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Das Mahnmal des Gehenkten

© Ahlers

Vor dem Gebäude ist das Mahnmal "Der Gehenkte" von Professor Waldemar Otto aus Worpswede errichtet, das den Opfern der Willkürjustiz während der NS-Diktatur gewidmet ist.

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10 Jahre Mahnmal für die Opfer der NS-Justiz - Sind wir gegen eine Wiederholung gefeit?

Ein Beitrag von Prof. Dr. Heribert Ostendorf, Generalstaatsanwalt a.D., Kiel

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Zur Geschichte des Gebäudes

Das in den Jahren 1875 bis 1878 für die damalige preußische Regierung und den preußischen Oberpräsidenten errichtete Gebäude wird seit 1948 vom Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht genutzt. Es liegt in Schleswig in der Gottorfstraße 2, unmittelbar gegenüber Schloss Gottorf. Im Volksmund heißt das Gerichtsgebäude wegen seines wuchtigen Aussehens "Roter Elefant"

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Der rote Elefant

Ein Beitrag von Diplom-Ingenieur Karlheinz Schlüter, Landesbauamt Schleswig

Der Bau des ehemaligen Regierungs- und Ober-Präsidial-Dienstgebäudes an der Gottorfstraße in Schleswig - bekannt im ganzen Lande als Roter Elefant - begann im März 1876.

Das Gebäude musste sich im Laufe des vergangenen Jahrhunderts manche Kritik gefallen lassen. Wegen seiner Ausmaße, seiner Gestaltung und seiner reichen Ausstattung häufig geschmäht, verspöttelt, schließlich geduldet und auch manchmal gelobt, hat es die sogenannten "herrlichen Zeiten", danach Kriegs- und Nachkriegszeiten einigermaßen unbeschadet überstanden.

Die Veranlassung zum Bau und Entwurf

Nachdem die Herzogtümer Schleswig, Holstein und später Lauenburg preußische Provinz geworden waren, wurde die Stadt Schleswig durch allerhöchsten Erlass vom 20. Juni 1868 zum Sitz des Oberpräsidenten und des Regierungspräsidenten bestimmt. Der Unterbringung dienten anfangs Provisorien, Räume im Schloß Gottorf und im Prinzenpalais (Schleswig-Holsteinisches Landesarchiv, Abteilung 309, Nummern 23667, 23660, 23716, 23813, 23739, 23680, 23848, 23670, 23817, in chronologischer Reihenfolge).

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Die Baudurchführung

Das Datum für die Grundsteinlegung wurde - obwohl die Bauarbeiten längst begonnen hatten - mit Bedacht gewählt: Es war der 22. März 1876. Dieses Datum ist in der Sandstein-Plinthe am Sockel der Nordseite des Mittelrisaliten ablesbar. An diesem Tage wurde Wilhelm I. 79 Jahre alt. In großem festlichen Rahmen wurde gefeiert: Am Vorabend Fackelzug und großer Zapfenstreich, am Tage des großen Ereignisses Reveille (militärisches Wecken), Festgottesdienst im Dom, Parade vor Schloß Gottorf, abends Tanzbelustigungen in der illuminierten Stadt Schleswig. Es war ja "Kaisers Geburtstag".

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