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Dienstleistungszentrum Personal Schleswig-Holstein (DLZP)

© Finanzministerium

Versorgungsbezüge: Fragen und Antworten


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Wofür brauche ich einen Versorgungsausweis und wie bekomme ich ihn?

Mit dem Versorgungsausweis können Sie nachweisen, dass Sie Versorgungsbezüge des Landes Schleswig-Holstein erhalten. Den Ausweis in der Größe einer Scheckkarte senden wir Ihnen mit der Festsetzung der Versorgungsbezüge zu.

Viele Unternehmen und öffentliche oder private Einrichtungen ermöglichen Rentner*innen und Versorgungsemfänger*innen Vergünstigungen, zum Beispiel bei Sportverein, Theaterbesuch, Museumseintritt, Kino, Zugfahrten, Schwimmbad, Ski-Lift, Zoos, öffentlichem Nahverkehr und vielem mehr. Hierfür müssen Sie den Ausweis an der Kasse vorzeigen. Obwohl es keinen gesetzlichen Anspruch auf Vergünstigungen gibt, sind Versorgungsausweise im täglichen Leben bares Geld wert. Fragen Sie immer nach, ob es für Rentner*innen/Versorgungsempfänger*innen Rabatte oder Nachlässe gibt.

Ich habe noch einen Versorgungsausweis in altem Layout. Ist der weiterhin gültig?

Ja. Alle bisher vom Land Schleswig-Holstein ausgestellten Versorgungsausweise sind weiterhin gültig, auch wenn sie nicht das aktuelle Design haben.

Wie hoch sind meine zu erwartenden Versorgungsansprüche z. B. bei vorzeitigem Eintritt in den Ruhestand? Aktuell befinde ich mich noch im aktiven Dienst. An wen wende ich mich?

Ab dem 01.07.2017 haben Sie unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf die Erteilung einer Auskunft über die Höhe Ihrer zu erwartenden Versorgungsbezüge. Ob Sie diese Voraussetzungen erfüllen und wer Ihr Ansprechpartner ist, erfahren Sie hier.

Sie können die Höhe Ihres Versorgungsbezuges auch mit Hilfe des Online-Versorgungsrechners des Landes Schleswig-Holstein selbst berechnen.

Welche Zeiten werden mir als ruhegehaltfähige Dienstzeit anerkannt?

Die ruhegehaltfähige Dienstzeit ist Berechnungsgrundlage für den Ruhegehaltsatz. Sie wird bei Eintritt in den Ruhestand anhand Ihrer Personalakte ermittelt.

Ruhegehaltfähig sind im Wesentlichen die im Beamtenverhältnis zurückgelegten Dienstzeiten, Wehrdienst und die ruhegehaltfähigen Vordienstzeiten. Letzteres können z.B. Ausbildungszeiten oder Zeiten im privatrechtlichen Arbeitsverhältnis im öffentlichen Dienst sein. Ob und in welchem Umfang bei Ihnen Vordienstzeiten zu berücksichtigen sind, entscheidet Ihre Personaldienststelle.

Bitte beachten Sie, dass eine ruhegehaltfähige Dienst- oder Vordienstzeit nur entsprechend dem Beschäftigungsumfang berücksichtigt werden kann.

Was sind ruhegehaltfähige Dienstbezüge?

Ruhegehaltfähige Dienstbezüge sind
• das zuletzt gezahlte Grundgehalt. Sofern die letzte Beförderung weniger als zwei Jahre zurückliegt, sind nur die Bezüge des vorher ausgeübten Amtes ruhegehaltfähig.
• der Familienzuschlag der Stufe 1 und
• sonstige Dienstbezüge, die nach Besoldungsrecht ruhegehaltfähig sind (z. B. ruhegehaltfähige Amts- und Stellenzulagen).

Bitte beachten Sie, dass es hierbei Einschränkungen und Besonderheiten geben kann.

