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Amtsgericht Norderstedt -
Familiengericht

Staatskanzlei

Amtsgericht Norderstedt -
Familiengericht

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Die Serviceeinheit des Familiengerichts

Die Serviceeinheiten des Familiengerichts sind für die Verwaltung der Akten zuständig.

 

Hierzu gehört unter anderem

-       die Führung der Akten,

-       das fristgerechte Vorlegen der Akten,

-       die Zuordnung der eingehenden Schriftstücke zu den jeweiligen Verfahren,

-       das Fertigen sämtlicher vom Richter oder Rechtspfleger verfügten Schreiben,

-       das Herstellen der Ausfertigungen der Beschlüsse und Urteile und die Feststellung der Rechtskraft der Beschlüsse und Urteile.

Allerdings dürfen weder die Servicekräfte noch Rechtspfleger oder Richter Rechtsberatung leisten.
...

Die Tätigkeit des Familienrichters

Ein ganz wesentlicher Teil der Tätigkeit des Familienrichters betrifft die Ehescheidungen.

Der Richter hört im Regelfall beide Eheleute im Scheidungsverfahren persönlich an. Er soll in jeder Phase des Verfahrens auf eine gütliche Regelung hin- und übereilten Scheidungsanträgen entgegenwirken.

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Aufgaben des Rechtspflegers

Benötige ich einen Anwalt?

Anwaltszwang besteht in Scheidungsverfahren. Mindestens einer, nicht aber beide Ehepartner, muss anwaltlich vertreten sein. Der Ehepartner, der der Ehescheidung zustimmt und selbst keine Anträge stellen will, ist nicht verpflichtet, einen Rechtsanwalt zu beauftragen. Darüber hinaus besteht Anwaltszwang in selbständigen Familienstreitsachen, z.B. Unterhalts- und Güterrechtsverfahren. In Verfahren, die die Regelung der elterlichen Sorge oder den Umgang mit Kindern betreffen, ist eine anwaltliche Vertretung demgegenüber nicht vorgeschrieben, sofern das Verfahren unabhängig von der Scheidung geführt wird.

Aber: Nur Rechtsanwälte dürfen auch rechtsberatend tätig werden; das Familiengericht darf keinen Rechtsrat erteilen.

Wie lange dauern die Verfahren?

Die Verfahrensdauer vor den Familiengerichten hängt natürlich von der Schwierigkeit und dem Umfang des jeweiligen Einzelfalls ab.

Wann bin ich endlich geschieden?

Gerade in Scheidungsverfahren kommt es hierbei oft ganz wesentlich auf die Mitarbeit der Ehegatten an. Wenn sie die gerichtlichen Anfragen schnell und vollständig beantworten, die für den Versorgungsausgleich notwendigen Fragebögen sorgfältig und vollständig ausfüllen und auch den Versorgungsträgern auf deren Nachfrage evtl. fehlende Informationen geben und angeforderte Unterlagen zur Verfügung stellen, kann günstigstenfalls innerhalb eines halben Jahres ab Antragstellung die Ehe geschieden werden. Noch schnellere Scheidungen sind möglich, wenn der Versorgungsausgleich wirksam ausgeschlossen wird. Ein wirksamer Verzicht auf die Durchführung des Versorgungsausgleichs ist allerdings nur dann möglich, wenn beide Ehegatten im Termin zur mündlichen Verhandlung anwaltlich vertreten sind oder wenn eine entsprechende Vereinbarung notariell beurkundet wird.

Wie lange muss mein Kind mit einer streitigen Situation klarkommen?

In Kindschaftssachen (z.B. Umgang und elterliche Sorge) wird in der Regel vorausgesetzt, dass die Eltern sich schon beim Jugendamt haben beraten lassen. Dass Gericht bestimmt sehr kurzfristig (meist innerhalb von vier Wochen) einen Anhörungstermin. Ziel ist eine gütliche Einigung der Eltern und damit die Herstellung von Klarheit für das Kind. Auch hier hängt der Erfolg ganz wesentlich von der Mitwirkung der Eltern ab.  Für den Fall, dass eine schnelle Einigung nicht gelingt, ist minimales Ziel des ersten Termins die einvernehmliche Regelung der Situation des Kindes wenigstens für die Dauer des weiteren Gerichtsverfahrens und die Strukturierung des Verfahrens. Wie lange dieses dann dauern wird, kann nicht generell gesagt werden, weil die Fälle zu unterschiedlich sind.

Mit wem habe ich es neben dem Familienrichter noch zu tun?

Mitwirkende des Verfahrens sind neben den Beteiligten des Rechtsstreits noch das Jugendamt (wenn es um Kinder geht) sowie im Scheidungsverfahren die Träger der Altersversorgung (Dt. Rentenversicherer, Beamtenversorgung, Träger einer Zusatzversorgung usw.). Kinder sind in Kindschaftssachen ebenfalls mit eigenen Rechten am Verfahren beteiligt. Ihnen kann durch das Gericht ein eigener Interessenvertreter (Verfahrensbeistand) bestellt werden. Soweit erforderlich setzt das Gericht Sachverständige ein.



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