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Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein

© Archäologisches Landesamt S-H

Große Feier für den ersten Geburtstag des Welterbes Haithabu-Danewerk

In Busdorf, neben dem Halbkreiswall von Haithabu, nahm Ministerpräsident Daniel Günther die Urkunde entgegen.

Vor genau einem Jahr wurden Haithabu und Danewerk als Archaeological Border Complex of Hedeby and the Danevirke in die Liste der UNESCO eingetragen. Das Befestigungssystem Danewerk und der Handelsplatz Haithabu gehören zu den bedeutendsten archäologischen Zeugnissen Nordeuropas. Aufgrund seiner Lage zwischen dem Fränkischen Reich und dem dänischen Königreich war Haithabu ein herausragender Knotenpunkt in der Wikingerzeit. Hier kreuzten sich die wichtigsten Handelswege, die Menschen und Waren aus aller Welt zusammenführten.

Menschenkette auf dem Halbkreiswall Menschenkette auf dem Halbkreiswall (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Menschenkette auf dem Halbkreiswall © SSF/Martin Ziemer

Start des Festaktes war eine Menschenkette, die sich über den Halbkreiswall von Haithabu bildete. Ca. 800 Menschen kamen und feierten die deutsch-dänische Freundschaft und freuten sich über die Einreihung von Ministerpräsident Günther und Staatsministerin Müntefering.

Nun endlich ein Jahr nach der Eintragung nahm Ministerpräsident Günther die offizielle UNESCO-Urkunde für das Land entgegen. Die Staatsministerin für International Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, Michelle Müntefering, überreichte sie dem Ministerpräsidenten Daniel Günther bei einem Festakt.

Musikalisch begleitet wurde der Festakt von Helene Blum, Harald Haugaard und ihrer Band.

Blum & Haugaard Band Blum & Haugaard Band (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Musikalisch begleitet wurde der Festakt von der Blum und Haugaard Band © ALSH

"Diese Urkunde ist der verdiente Lohn für alle Beteiligten, die jahrelang hart für das Weltkulturerbe Haithabu und Danewerk gearbeitet haben", sagte Günther. "Jetzt haben wir die Aufgabe, diese Stätten für zukünftige Generationen zu erhalten, zu pflegen, zu erforschen und als Erbe der Menschheit zu unterhalten." Diese Aufgabe stieße auf viel Begeisterung und Unterstützung bei den Menschen in der Umgebung, sagte der Ministerpräsident. "Die Schleswig-Holsteiner sind stolz auf das Welterbe in ihrer Nachbarschaft."

Michelle Müntefering, Staatsministerin für internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, betonte bei der Übergabe der Urkunde an das Land Schleswig-Holstein: „Ich habe mich sehr gefreut, heute die UNESCO-Urkunde an Ministerpräsident Günther überreichen zu können. Als eine frühe Drehscheibe des internationalen Handels unterstreicht Haithabu eindrucksvoll, wie wichtig der damit verbundene grenzüberschreitende Austausch für die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und urbanen Entwicklungen in Europa waren. Es zeigt auch, dass unsere historischen Stätten vor allem dann zum gemeinsamen Erbe der Welt werden, wenn Kulturen und Regionen gemeinsam zum Motor von Entwicklung werden.“ Als Abschluss wünschte die Staatsministerin „Glück auf“ für das Welterbe Haithabu und Danewerk.

Für den Vizepräsidenten der Deutschen UNESCO-Kommission, Hartwig Lüdtke, sind Haithabu und Danewerk ein herausragendes Beispiel der Handels- und Austauschbeziehungen verschiedener Kulturen im Europa des 8. bis 11. Jahrhunderts. Auf der UNESCO-Welterbeliste stehen 1092 Kultur- und Naturstätten in 167 Ländern, davon 44 in Deutschland.

Gesprächsrunde Welterbefeier Gesprächsrunde Welterbefeier (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Die Teilnehmer der Gesprächsrunde zum Thema Welterbe in der Region. Von links: Matthias Maluck, Hartwig Lüdtke, Max Triphaus, Olivia Fuchsloch, Nis Hardt und Moderator Martin Schulte © ALSH

Neben der offiziellen Urkundenverleihung gab es noch eine Gesprächsrunde zum Thema Welterbe in der Region. Der Moderator des Festaktes Martin Schulte, Ressortleiter Kultur des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages, befragte Hartwig Lüdtke (Vizepräsident der Dt. UNESCO-Kommission), Max Triphaus (Geschäfstführer der Ostseefjord Schlei GmbH), Olivia Fuchsloch (Schülerin der Domschule Schleswig), Nis Hardt (Museumsleiter des Danevirke Museums) und Matthias Maluck (Welterbebeauftragter des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein).