Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Amtsgericht Lübeck

© Socha / AG Lübeck

Nachlassgericht Lübeck

Anschrift: Am Burgfeld 7, 23568 Lübeck

Telefonzentrale: +49 451-371-0

Fax Nr.: +49 451 371-1523

Telefonische Erreichbarkeit der Serviceeinheiten

Das Nachlassgericht ist am Montag; Dienstag, Donnerstag und Freitag in der Zeit von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 15.30 Uhr telefonisch erreichbar.

Über die Vermittlung+49 451/371-0 oder über die Rufnummer +49 451/371-1421 werden Sie mit der zuständigen Geschäftsstelle verbunden.

Am Mittwoch finden in der Nachlassabteilung keine Sprechzeiten statt. Die Nachlassabteilung ist mittwochs auch telefonisch nicht zu erreichen.

Anträge und Erklärungen gegenüber dem Nachlassgericht werden nur nach vorheriger Terminvereinbarung aufgenommen. Für Eilfälle gelten Ausnahmen.

Die Termine finden nach Vereinbarung statt. 

alle öffnen

Nachlassgericht - Zuständigkeit

Das Nachlassgericht regelt die rechtlichen Angelegenheiten nach dem Tod eines Menschen.

Dies sind insbesondere

  • die Verwahrung, Eröffnung und Rückgabe von Testamenten und Erbverträgen,
  • die Ernennung und Entlassung eines Testamentsvollstreckers,
  • die Erteilung von Erbscheinen,
  • die Entgegennahme von Erbausschlagungserklärungen,
  • die Bestellung eines Nachlasspflegers,
  • sowie weitere im Gesetz geregelte Aufgaben.

Das Nachlassgericht ist jedoch insbesondere nicht zuständig für Erbauseinandersetzungen unter mehreren Miterben, die Abwicklung des Nachlasses und die Ermittlung der Zusammensetzung des Nachlasses.

Das Amtsgericht Lübeck ist unter anderem zuständig, wenn der letzte gewöhnliche Aufenthalt des Verstorbenen im Bezirk des Amtsgerichts lag.

Bitte beachten Sie, dass das Nachlassgericht kraft Gesetzes nicht berechtigt ist, Rechtsberatung zu erteilen.

Soweit Sie Rat und Hilfe in rechtlichen Angelegenheiten wünschen, konsultieren Sie bitte einen Rechtsanwalt, Notar oder Personen/Vereine, denen die Erlaubnis zur Rechtsberatung erteilt worden ist.

Anträge und Erklärungen

Um eine möglichst schnelle Bearbeitung Ihrer Angelegenheiten gewährleisten zu können, ist das Nachlassgericht auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Sie haben die Möglichkeit die untenstehenden Formulare auszudrucken und ausgefüllt mit den weiteren erforderlichen Unterlagen per Post oder per Fax (0451/371 -1523) beim Nachlassgericht einzureichen. Das Nachlassgericht wird sich dann telefonisch oder schriftlich mit Ihnen zur Terminvergabe in Verbindung setzen.

Anträge und Erklärungen gegenüber dem Nachlassgericht werden nach vorheriger Terminvereinbarung aufgenommen.

Bitte bringen Sie in jedem Fall ein gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass) mit, da Anträge und Erklärungen andernfalls nicht aufgenommen werden können!

Testament und Eröffnung

Sie sind im Besitz eines Testaments und müssen einen Antrag auf Testamentseröffnung stellen?

Jeder, der nach dem Tod des Testators in Besitz einer Verfügung von Todes wegen des Erblassers ist, ist gesetzlich verpflichtet, diese im Original beim Nachlassgericht zwecks Eröffnung abzuliefern. Die Nichtablieferung stellt einen Straftatbestand dar.

Bitte füllen Sie den 

Eröffnungsantrag

aus und reichen diesen zusammen mit dem Testament im Original und mit einer Sterbeurkunde im Original oder in beglaubigter Kopie beim Nachlassgericht ein.

Sie benötigen einen Erbschein?

Sofern Sie aufgrund eines Testaments Erbe sind, muss das Testament zunächst eröffnet werden. Lesen Sie dazu bitte zunächst den Abschnitt zur Testamentseröffnung. 

Sofern Sie nicht aufgrund eines Testaments sondern aufgrund der Verwandtschaft Erbe sind, füllen Sie bitte das 

Formular Erbscheinsantrag

aus und reichen es mit den erforderlichen Urkunden im Original oder in beglaubigter Kopie beim Nachlassgericht ein. Bei testamentarischer Erbfolge müssen die in vorstehendem Formular aufgeführten Urkunden in der Regel nicht vorgelegt werden.

Das Nachlassgericht vergibt daraufhin einen Termin, an dem die Beurkundung stattfinden wird. 

Erbscheinsanträge können auch bei jedem Notar beurkundet werden.

Sie möchten ein Erbe ausschlagen/nicht annehmen?

Wollen Sie nicht Erbe sein, müssen Sie die Erbschaft ausschlagen.

Sie müssen dazu selbstständig tätig werden, da grundsätzlich keine vorherige Information durch das Amtsgericht an die zuerst berufenen Erben erfolgt. 

Die Ausschlagung kann nur innerhalb einer Frist von 6 Wochen erfolgen. Die Frist beginnt mit Kenntnis vom Anfall der Erbschaft (bei gesetzlicher Erbfolge Kenntnis vom Tod des Erblassers bzw. Kenntnis von der Ausschlagung der vorgehenden Erben). Bei testamentarischer Erbfolge beginnt die Frist nicht vor Eröffnung der Verfügung von Todes wegen (Testament oder Erbvertrag).

Die Ausschlagungsfrist beträgt 6 Monate, wenn der Erblasser seinen letzten Wohnsitz nur im Ausland gehabt hat oder wenn sich der Erbe bei dem Beginn der Frist im Ausland aufhält. 

Bei Minderjährigen oder Geschäftsunfähigen (Betreuten) hat der gesetzliche Vertreter die Ausschlagung zu erklären, z.B. Eltern, Vormund, Betreuer. Bei gemeinsamem Sorgerecht haben beide Elternteile die Ausschlagung zu erklären.

Bitte füllen Sie das 

Erbausschlagung

aus und reichen es beim Nachlassgericht ein. Bitte beachten Sie jedoch in jedem Fall den Lauf der Ausschlagungsfrist. Bei demnächst ablaufender Ausschlagungsfrist, sollten Sie sich direkt mit dem Nachlassgericht in Verbindung setzen.

Achtung: Das Formular stellt keine wirksame Ausschlagungserklärung dar. 

Das Nachlassgericht vergibt zeitnah einen Termin, an dem die Beurkundung stattfinden wird. 

Erbausschlagungen können auch bei jedem Notar beglaubigt werden. Für die Einhaltung der Frist bleibt der Eingang beim Nachlassgericht entscheidend.

Testamentsverwahrung