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Amtsgericht Kiel

© AGKiel

Zivilabteilung

Besucher- und Postanschrift: Deliusstraße 22 in 24114 Kiel, 3. Obergeschoss

Telefon: +49 431 – 604 – 0 (der zuständige Mitarbeiter wird über das Aktenzeichen ermittelt, so dass Sie, falls Ihnen ein Gerichtsaktenzeichen bekannt ist, dieses bereithalten sollten)

Telefax: +49 431 – 604 – 2803

Sprechzeiten:  

Montag, Dienstag, Freitag:09:00 – 12:00 Uhr
Donnerstag: 09:00 – 12:00 und 13:00 – 15:30 Uhr
Mittwoch: keine Sprechzeiten

Die Zivilabteilung des Amtsgerichts Kiel ist untergliedert in nummerierte Abteilungen (dies sind auch die ersten drei Ziffern des Aktenzeichens: 106 – 122), die von Richterinnen und Richtern bearbeitet werden.

Die Zivilrichter des Amtsgerichts Kiel sind zuständig für alle bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten, deren Gegenstand einen Wert von 5000 € nicht überschreitet. Bürgerliche Rechtsstreitigkeiten betreffen insbesondere Ansprüche aus privatrechtlichen Verträgen (zum Beispiel: Miete-, Werk-, Kauf- oder Pachtvertrag) und Ansprüche wegen der Verletzung privater Rechte (Herausgabe von Eigentum und Besitz, Schadensersatz für Sachbeschädigung, Ehrverletzung oder Körperverletzung).

Das Amtsgericht ist unabhängig vom Wert des Streitgegenstands zuständig für Streitigkeiten aus Mietverhältnissen für Wohnraum sowie Wohnungseigentumssachen.

Die örtliche Zuständigkeit des Amtsgerichts Kiel umfasst den Amtsgerichtsbezirk Kiel. (Link)

In einigen Verfahren aus dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes, dem Nachbarrecht und wegen Verletzung der persönlichen Ehre muss vor Klageerhebung vor dem Amtsgericht eine außergerichtliche Streitschlichtung durchgeführt werden. (Link)

Die Zuteilung der Verfahren zu den einzelnen Abteilungen erfolgt über ein Turnusverfahren. Das bedeutet, dass neue Klagen über einen festgelegten Verteilungsschlüssel auf die einzelnen Abteilungen der Richter/innen aufgeteilt werden. Den jeweiligen Abteilungen sind ein Richter, ein Rechtspfleger und eine Geschäftsstelle zugeordnet, die für die Bearbeitung der Sache zuständig sind. Richter und Rechtspfleger haben die Aufgabe, die anfallenden Sachentscheidungen und leitenden Maßnahmen zu treffen. Die Mitarbeiter der Geschäftsstelle sind für den organisatorischen Ablauf verantwortlich, wie zum Beispiel die Ladung der Parteien und Zeugen zu den Terminen. Sollten Sie Fragen zu einem Verfahren haben, ist ihr erster Ansprechpartner der oder die Mitarbeiter/in der Geschäftsstelle.

Rechtsanwalt / Rechtsanwältinnen

Es besteht für den Zivilprozess vor dem Amtsgericht keine Verpflichtung, sich einer Rechtsanwältin oder eines Rechtsanwaltes zu bedienen. Vielfach werden allerdings auch ohne eine entsprechende Verpflichtung Rechtsanwälte bei Verfahren vor dem Amtsgericht eingeschaltet, weil deren fachliche Qualifikation angesichts oft komplizierter tatsächlicher und rechtlicher Fragen eine wichtige Hilfestellung bieten kann.

Es darf beim Amtsgericht jeder zugelassene Rechtsanwältin und jeder zugelassene Rechtsanwalt auftreten. Auskünfte erteilt die

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer

Gottorfstraße 13

24837 Schleswig

Telefon: +49 - 4621 - 93910

 

Kosten eines Rechtsstreits

Die Kosten des Rechtsstreits setzen sich zusammen aus den Gerichtskosten (Gebühren des Gerichts, Kosten für Zeugen und Sachverständige) und den außergerichtlichen Kosten (zu nennen sind hier Anwaltskosten und Fahrkosten). Wer diese Kosten trägt wird nach dem Abschluss des Verfahrens durch das Gericht bestimmt. Die Kostenentscheidung des Gerichts berücksichtigt bei der Verteilung der Kosten in der Regel den Ausgang des Rechtsstreites.

Zu Beginn des Verfahrens muss der Kläger die Gerichtsgebühren verauslagen. Eine Klage wird erst zugestellt, wenn die Gerichtskosten eingezahlt sind. Hierzu werden Sie nach Eingang der Klage durch das Gericht aufgefordert, einen Vorschuss zu zahlen. Sollten Sie nicht in der Lage sein die Kosten der Prozessführung aufzubringen, besteht für Sie die Möglichkeit, Prozesskostenhilfe zu beantragen und eine Kostenfreiheit von den Gerichtskosten zu erlangen. (Link)

Mahnverfahren

Eine andere, häufig schnellere und einfachere Möglichkeit, zur Durchsetzung von Geldforderungen bietet das gerichtliche Mahnverfahren. Im Mahnverfahren wird ein Mahnbescheid erlassen, der Grundlage für einen Vollstreckungsbescheid und damit einen Vollstreckungstitel bilden kann. Wird gegen den Mahnbescheid Widerspruch oder gegen den Vollstreckungsbescheid Einspruch eingelegt, kann das Mahnverfahren in einem normalen Klageverfahren vor dem Zivilgericht münden.

Seit dem 01.11.2006 gibt es in Schleswig-Holstein ein zentrales Mahngericht in Schleswig, das landesweit für sämtliche Mahnverfahren in Schleswig Holstein zuständig ist. (Link)

Häufig gestellte Fragen