Bei Teilzeitbeschäftigung und Beurlaubung ohne Dienstbezüge (Zeiten der sog. Freistellung) gelten als ruhegehaltfähige Dienstbezüge die (fiktiven) vollen ruhegehaltfähigen Dienstbezüge. Dies gilt entsprechend bei eingeschränkter Verwendung wegen begrenzter Dienstfähigkeit.

Der kindbezogene Familienzuschlag wird immer in voller Höhe zusätzlich zum Ruhegehalt gezahlt.

Wie gebe ich die Änderung meiner Anschrift bekannt?

Sie können die Änderung schriftlich dem DLZP per Post, per E-Mail oder per Fax jeweils unter Angabe Ihrer Personalnummer mitteilen.

Meine Bankverbindung hat sich geändert. Was muss ich beachten?

Bitte teilen Sie die Änderung schriftlich und mit Unterschrift versehen dem DLZP per Post oder per FAX mit. Die Umsetzung erfolgt so schnell wie möglich. Bitte beauftragen Sie sicherheitshalber dennoch Ihre bisherige Bank mit der Weiterleitung der Versorgungsbezüge.

Habe ich Anspruch auf eine Mütterrente?

Nein. Die am 23. Mai 2014 vom Deutschen Bundestag als Teil des sogenannten „Rentenpakets“ beschlossene und am 1. Juli 2014 in Kraft getretene sogenannte "Mütterrente" betrifft derzeitige und künftige Bezieher einer gesetzlichen Rente. Für die derzeitigen und künftigen Bezieher von beamtenrechtlichen Versorgungsbezügen gibt es keine entsprechende gesetzliche Regelung und es besteht damit kein Anspruch.

Ich habe Fragen zum Kindergeld. Wo erhalte ich Antworten?

Das Kindergeld wird von der Bundesagentur für Arbeit ausgezahlt.

Fragen können Sie an die kostenfreie Service-Rufnummer der Familienkasse der BA 0800 4 5555 35 richten.

Die Servicezeiten sind montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr.

Erhalte ich Familienzuschlag?

Wollen Sie Familienzuschlag beantragen? Oder haben Sie bislang Familienzuschlag erhalten, doch ist dieser nicht mehr auf Ihrer Abrechnung ausgewiesen?

Wenden Sie sich bitte telefonisch, schriftlich oder per E-Mail an die zuständige Mitarbeiterin oder den zuständigen Mitarbeiter im DLZP.
Wir beraten Sie gern und senden Ihnen ggf. entsprechende Antragsunterlagen zu.

Die Telefonnummer der für Sie zuständigen Mitarbeiterin oder des für Sie zuständigen Mitarbeiters finden Sie oben rechts auf Ihrem Abrechnungsblatt.

Habe ich einen Anspruch auf eine Sonderzahlung im Dezember eines Jahres?

Versorgungsempfängerinnen und -empfänger haben folgenden Anspruch auf eine Sonderzahlung:
Bis zur Besoldungsgruppe A10 erhalten Sie mit den Versorgungsbezügen für den Monat Dezember 330,00 €. Versorgungsberechtigte mit höherer Besoldung (also ab A11), erhalten keine Sonderzahlung.
Witwen und Witwern stehen 200,00 € zu, Waisengeldberechtigten 50,00 €.
Unabhängig von der Besoldungsgruppe erhalten alle Versorgungsberechtigten für ein im Dezember im Familienzuschlag zu berücksichtigendes Kind jeweils 400,00 €.
Beachten Sie bitte, dass alle hier genannten Beträge steuerpflichtige Bruttobeträge sind.

Benötigt das DLZP eine Rentenanpassungsmitteilung?

Ja. Bitte übersenden Sie uns unter Angabe der Sachbearbeiter-Nummer und der Personalnummer eine Kopie der Rentenmitteilung per Brief, per Fax oder per E-Mail.

Es ist ein Sterbefall eingetreten. Was muss ich tun?

Verstirbt eine Angehörige oder ein Angehöriger, stürzen viele Dinge auf Sie ein.

