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Regeln für die digitale Gesellschaft?

Staatskanzlei

Regeln für die digitale Gesellschaft?

Datum 25.11.2016

Staatliche Verantwortung in der digitalen Welt war das Thema einer Veranstaltung, die Torsten Albig in Berlin eröffnet hat.

Menschen sitzen auf einer Bühne und diskutieren miteinander. Staatssekretär Thomas Losse-Müller (2.v.r.) diskutierte mit Experten darüber, welche Handlungsoptionen der Staat in einer digitalen Welt hat. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Staatssekretär Thomas Losse-Müller (2.v.r.) diskutierte mit Experten darüber, welche Handlungsoptionen der Staat in einer digitalen Welt hat. © LV SH

"Die Freiheit wird auch dazu genutzt, Wut und Hass in die Gesellschaft zu tragen", sagte Ministerpräsident Torsten Albig bei der Veranstaltung "Analoge Regeln für eine digitale Gesellschaft" in der schleswig-holsteinischen Landesvertretung in Berlin. Über die negativen Entwicklungen im Internet sei eine breite Debatte notwendig: "Wir müssen dringend über staatliche Verantwortung und über gemeinsame Spielregeln in der digitalen Welt diskutieren", sagte der Regierungschef.

Instrumente miteinander kombinieren

Die große Meinungsmacht von Suchmaschinen wie Google, Falschmeldungen oder die Meinungsmanipulation durch Social Bots im US-Wahlkampf zeigten, dass es Regelungsbedarf gäbe. Man müsse darüber diskutieren, welche Handlungsmöglichkeiten der Staat habe, ob es gesetzlicher Regelungen bedürfe oder ob es sinnvoll sei, auf Anreize und Selbstregulierung zu setzen, auch auf Länderebene. "Am Ende braucht es wohl eine Digital- oder Media-Governance, die verschiedene Instrumente miteinander kombiniert. Die nach anderen Regulierungsansätzen sucht und sich genauso konvergent entwickelt wie die digitale Technik", sagte Albig.

Torsten Albig

Wir müssen dringend über staatliche Verantwortung und über gemeinsame Spielregeln in der digitalen Welt diskutieren.

Torsten Albig

Podiumsdiskussion und Workshops

Im Rahmen der Veranstaltung hatte die Landesvertretung zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Moderiert durch den Chef der Staatskanzlei, Thomas Losse-Müller, diskutierten Markus Beckedahl (Netzaktivist, Gründer und Chefredakteur von netzpolitik.org), Dr. Alexandra Borchardt (Chefin vom Dienst Süddeutsche Zeitung), Christian Möller (Dozent an der Fachhochschule Kiel), Prof. Dr. Wolfgang Schulz (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung) und Jan Kottmann (Leiter Medienpolitik Google Germany) über das Thema "Welche Handlungsoptionen hat demokratische Gestaltung in einer digitalen Welt?"

Am Nachmittag zuvor hatten die Teilnehmer der Veranstaltung in Workshops die Regulierung der digitalen Welt erörtert.

Videos der Veranstaltung

Auf den Seiten des Offenen Kanals Kiel finden Sie die gesamte Veranstaltung zum Anschauen.

Offener Kanal Kiel - Analoge Regeln für eine digitale Gesellschaft