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Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein

© Archäologisches Landesamt S-H

Strandsuchgenehmigungen

Für viele Besitzer von Metalldetektoren übersteigt die engagierte Ausübung eines Freizeithobbies nach gesetzlich festgelegten bzw. aus der Rechtsprechung heraus entwickelten Regeln die eigenen zeitlichen Möglichkeiten oder schlichtweg das persönliche Geschichtsinteresse.

Sie suchen meist nur den reizvollen Alltagsausgleich, der sich besonders im Suchen und Entdecken von verlorenen modernen Gegenständen wie Geldmünzen, Schmuck, Mobiltelefonen usw. an den stärker frequentierten Badestränden bietet.

Bewegliche Kulturdenkmale

Auch an Stränden ist prinzipiell mit beweglichen Kulturdenkmalen (Funden) zu rechnen. Hierfür gibt es zahlreiche Belege, sodass auch für die dortige Suche eine Genehmigung nach § 12 (2) Satz 5 (vgl. Gesetzgebung und Rechtssprechung) erforderlich ist. In der Regel sind die Funde jedoch bereits durch erosive Prozesse wie Küstenabbrüche, Brandung etc. auf natürlichem Weg ihres Zusammenhanges beraubt.

Sofern der Einsatz eines Metalldetektors also nur die oberflächennahe Suche im eigentlichen Strandsaum, nicht aber etwa das Aufgraben von Suchlöchern beispielsweise auf Liegewiesen beinhaltet, wird im Ermessen des ALSH  das generelle Risiko, hierbei intakte archäologische Denkmale zu beeinträchtigen oder zu zerstören, als äußerst gering eingeschätzt.

Formlose Genehmigung

Im Regelfall kann daher auf formlosen und in Schriftform (auch Email) gestellten Antrag sehr kurzfristig eine sogenannte Strandsuchgenehmigung pauschal für alle ausgewiesenen Badestrände an Nord- und Ostsee sowie an den Binnenseen mit Ausnahme des Stadtgebietes der Hansestadt Lübeck erteilt und zugestellt werden. Die Genehmigung dient im Falle einer Überprüfung durch Ordnungsbehörden dem Nachweis der denkmalrechtlichen Unbedenklichkeit der Suche und beugt damit der Begehung einer Straftat gemäß § 19 DSchG vor.

Die generelle Fundmeldepflicht nach § 15 DSchG bleibt unberührt. Entscheidungen und Eintragungen nach diesem Gesetz sind gebührenfrei (§ 22 DSchG).

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