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Dienstleistungszentrum Personal Schleswig-Holstein (DLZP)

© Finanzministerium

Versorgungsauskunft: Fragen und Antworten


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Was ist eine Versorgungsauskunft?

Eine Versorgungsauskunft ist eine Berechnung der zu erwartenden Versorgungsbezüge bei Versetzung in den Ruhestand. Sie wird auf Antrag und bei Erfüllung bestimmter Kriterien erteilt. Sie kann verständlicherweise nur auf Basis der derzeitigen Rechtslage erfolgen. Weitere Informationen haben wir als rechtliche Grundlagen zur Versorgungsauskunft für Sie zusammengefasst.

Wann bekomme ich eine Versorgungsauskunft?

Sie müssen ein berechtigtes Interesse an einer Versorgungsauskunft haben. Dies liegt vor, wenn

• Sie das 55. Lebensjahr vollendet haben (jedoch nur bei Antragseingang bis spätestens 6 Monate vor Eintritt in den Ruhestand),
• eine Freistellung vom Dienst (Teilzeitbeschäftigung, Beurlaubung) bestand, besteht oder beabsichtigt ist,
• eine Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit bevorsteht oder
• Sie die Vorlage einer Versorgungsauskunft aufgrund anderer Vorschriften verlangen, z.B. zur Vorlage für einen Immobilienkreditvertrag.

Zum Download bereitgestellt gibt es hier den Antrag auf Erteilung einer Versorgungsauskunft (PDF 866KB, Datei ist nicht barrierefrei).

Ich erfülle die Kriterien nicht. Wie kann ich dennoch erfahren, wie hoch meine Versorgungsbezüge sein werden?

Sie können die zu erwartenden Versorgungsbezüge ganz einfach selbst fiktiv berechnen. Nutzen Sie hierfür unseren Online-Versorgungsrechner.

Bitte beachten Sie, dass Sie aus dieser Berechnung keine Rechtsansprüche herleiten können.

Wann kann ich eine erneute Versorgungsauskunft beantragen?

Wurde bereits eine Auskunft erteilt, haben Sie einen erneuten Anspruch frühestens nach Ablauf von fünf Jahren seit der letzten Auskunftserteilung. Dies gilt selbstverständlich nicht, wenn zwingende Gründe für eine neue Auskunft wie z.B. drohende Dienstunfähigkeit oder Schwerbehinderung vorliegen.

Welche Zeiten werden mir als ruhegehaltfähige Dienstzeit anerkannt?

Die ruhegehaltfähige Dienstzeit ist Berechnungsgrundlage für den Ruhegehaltsatz. Sie wird bei Eintritt in den Ruhestand anhand Ihrer Personalakte ermittelt.

Ruhegehaltfähig sind im Wesentlichen die im Beamtenverhältnis zurückgelegten Dienstzeiten, Wehrdienst und die ruhegehaltfähigen Vordienstzeiten. Letzteres können z.B. Ausbildungszeiten oder Zeiten im privatrechtlichen Arbeitsverhältnis im öffentlichen Dienst sein. Ob und in welchem Umfang bei Ihnen Vordienstzeiten zu berücksichtigen sind, entscheidet Ihre Personaldienststelle.

Bitte beachten Sie, dass eine ruhegehaltfähige Dienst- oder Vordienstzeit nur entsprechend dem Beschäftigungsumfang berücksichtigt werden kann.

Was sind ruhegehaltfähige Dienstbezüge?

Ruhegehaltfähige Dienstbezüge sind
• das zuletzt gezahlte Grundgehalt. Sofern die letzte Beförderung weniger als zwei Jahre zurückliegt, sind nur die Bezüge des vorher ausgeübten Amtes ruhegehaltfähig.
• der Familienzuschlag der Stufe 1 und
• sonstige Dienstbezüge, die nach Besoldungsrecht ruhegehaltfähig sind (z. B. ruhegehaltfähige Amts- und Stellenzulagen).

Bitte beachten Sie, dass es hierbei Einschränkungen und Besonderheiten geben kann.

Bei Teilzeitbeschäftigung und Beurlaubung ohne Dienstbezüge (Zeiten der sog. Freistellung) gelten als ruhegehaltfähige Dienstbezüge die (fiktiven) vollen ruhegehaltfähigen Dienstbezüge. Dies gilt entsprechend bei eingeschränkter Verwendung wegen begrenzter Dienstfähigkeit.

Der kindbezogene Familienzuschlag wird immer in voller Höhe zusätzlich zum Ruhegehalt gezahlt.

Ich bin geschieden und nach Scheidungsurteil zum Versorgungsausgleich verpflichtet. Ab wann und in welcher Höhe werden meine Versorgungsbezüge gekürzt?

Die Kürzung der Versorgungsbezüge beginnt mit dem Eintritt in den Ruhestand, soweit die Entscheidung über den Versorgungsausgleich im aktiven Dienst rechtskräftig geworden ist. Der Kürzungsbetrag errechnet sich aus dem vom Familiengericht festgestellten monatlichen Ausgleichsbetrag. Die seit dem Ende der Ehezeit eingetretenen Erhöhungen oder Verminderungen der beamtenrechtlichen Bezüge sind zu berücksichtigen.

Weitere Informationen können Sie unseren Informationen zum Versorgungsausgleich nach einer Ehescheidung entnehmen.

Ich möchte vor Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze in den Ruhestand gehen. Hat das Auswirkungen auf die Höhe meiner Versorgungsbezüge?

Die Versorgungsbezüge werden um einen Versorgungsabschlag vermindert,
wenn Sie

• wegen Schwerbehinderung,
• auf eigenen Antrag vor Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze oder
• wegen Dienstunfähigkeit

in den Ruhestand versetzt werden.

Informationen und Ausnahmeregelungen finden Sie in unseren rechtlichen Grundlagen zum Versorgungsabschlag.

Was ändert sich im Ruhestand an meinen Beihilfeansprüchen?

Informationen zu Ihren Beihilfeansprüchen im Ruhestand können Sie dem Informationsblatt für Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger zu der Beihilfeverordnung (BhVO) entnehmen.