Unabhängig davon, ob Sie selbst Versorgungsbezüge empfangen und einer Ihrer Angehörigen gestorben ist oder Sie eine Angehörige oder einen Angehörigen verloren haben, der vom Land Schleswig-Holstein Versorgungsbezüge empfing, bitten wir Sie dennoch:

Melden Sie sich möglichst umgehend, gern auch telefonisch, bei uns. Nur wenn wir vom Tod Ihrer oder Ihres Angehörigen wissen, können wir die erforderlichen Änderungen zeitnah veranlassen und Ihnen zusätzlichen Arbeitsaufwand ersparen. Lassen Sie uns darüber hinaus bitte zeitig die Sterbeurkunde zukommen.

Ich habe Fragen zur Beihilfe. Wo finde ich Antworten?

Viele Fragen zur Beihilfe beantworten wir auf unserem Internetportal. Sollten Sie dort nicht fündig werden, wenden Sie sich bitte an die ebenfalls im Internetportal genannte Beihilfe-Hotline.

Ich möchte einen Zuschuss zur Krankenversicherung beantragen.

Einen Zuschuss können Sie nur beantragen, wenn Sie neben Ihrer Versorgung auch eine gesetzliche Rente beziehen. Den Zuschuss beantragen Sie nach § 106 SGB VI beim Rentenversicherungsträger. Sie erhalten dann die Summe, die auch pflichtversicherten Rentnerinnen und Rentnern zusteht.
Ein Antragsformular können Sie direkt hier bei der Deutschen Rentenversicherung herunterladen.

Bitte beachten Sie: Steht Ihnen dem Grunde nach ein solcher Zuschuss von mindestens 90 € zur Krankenversicherung zu, ermäßigt sich der Beihilfebemessungssatz um 10%.
Bitte legen Sie eine Kopie des aktuellen Rentenbescheides bzw. eine Kopie der Rentenanpassungsmitteilung zusammen mit dem nächsten Beihilfeantrag vor.
Wenden Sie sich bei weiteren Fragen bitte an die Beihilfe-Hotline. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden Sie gern informieren.
Die Telefonnummer und Informationen zur Erreichbarkeit finden Sie hier.

Ich bin Lehrerin oder Lehrer mit Versorgungsbezug und möchte mich eventuell wieder vorübergehend als aktive Lehrkraft (sogenannte Senior-Expertin bzw. Senior-Experte) zur Verfügung stellen. Wer kann mir zu diesem Thema Auskunft geben?

Fragen richten Sie bitte an die für Sie zuständige Personaldienststelle.


Oder geht es Ihnen ausschließlich um die finanziellen Auswirkungen der vorübergehenden Wiederbeschäftigung auf Ihre laufenden Versorgungsbezüge? Dann wenden Sie sich gern an die für Sie zuständige Mitarbeiterin oder den zuständigen Mitarbeiter des DLZP.

Was ist ELStER, was sind ELStAM?

ELStER bedeutet „elektronische Lohnsteuererklärung“. Die Lohnsteuerkarte wurde abgeschafft und zum 1. Januar 2013 durch Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM) ersetzt. Bei den ELStAM handelt es sich um die Angaben, die bislang auf der Vorderseite der Lohnsteuerkarte eingetragen waren (zum Beispiel Steuerklasse, Zahl der Kinderfreibeträge, Freibetrag, Kirchensteuerabzugsmerkmal). Mit dem ELStAM-Verfahren wird das Lohnsteuerabzugsverfahren für alle Beteiligten vereinfacht. Bei Ihrem Arbeitgeber werden steuerlich bedeutsame Änderungen nach ihrer Eintragung im Melderegister (zum Beispiel Heirat, Geburt eines Kindes, Kirchenein- oder Kirchenaustritt) automatisch für Ihren Lohnsteuerabzug berücksichtigt.

Näheres zu ELStAM finden Sie hier im Internet.

Was ist eine IdNr.?

