzlei

Schleswig-Holstein und Hamburg machen sich jetzt stark für ein nationales Flüssiggasterminal (LNG-Terminal) in Brunsbüttel. "Damit würde die gemeinsame Wirtschaftsregion Schleswig-Holstein/Hamburg an der Elbe weiter enorm an Fahrt aufnehmen. Klar ist, dass Brunsbüttel sich als Standort dafür hervorragend eignet", sagte Ministerpräsident Torsten Albig. Das Terminal könne die ansässige Industrie mit Flüssiggas versorgen, ebenso wie die Nachbarregionen oder die Schiffe auf Elbe und Nord-Ostsee-Kanal. Bislang erhalten die Abnehmer das Gas aus einer Pipeline.

Mit NEW 4.0 die Energiewende weiter voranbringen

Die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit sei ein wichtiger Baustein, um den Norden weiterhin erfolgreich als attraktiven Wirtschaftsort und Lebensraum zu positionieren, betonten Albig und der Erste Bürgermeister Hamburgs, Olaf Scholz. Als Beispiel dafür nannten sie die gemeinsame Weiterentwicklung der Energiewende im Projekt NEW 4.0, das der Bund mit gut 40 Millionen Euro fördert. NEW steht für "Norddeutsche Energiewende". "Damit soll aufgezeigt werden, dass sich die Wirtschaftsregion Schleswig-Holstein und Hamburg und ihre gut 4,5 Millionen Einwohner bereits ab dem Jahr 2035 mit Strom aus Erneuerbaren Energien sicher und zuverlässig versorgen können", sagte Albig.

Menschen sitzen an einem Tisch. Die Kabinettsmitglieder Schleswig-Holsteins und Hamburgs bei der gemeinsamen Sitzung. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Die Kabinettsmitglieder Schleswig-Holsteins und Hamburgs bei der gemeinsamen Sitzung. © Staatskanzlei

Bildung, Wissenschaft, Verkehr und Planung: Zusammenarbeit gestärkt

Scholz hob das Gastschulabkommen zwischen den beiden Ländern hervor. Ab dem kommenden Schuljahr könnten erstmals Schülerinnen und Schüler beider Länder alle allgemeinbildenden Schulen des Nachbarlandes besuchen. "Und wir sind auch zusammen wirtschaftlich erfolgreich. Die Wachstumsraten im Norden stimmen, die Zahl der Arbeitsplätze steigt", sagte der Bürgermeister. Gemeinsam baue man die Autobahnen A20, A21, A23 und A26-West aus und liege beim A7-Ausbau vor dem Zeitplan. Auch auf den Schienen bringe man die Länder enger zusammen.

Als vorbildlich bezeichneten Albig und Scholz auch die Zusammenarbeit in der Wissenschaft. Gerade vom neuen europäischen Röntgenlaser XFEL, der dieses Jahr in Schenefeld in Betrieb geht, erwarten sich beide Regierungschefs wichtige Impulse für den Wissenschafts- und Forschungsstandort Norddeutschland.