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Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein

© Archäologisches Landesamt S-H

Voller Erfolg beim 14. Tag der Archäologie

Erneut trafen sich Archäologieliebhaber in der A.P. Møller Skolen in Schleswig.

Volles Foyer - viele Besucher informierten sich an den verschiedene Ständen. Volles Foyer - viele Besucher informierten sich an den verschiedene Ständen. © ALSH

Am Sonnabend, 9. November 2019, war es wieder soweit - Archäologen gewährten wieder einen ganzen Tag lang Einblicke in die aktuelle Forschung rund um die Archäologie in Schleswig-Holstein. Wir haben uns ganz besonders gefreut, dass wir erneut, dank der Einladung von Dr. Jørgen Kühl, unseren 14. Tag der Archäologie in der A. P. Møller-Skolen in Schleswig begehen konnten. Der Tag der Archäologie war für uns ein voller Erfolg, die sehr gute Resonanz und die große Zahl der Besucher (über 600) sind ein hinreichender Beleg dafür.

Die Zahl der archäologisch Interessierten, zu denen beispielsweise Sammler, ehrenamtliche Mitarbeiter des Archäologischen Landesamtes, wie die Detektorgänger und Vertrauensleute und Studenten zählen, wächst von Jahr zu Jahr. Um diesem großen ehrenamtlichen Engagement gerecht zu werden, informieren am „Tag der Archäologie“ Wissenschaftler in spannenden Vorträgen über den neuesten Forschungsstand und einige ausgesuchte Grabungsprojekte. Den Festvortrag „Der 9. November und die Archäologie der Moderne“ hielt der auch aus den Dokumentarfilmen der Reihe Terra x bekannte Dr. Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin.

Neben den Vorträgen zählte vor allem die Verleihung der „Goldenen Schaufel“ zu den Höhepunkten der Veranstaltung. Die „Goldene Schaufel“ würdigt Menschen, die sich durch außergewöhnlichen Einsatz Verdienste in der Archäologie erworben haben. Am Samstag wurde dieser Preis von Michael Fornahl, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, und Ulf Ickerodt (ALSH) in einem Festakt verliehen. In diesem Jahr freuten sich die Steinzeitbetreuerinnen und –betreuer aus dem AÖZA, Steinzeitpark Albersdorf, über die besondere Auszeichnung, die seit Jahren ehrenamtlich im Steinpark Dithmarschen Wissen an Besucher vermitteln. Herzlichen Glückwunsch!

Den Archäologiepreis der AGSH überreichte Anke Spoorendonk an Julia Doleczik. Den Archäologiepreis der AGSH überreichte Anke Spoorendonk an Julia Doleczik. © ALSH

Michael Fornahl betonte im Rahmen der Preisverleihung besonders das Ehrenamt: „Ehrenamtliche Arbeit hat für die Archäologie eine herausragende Bedeutung! Das Ehrenamt begleitet die Landesarchäologie von Beginn an. Die Sammler füllen seit dem 19. Jahrhundert die archäologische Landesaufnahme mit Fundstücken und Fundstellen. Die Detektorgängerinnen und Detektorgänger haben mit ihrer Arbeit das Bild der Metallzeiten ergänzt und auf empirisch neue Beine gestellt. Was also wäre die archäologische Landesaufnahme ohne die vielen Sammler und Detektorgänger? Was wäre der Denkmalschutz ohne die Vertrauensleute? Sie alle tragen zur archäologischen Landesforschung bei und befördern eine verlässliche Denkmalpflege.“

Die Archäologische Gesellschaft Schleswig-Holstein verlieh ebenfalls den 700 Euro hoch dotierten Archäologie-Preis 2017. In diesem Jahr freute sich Julia Doleczik für die besonders herausragende Leistung ihrer Masterarbeit: „Was uns archäologische Funde und Befunde über das Leben im Neolithikum erzählen: Eine geografiedidaktische Inszenierung für das Archäologielabor der Kieler Forschungswerkstatt“. Die 1. Vorsitzende Anke Spoorendonk und Vorstandsmitglied Burkhard von Hennigs lobten besonders den interdisziplinären Ansatz der Arbeit zwischen dem Geografischen Institut und dem Institut für Ur- und Frühgeschichte der CAU zu Kiel. Zu einer weiteren Auszeichnung der Archäologischen Gesellschaft Schleswig-Holstein e.V. zählt das Deutschlandstipendium. In diesem Jahr können sich Rebecca Römpler und Eva Ristau über eine Zuwendung von 300 Euro pro Monat für zwei Semester freuen. Das Deutschlandstipendium wird von der Archäologischen Gesellschaft Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Bereich Ur- und Frühgeschichte vergeben.