Die IdNr ist eine Steuer-Identifikationsnummer, die Ihnen vom Finanzamt auf Ihrem Steuerbescheid oder vom Dienstherrn auf der Lohnsteuerbescheinigung mitgeteilt wird. Diese bleibt ein Leben lang gültig und ändert sich auch nicht bei Umzug oder Heirat. Die IdNr ist eine 11-stellige Nummer und enthält keine Informationen über Sie oder das zuständige Finanzamt.

Weitere Informationen zur steuerlichen Identifikationsnummer finden Sie auf den Internetseiten des Bundeszentralamtes für Steuern.

Was ist mit "Versorgungsaufwendungen" in Zeile 28 der Elster-Bescheinigung (Lohnsteuerbescheinigung) gemeint?

Bei den ausgewiesenen Beträgen handelt es sich um die maximal zulässigen Pauschalbeträge. Höhere Aufwendungen können Sie ggf. über die Einkommensteuererklärung geltend machen.

Wie kann ich meine Steuermerkmale/Freibeträge (ELStAM) ändern lassen?

Für Änderungen der Steuermerkmale ist allein Ihr Finanzamt zuständig. Melderechtliche Datenänderungen (z. B. Heirat, Geburt eines Kindes) müssen Sie Ihrem Einwohnermeldeamt mitteilen. Dieses sendet diese Änderungen automatisch an das Bundeszentralamt für Steuern. Weitergehende Informationen finden Sie auf den Internetseiten zur elektronischen Lohnsteuerkarte.

Ich möchte aus der Kirche austreten. Wie ist das weitere Vorgehen?

Ihren Austritt aus der Kirche/Religionsgemeinschaft müssen Sie gegenüber dem für Sie zuständigen Standesamt erklären. Weitere Informationen, z. B. über mitzubringende Unterlagen, zu entrichtende Gebühren oder zu beachtende Fristen, finden Sie u. a. im Landesportal Schleswig-Holstein.

Ich bin aus der Kirche ausgetreten. Muss ich das dem DLZP mitteilen?

Nein. Wenden Sie sich mit Ihrer Austrittsbescheinigung bitte an das für Sie zuständige Finanzamt. Dies streicht die Religionszugehörigkeit in Ihren Steuerdaten, damit keine Kirchensteuer mehr erhoben wird.
Bewahren Sie Ihre Austrittsbescheinigung sicher auf. Nach einem Umzug müssen Sie sie ggf. noch einmal vorlegen, damit Sie nicht erneut zur Zahlung von Kirchensteuer herangezogen werden.

Was ist "KoPers"?

KoPers (Kooperation Personaldienste) ist ein IT-Verfahren, dessen Einführung in Schleswig-Holstein und Hamburg 2012 für ein modernes und serviceorientiertes Personalmanagement begonnen wurde. Die neue Software löst schrittweise unsere alten Abrechnungssysteme ab und wird die Aufgabenbereiche der Personalverwaltung mit denen der Personalabrechnung stärker verzahnen. Die Zahlungen im Bereich Versorgung sind bereits umgestellt, die für die Besoldung und für den Entgeltbereich folgen.

Was bedeutet „LA" in der linken Spalte meines Abrechnungsblattes?

LA steht für „Lohnart“. Hier führen wir die entsprechenden Abrechnungsschlüssel samt der rechts daneben befindlichen Erläuterungen auf.

Auf meinem Abrechnungsblatt ist die Rubrik „berücksichtigte Vorsorgepauschale KV lfd.“ ausgewiesen. Was bedeutet das?

Hier ist der nachgewiesene steuerlich berücksichtigungsfähige monatliche Betrag der Basisabsicherung der privaten Kranken-/ und Pflegeversicherung, mindestens jedoch die Mindestvorsorgepauschale, ausgewiesen. Die Mindestvorsorgepauschale beträgt 12 % des Arbeitslohns, maximal monatlich 158,33 € bzw. 250,00 € bei Steuerklasse III.