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Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein

© Archäologisches Landesamt S-H

Wissenschaftler aus dem gesamten Ostseeraum zu Gast in Schleswig

Im Rahmen des ersten Treffens der BalticRIM-Projektpartner, das am 10./11. Januar 2018 vom Archäologischen Landesamt in Schleswig ausgerichtet wurde, trafen sich Denkmalpfleger und Raumplaner aus Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Litauen, Polen und Russland, um sich auf eine gemeinsame Strategie zur Umsetzung des Projekts zu verständigen. Gegenwärtig wird der Versuch unternommen, die unterschiedlichen landestypischen Vorgehensweisen in der Kategorisierung und Bewertung des Unterwasserkulturerbes auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.

Erste Beispiele für eine Zonierung von weiträumigen unterwasserarchäologischen Fundplätzen wurden in Vorträgen vorgestellt, wie z. B. das Svensksunder Gebiet bei der finnischen Stadt Kotka, wo 1790 die größte Seeschlacht Skandinaviens zwischen der schwedischen und russischen Marine stattgefunden hat. Von dieser Schlacht sind noch zahlreiche gut erhaltene Wracks erhalten, die aber unmittelbar im Bereich des Containerhafens und moderner Wasserstraßen liegen, sodass der Erhaltungszustand der Wracks zunehmend durch Schiffspropeller-Verwirbelungen bedroht wird.

Ähnliche Beispiele liegen aus dem gesamten Ostseeraum vor. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit der Einbeziehung des Unterwasserkulturerbes in die Maritime Raumplanung, um einen nachhaltigen Schutz sicherzustellen, aber gleichzeitig auch Chancen zur touristischen und musealen Erschließung aufzuzeigen.

Die Raumplaner kommentierten die denkmalpflegerischen Ansätze aus planerischer Sicht und lieferten Hinweise, welche Informationen zur Umsetzung benötigt werden.

Das nächste Treffen ist für Juni 2018  in Kopenhagen angesetzt.

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