Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein

© Archäologisches Landesamt S-H

Ministerpräsident Daniel Günther auf der Ausgrabung in Oldenburg

Besuch des Ministerpräsidenten Daniel GüntherDaniel Günther bei einem spontanen Besuch auf der Ausgrabung Oldenburg LA 265. Die Grabungsleiterin Mirjam Briel erläutert die Befunde. © DB Netz

Der Ausbau der Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung ist ein Vorhaben von internationaler Bedeutung. Bei einer Bereisung der zurzeit laufenden Arbeiten mit Spitzenvertretern der Deutschen Bahn, hat Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther am 25. Mai 2018 auch die Ausgrabung Oldenburg LA 265 besucht. Arrangiert hatte die Visite, an der auch Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt teilnahm, der Projektleiter der Deutschen Bahn, Bernd Homfeldt.

Ziel der Streckenbereisung waren verschiedene von den Planungen und Erdarbeiten betroffene Standorte entlang der Bahntrasse, die als Teil des Genehmigungsverfahrens auch archäologisch durch das ALSH begleitet werden.

Die Archäologin Mirjam Briel, die die Ausgrabungen vor Ort leitet, konnte den Besuchern die aktuellen Ausgrabungsergebnisse aus Vor- und Hauptuntersuchung vermitteln. Mit Interesse folgten die Anwesenden ihren Ausführungen. Frau Briel hob dabei die wissenschaftliche Bedeutung dieses Fundplatzes sowie die aus ihrer besonderen Lage heraus resultierenden Erhaltungsbedingungen hervor. Auf Interesse stießen vor allem die vor Ort noch im Untergrund sichtbaren Befunde und geborgenen Fundobjekte, die Rückschlüsse auf die Lebensbedingungen der vergangenen Jahrtausende zulassen.

Die Grabungsfläche liegt in einer Engstelle zwischen zwei Anhöhen, mitten im sog. „Oldenburger Graben“: Eine durch eiszeitliche Prozesse entstandene Geländeformation, die im Laufe der Jahrtausende vom Tal zu einer Förde, dann zu einer Süßgewässerlandschaft und schließlich zu einem ausgedehnten Niedermoorareal wurde. Durch mächtige Torfpakete sind hier ausgezeichnete Erhaltungsbedingungen vor allem für organisches Fundmaterial gegeben. Die Funde und Befunde dieser Untersuchung stammen aus dem ausgehendem Neolithikum (Jungsteinzeit) und der Älteren Bronzezeit. Zu den besonderen Funden zählen, neben den zwischen 1,70 und 1,90 m langen Pfosten, bearbeitete Flintartefakte, Knochen und Rothirschgeweihe sowie diverse Knochen und Zähne typischer Haustiere (Ziege, Schwein, Rind).