Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Landesregierung übernimmt Verantwortung für die Spielstätten im Land:
Land und Kommunen unterstützen Theatersaalbau in Schleswig

Staatskanzlei

Landesregierung übernimmt Verantwortung für die Spielstätten im Land:
Land und Kommunen unterstützen Theatersaalbau in Schleswig

Datum 27.02.2017

KIEL. Die Landesregierung will die Sanierung der Spielstätten im Land mit einem zweistelligen Millionenbetrag unterstützen. In einem ersten Schritt wurde heute (28. Februar) in Kiel ein "Letter of Intent" unterzeichnet, in dem die Landesförderung für eine Spielstätte des Landestheaters in Schleswig mit 2,5 Millionen Euro vereinbart wird. "Die Landesregierung steht zu ihrer Verantwortung für die Spielstätten im Land. Wir haben jetzt die Grundlage dafür geschaffen, dass vor Ort zukunftsträchtige Lösungen gefunden werden können", sagte Ministerpräsident Torsten Albig anlässlich der Unterzeichnung.

Zuvor hatte das Landeskabinett neben der Entscheidung für eine Förderung der neuen Schleswiger Spielstätte auch die Grundlagen für die Unterstützung der Sanierung der Lübecker Musik- und Kongresshalle (MUK) mit bis zu sechs Millionen Euro und des Kieler Schlosses mit acht Millionen Euro gelegt. Entsprechende Vereinbarungen mit den beiden größten Städten des Landes werden derzeit noch verhandelt.

Gemeinsam mit Kulturministerin Anke Spoorendonk und Finanzministerin Monika Heinold sowie Dr. Sönke E. Schulz, (Geschäftsführer des Schleswig-Holsteinischen Landkreistags), Jochen von Allwörden (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städteverbands Schleswig-Holstein) und Jörg Bülow (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages) unterzeichnete der Regierungschef den "Letter of Intent" zum Bau der neuen Theaterspielstätte beim ehemaligen Mannschaftsheim "Heimat" Auf der Freiheit in Schleswig.

Anlässlich der Unterzeichnung hob Ministerpräsident Torsten Albig die Bedeutung des Landestheaters für die schleswig-holsteinische Kulturlandschaft hervor. "Mir ist es sehr wichtig, dass das Landestheater erhalten bleibt. Umso mehr freue ich mich, dass wir gemeinsam mit der Stadt Schleswig und den kommunalen Verbänden eine tragfähige Lösung gefunden haben. Ich bin sicher, dass die Spielstätte in ihrer neuen alten Form als Drei-Sparten-Haus dann wieder an alte Zeiten anknüpfen kann", sagte Albig.

Kulturministerin Anke Spoorendonk sagte: „Ich freue mich sehr, dass eine neue Spielstätte für das Landestheater in Schleswig konkret Formen annimmt. Die Unterstützung des Theatersaalbaus durch das Land und durch die kommunale Familie unterstreicht die Bedeutung des Projekts. Dieser "Letter of Intent" ist zudem eine gute Grundlage für die jetzt anstehenden Verhandlungen über einen neuen Gesellschaftervertrag. Und mit den Zuschüssen für die beiden Konzertsäle demonstriert die Landesregierung, wie wichtig ihr moderne und gut ausgestattete Aufführungsorte sind, nicht nur für das Schleswig Holstein Musik Festival."

Finanzministerin Monika Heinold sagte: "Die Landesregierung stellt erneut unter Beweis, dass es auch in Zeiten knapper Ressourcen möglich ist, in sinnvolle Projekte zu investieren. Kultur hält unsere Gesellschaft zusammen. Es ist eine tolle Perspektive für die Landeshauptstadt, dass neben der Lübecker MUK und dem Theater Schleswig auch Geld für das Kieler Schloss bereitgestellt wird."

Dr. Sönke E. Schulz, Vorsitzender der AG der Kommunalen Landesverbände: "Der Bau der Spielstätte in Schleswig ist ein wichtiger Beitrag für die Zukunftsfähigkeit des Landestheaters. Die kommunalen Landesverbände verbinden mit dem „Letter of Intent“ die Hoffnung, dass alle Gesellschafter ihren Beitrag leisten und so den Betrieb des Landestheaters langfristig sichern."

Hintergrund:
Die Landesregierung hat sich mit den Vertretern der kommunalen Landesverbände darauf verständigt, das Schleswig-Holsteinische Landestheater mit seinem spartenübergreifenden Theaterangebot zu sichern und deshalb den Neubau einer Spielstätte in Schleswig finanziell zu unterstützen. Nach dem von der Stadt Schleswig vorgelegten Konzept belaufen sich die Gesamtkosten für das Bauvorhaben inklusive Orchestergraben auf voraussichtlich 9,5 Millionen Euro. Die Landesregierung wird sich an der Finanzierung mit 2,5 Millionen Euro beteiligen. Die Stadt Schleswig wird über den Grundstückskauf und Planungskosten weitere fünf Millionen Euro in das Bauvorhaben investieren. Land und kommunale Landesverbände werden bei der Ausgestaltung des im Rahmen des Kommunalpakets III verabredeten Infrastrukturprogramms einen Investitionsbedarf für den Theaterneubau in Höhe von zwei Millionen Euro berücksichtigen. Die Finanzierungszusagen des Landes sind an die Bedingung geknüpft, dass die Zukunft des Landestheaters in seiner derzeitigen Struktur mittelfristig durch die Beiträge der Theater-Gesellschafter gesichert ist.

Medieninformation vom 28. Februar 2017 zum Herunterladen (PDF 116KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Verantwortlich für diesen Pressetext: Carsten Maltzan, Lars Erik Bethge, Düsternbrooker Weg 104, 24105 Kiel | Tel. 0431 988-1704 | Fax 0431 988-1977 | E-Mail: landesregierung@schleswig-holstein.de | Medien-Informationen im Internet: www.schleswig-holstein.de | Die Staatskanzlei im Internet: www.schleswig-holstein.de/stk