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Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein

© Archäologisches Landesamt S-H

Neue Autobahnschilder werben für das Welterbe Haithabu-Danewerk

Das neue UNESCO-Welterbe Schleswig-Holsteins wird für die Besucher des Landes sichtbarer. Kulturministerin Karin Prien präsentierte am heutigen Montag in der Gemeinde Dannewerk gemeinsam mit Vertretern der Landesmuseen, des Archäologischen Landesamt und des Südschleswigschen Vereins (SSF) ein neues Hinweisschild für die Bundesautobahn 7, das ab jetzt auf Deutsch und Dänisch auf die Welterbestätte Haithabu-Danewerk hinweist.

Kulturministerin Karin Prien präsentierte gemeinsam mit Vertretern der Landesmuseen, des ALSH und des SSF ein neues Hinweisschild für die A7.

„Mit der Gestaltung des neuen Autobahnschildes unterstützen wir das touristische und regionale Interesse: Wir setzen unserem Welterbe an der A7 ein großes Ausrufezeichen für alle, die von Dänemark nach Bayern oder von Füssen nach Ellund fahren,“ erklärte die Ministerin bei der Präsentation des neuen Motives, das sowohl eine stilisierte Wallanlage als auch eine Wikingermünze zeigt, um auf beide Stätten und deren historische Bedeutung und Funktion hinzuweisen. Die beiden Schilder werden an der A7-Anschlussstelle Jagel aufgestellt, jeweils eines pro Fahrtrichtung.

Aufstellung des Autobahnschildes zum UNESCO-Welterbe Haithabu und Danewerk an der A7-Anschlussstelle JagelAufstellung des Autobahnschildes zum UNESCO-Welterbe Haithabu und Danewerk an der A7-Anschlussstelle Jagel © SSF/Martin Ziemer

Der Vorsitzende des SSF, Jon Hardon Hansen, unterstrich, dass das neue Schild auch Ausdruck der guten deutsch-dänischen Zusammenarbeit um das Welterbe ist: „Wir haben sehr gern unser bisheriges Danewerk-Schild mit dem neuen Haithabu-Danewerk-Schild ausgetauscht, denn seit dem letzten Jahr sind beide noch enger verbunden. Uns gibt es nur im Doppelpack.“ Hansen danke der Ministerin für den Landeszuschuss von rund 6.200 Euro, der das Aufstellen der neuen Schilder erst möglich gemacht habe.

Der Leiter des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein, Dr. Ulf Ickerodt, wies darauf hin, dass die Erarbeitung dieses gemeinsamen Schildes eine inhaltliche Herausforderung gewesen ist: „Es war es keine leichte Aufgabe ein Motiv zu finden, das beide Stätten und deren Attribute gleichermaßen deutlich darstellt. Das erarbeitete Motiv, das seinen Weg auf die Schilder gefunden hat, zeigt in stilisierter Form drei wesentliche Besonderheiten dieser Welterbestätte: die Grenz- und Befestigungsfunktion des Danewerkes, dessen Funktion als Verkehrsknoten­punkt und die Bedeutung Haithabus als überregionalem Handelsort der Wikingerzeit, dargestellt durch eine stilisierte Münze.“

Der Geschäftsführer der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen, Guido Wendt, freute sich darüber, dass die Wikingerstätte Haithabu nun auch direkt an der Autobahn beworben wird. „Rechtzeitig vor dem ersten Besucheransturm zu Ostern verdeutlichen die beiden Schilder, wie lohnenswert ein Aufenthalt hinter den Autobahnausfahrten sein wird. Und wenn auch nicht jeder Tourist, der sich auf dem Weg nach Sylt oder Dänemark befindet, sogleich den Blinker rechts setzen kann, so werden sich diese Hinweistafeln mit Sicherheit bei vielen Autofahrern positiv im Gedächtnis verankern.“

Die Aufstellung der beiden Hinweisschilder ist eine von zahlreichen neuen Maßnahmen, die künftig das Welterbe bewerben und vermitteln sollen. Gemeinsam mit der Tourismusagentur Ostseefjord Schlei sind die drei Partner mit einem neuen deutsch-dänischen Marketingkonzept auf der in dieser Woche beginnenden Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin vertreten. Außerdem unterstützt das schleswig-holsteinische Kulturministerium die Präsentation des Welterbes mit rund 200.000 Euro.