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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

„Mut verbindet“: Vorbereitungen für den Tag der Deutschen Einheit 2019 in Kiel laufen – Ministerpräsident Daniel Günther stellt Motto und Logo vor

Datum 05.10.2018

KIEL. 29 Jahre nach der Wiedervereinigung und 13 Jahre nach der letzten Bundesratspräsidentschaft Schleswig-Holsteins ist es wieder so weit: Schleswig-Holstein richtet im kommenden Jahr die zentralen Feiern zum Tag der Deutschen Einheit aus. Beim Tag der Deutschen Einheit in Berlin übernahm Ministerpräsident Daniel Günther dazu jetzt symbolisch den Staffelstab von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller.

Der Einheitstag soll vom 2. bis 3. Oktober 2019 mit einem großen Bürgerfest unter dem Motto ,Mut verbindet‘ in Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt Kiel gefeiert werden“, sagte Günther heute (5.Oktober) in Kiel: „Wir stehen hochmotiviert in den Startlöchern und freuen uns sehr darauf, unseren Gästen Schleswig-Holstein als innovatives, modernes und weltoffenes Land zu präsentieren.“ Zu den Feierlichkeiten, die eingerahmt werden durch ein großes Bürgerfest, werden mehrere Hunderttausend Menschen erwartet.

Für den Regierungschef ist der Tag der Deutschen Einheit auch ein Fest für die Freiheit, für Demokratie und Vielfalt. Er sieht in der Bundesratspräsidentschaft und den Feierlichkeiten am 2. und 3. Oktober zugleich eine Chance, denjenigen, die die Gesellschaft auseinandertreiben und spalten wollten, ein Signal der Zuversicht entgegenzusetzen. „Mit dem Motto ,Mut verbindet‘ wollen wir ein fröhliches, attraktives, aber kein überdimensioniertes Fest feiern“, sagte der Ministerpräsident. Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer fügte hinzu: „Im 100. Jubiläumsjahr des Matrosenaufstandes ist eines besonders deutlich geworden: Kiel ist ein zentraler Ort für die Entwicklung der Demokratie in Deutschland. Daher ist es großartig, dass wir 2019 – 30 Jahre nach der friedlichen Revolution in der DDR – Gastgeber der Einheitsfeier sein dürfen.“

Formell zum Bundesratspräsidenten gewählt wird Ministerpräsident Günther in der Sitzung der Länderkammer am 19. Oktober. Die Amtszeit beginnt am 1. November. Seine Antrittsrede in dieser Funktion ist für den 23. November geplant. Das Motto „Mut verbindet“ sei ihm dabei auch ein politisches Anliegen, sagte Günther: „Es ist vor allem dem Mut der Menschen in der damaligen DDR zu verdanken, dass die Grenze durch Deutschland und Europa gefallen ist und wir seit bald 30 Jahren in einem wiedervereinigten Deutschland leben.“

Umso ernüchternder sei es, dass seit einiger Zeit politische Fliehkräfte in Deutschland, aber auch in Europa, zunähmen. Ohne den Prozess der europäischen Einigung wäre die Einheit Deutschlands nicht möglich gewesen. Deshalb wolle er Mut machen, diesen Bewegungen energisch entgegenzuwirken, sagte Günther auch mit Blick auf die im kommenden Jahr stattfindende Wahl zum Europäischen Parlament. „Die großartige Idee eines Europa, in dem Menschen in Frieden, Freiheit und Wohlstand zusammenleben, ist nicht selbstverständlich – sie muss gelebt, bewahrt und täglich weiter erarbeitet und erstritten werden“, sagte er. Die Länder könnten und müssten dabei in einem Europa der Regionen ihren Teil der Verantwortung übernehmen.

Der Tag der Deutschen Einheit 2019 in Stichwörtern:

Das Motto lautet „Mut verbindet“. Damit verbinden wir historische Erfahrungen mit aktuellen politischen Bezügen und schlagen eine Brücke in die Zukunft. Schleswig-Holstein ist geprägt von seiner einzigartigen Lage zwischen den Meeren, seiner wechselvollen deutsch-dänischen Geschichte und der Grenzöffnung vor drei Jahrzehnten. Immer haben Menschen gemeinsam Mut bewiesen, sich Herausforderungen zu stellen.

Das Logo ist der Leuchtturm. Leuchttürme stellen die Verbindung zwischen Land und See her, Schleswig-Holstein will das Verbindende in Deutschland und Europa nach vorne stellen. Der Leuchtturm als Logo verbindet Schwarz, Rot und Gold, Ost und West und symbolisch auch Bund, Länder und Kommunen.

Die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit teilen sich in den protokollarischen Teil und das Bürgerfest auf. Erwartet werden die Spitzen der Verfassungsorgane, also Bundespräsident, Bundeskanzlerin, Bundestagspräsident und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Zu den protokollarischen Veranstaltungen gehören der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt, der ökumenische Gottesdienst in der Nikolaikirche und der Festakt in der Sparkassen-Arena sowie der anschließende Empfang des Bundespräsidenten.

Das Bürgerfest wird am Mittwoch, 2. Oktober 2019, und am Donnerstag, 3. Oktober 2019, gefeiert. Alle 16 Länder, zahlreiche gesellschaftliche Organisationen, der Schleswig-Holsteinische Landtag und die Verfassungsorgane präsentieren sich und bieten ein abwechslungsreiches Programm. Es soll ein offenes Fest für alle Bürgerinnen und Bürger werden, bei dem möglichst viele Begegnungen und Gespräche auch mit Spitzenrepräsentanten der Politik stattfinden können.

Die Kosten werden sich auf rund 4,2 Millionen Euro belaufen. Im Haushalt für 2019 soll dazu Vorsorge getroffen werden. Weitere Mittel für zusätzliche Attraktionen will das Land über Sponsoren einwerben.

Die Landeshauptstadt Kiel unterstützt das Projekt. Die Ratsversammlung hat dazu am 20. September einen Beschluss gefasst. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der in der Kieler Woche erprobten Ämter arbeiten schon jetzt mit dem Projektteam der Landesregierung zusammen. Kiel wird mit einer stadteigenen Präsentation auf dem Bürgerfest vertreten sein.

Die Geschichte: Schleswig-Holstein war zuletzt 2006 Gastgeber der zentralen Feierlichkeiten. Ursprünglich hätte das Land die Gastgeberrolle erst im Jahr 2022 wieder übernommen. Die Reihenfolge der Bundesratspräsidentschaften richtet sich nach der Einwohnerzahl der Länder, die 2013 korrigiert wurde. Grundlage dafür waren die Bevölkerungszahlen nach der Volkszählung „Zensus 2011“. Damals wurde Schleswig-Holstein um drei Ränge vorgezogen.

Das Logo finden Sie zum Download unter https://schleswig-holstein.de/tde.

Medieninformation vom 5. Oktober 2018 zum Herunterladen (PDF 175KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Verantwortlich für diesen Pressetext: Peter Höver, Eugen Witte, Patrick Kraft, Düsternbrooker Weg 104, 24105 Kiel | Tel. 0431 988-1704 | Fax 0431 988-1977 | E-Mail: landesregierung@schleswig-holstein.de | Medien-Informationen im Internet: www.schleswig-holstein.de | Die Staatskanzlei im Internet: www.schleswig-holstein.de/stk

 

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