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Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein

© Archäologisches Landesamt S-H

Verabschiedung von Ingo Clausen M.A.

Nach 39 Dienstjahren beginnt für Ingo Clausen der wohlverdiente Ruhestand.

Ingo Clausen M.A. Ingo Clausen M.A. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © ALSH

Mit Ende des letzten Monats hat Ingo Clausen, Leiter der Außenstelle des ALSH in Neumünster und Spezialist für das norddeutsche Spätpaläolithikum sowie die schleswig-holsteinische Geoarchäologie, nach 39 Dienstjahren im ALSH den wohlverdienten Ruhestand angetreten. Sein Studium absolvierte er in Kiel bei Hermann Hinz und schloss es 1981 mit dem Magister Artium zum Thema „Neolithische Fundplätze am Großen Plöner See“ ab. Im gleichen Jahr trat er noch im Dezember 1981 seinen Dienst beim damaligen Landesamt für Vor- und Frühgeschichte in Schleswig an. Bis zur Entfristung im März 1992 folgten diverse ABM-, Werk- und Zeitverträge. Ingo Clausen ist ein wichtiger Mittler zwischen der ersten, auch die bundesdeutsche prähistorische Archäologie prägenden Mitarbeitergeneration, die er als junger Archäologe teilweise noch persönlich erlebte, und den heutigen Mitarbeitern des ALSH sowie anderen Kollegen der Landesarchäologie. Die Zusammenarbeit mit Sammlern als Teil der die Landesforschung tragenden Bürgerforschung war ihm immer ein wichtiges Bedürfnis. 

Sein Engagement begann als Schüler und auch als Student nahm er mit außerordentlicher Begeisterung an den Ausgrabungen teil. Zu nennen sind Bienebek, Haithabu und Büdelsdorf. Seine erste Untersuchung als hauptberuflicher Archäologe war die eines Megalithgrabes in Goosefeld, Kr. RE. Darauf folgten Alt Duvenstedt, Kr. RE, die Arbeiten an der A 23 bei Hemmingstedt, Kr. DITH, Alt Duvenstedt (Krummenort), Kr. RE, mit den paläolithischen Siedlungsplätzen LA 120, 121, 123 und Ahrenshöft mit dem paläolithischen Siedlungsplatz LA 73, Kr. NF, sowie Nahe (-Oering), Kr. SE, mit dem paläolithische Siedlungsplatz LA 11. 

Insbesondere sein letztes Dienstjahrzehnt war mit der Einführung des Verursacherprinzips und der Detektorarchäologie sowie die Neuorganisation der Landesarchäologie über die planungsorientierte Denkmalpflege geprägt. Dieser weitere Weg war für Ingo Clausen mit dem Wandel zum Grabungsmanager und Grabungsleitercoach verbunden. Diese neue Arbeitsweise setzte mit dem BAB-20-Projekt ein. Es folgten weitere bemerkenswerte Großprojekte wie die Ahrensburger Tunneltal S4-Anbindung und die Fehmarnbeltquerung, von denen zu sagen ist, dass nicht viele Kollegen das Vergnügen oder besser die Chance haben, solche Projekte zu bearbeiten. International vertrat Ingo Clausen das Land in zwei Forschungsprojekten in Kamchatka sowie in Kalmückien über die Alexander-von-Humboldt-Stiftung.

Das ALSH bedankt sich für dieses Engagement und wünscht für den weiteren Lebensweg alles Gute!

Ingo Clausen M.A. Ingo Clausen M.A. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © ALSH