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Bearbeitungsgebiet Baltic-Schwentine (26)

Staatskanzlei

Bearbeitungsgebiet Baltic-Schwentine (26)

1. Bearbeitungsgebietsverband

Gewässerbewirtschaftungsverband Baltic-Schwentine

Vorsteher:
Herr Dr. Norbert Langfeld

2. Geschäftsstelle

Wasser- und Bodenverband Ostholstein

Herr André Stoffer
Oberonstr. 1
23701 Eutin

Tel.: 04521/70690-27
Fax: 04521/70690-20
Email: a.stoffer@wbv-oh.de

3. Karte des Bearbeitungsgebietes

Bearbeitungsgebiet Nr. 26 (PDF 4MB, Datei ist nicht barrierefrei)

4. Kurzbeschreibung

Das Bearbeitungsgebiet ist geprägt durch das Hauptfließgewässer Schwentine. Hierbei gilt es zu unterscheiden zwischen der Bungsberg-Schwentine und der Alten Schwentine.

Das Hauptgewässer ist hierbei die Bungsberg-Schwentine. Sie entspringt am Bungsberg, mit 168 m die höchste Erhebung in S-H, bei Kirchnüchel/OH. Sie durchfließt das Östliche Hügelland von Osten nach Westen und mündet in die Kieler Förde. Dabei überwindet sie auf ca. 70 km Länge einen Höhenunterschied von 110 m. Seit 2004 sind im Zuge der Umsetzung der WRRL 7 große Staubauwerke durchgängig gestaltet worden, so dass die Bungsberg-Schwentine nun auf 57 km von der Kieler Förde bis hinauf nach Kasseedorf/OH für aquatische Lebewesen durchgängig passierbar ist.

Die Alte Schwentine entspringt nahe Bornhöved/SE und verläuft von dort gen Norden und mündet bei Preetz in die Bungsberg-Schwentine ein. Hierbei ist jüngst die Stauanlage Klosterwehr Preetz durchgängig gestaltet worden. Die letzten beiden nicht durchgängigen Staubauwerke in der Alten Schwentine befinden sich an der Perdöler Mühle sowie an der Depenauer Mühle. An der Depenauer Mühle finden derzeit intensive Abstimmungen zur Herstellung der Gewässerdurchgängigkeit statt.

Das Bearbeitungsgebiet ist mit dem Einzugsgebiet der beiden Schwentineverläufe weitgehend identisch. Politisch erstreckt es sich in die Kreise Plön, Ostholstein und Segeberg sowie über einen Teil der Stadt Kiel. Die Gesamtgröße des Bearbeitungsgebietes Schwentine beträgt ca. 726 km2 und setzt sich auf die Mitgliedsverbände bezogen wie folgt zusammen:

Gewässerunterhaltungsverband Schwentinegebiet im Kreis Plön39.493 ha
Wasser- und Bodenverband SCHWENTINE18.430 ha
Gewässerpflegeverband Tensfelder Au – Schmalensee10.374 ha
Wasser- und Bodenverband Pöner See1.867 ha
Wasser- und Bodenverband Kleinflintbek185 ha
Stadt Kiel (Teilgebiet)ca. 1.740 ha
Wasser- und Bodenverband Moorsee114 ha
Gesamt72.203 ha

Die Fließgewässerstrecke aller Mitgliedsverbände beträgt ca. 885 km. Neben der Bungsberg- und der Alten Schwentine zählen dazu u.a. folgende größere Fließgewässer: Malenter/Sieversdorfer Au, Schmarkau, Spolsau, Passau, , Honigau, Nettelau, Schlüsbek, Tensfelder Au, Schlüsbek/Wellsau/Neuwührener Au.

Das Landschaftsbild des Bearbeitungsgebietes ist durch zahlreiche Seen einzigartig geprägt. Es befinden sich im Bearbeitungsgebiet nach WRRL 22 berichtspflichtige SeenNach WRRL sind nur solche Seen berichtspflichtig, die größer als 50 ha sind. Dies sind 22 Seen, darunter der Große und Kleine Plöner See, Kellersee, Dieksee, Großer Eutiner See, Behler See, Postsee, Stocksee, , Seedorfer See, Schluensee, Schöhsee und Suhrer See.

Im Einzugsgebiet der Schwentine ist der Naturraum des Östlichen Hügellandes vorherrschend. Für das Grundwasser ist damit eine überwiegend gute Schutzfunktion durch die Geschiebemergel-Deckschichten gegeben. Der gute mengenmäßige sowie chemische Zustand des Grundwassers ist daher im Bearbeitungsgebiet nicht gefährdet.

5. Bearbeitungsgebiets-Arbeitsgruppe

Die Arbeitsgruppe setzt sich zusammen aus je einem Vertreter oder einer Vertreterin verschiedener Verbände und Behörden zusammen. Hinzu kommt ein Betreuer der Flussgebietseinheit (FGE) Schlei/Travedes LKN und ein Geschäftsführer der Arbeitsgruppe, die beide nicht stimmberechtigt sind.

Die Arbeitsgruppe tagt etwa einmal im Monat und wird über die laufenden Umsetzungsschritte des Ministeriums und der Wasser- und Bodenverbände informiert. Sie berät vorrangig Vorschläge der Wasser- und Bodenverbände zur Regeneration der Gewässer und gibt ihr Votum über die Eignung der Maßnahmen zum Erreichen der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie und deren Realisierbarkeit ab.

Weitere Themen sind u.a.:

  • der Abschluss der Bestandsaufnahme,
  • die wirtschaftliche Analyse,
  • der Abschluss der Digitalisierung der Anlagenverzeichnisse,
  • die Referenzgewässer,
  • die Einstufung der erheblich veränderten Gewässer
  • die Entwicklung eines Monitoringprogramms zur Ermittlung der Ursachen für Defizite gegenüber den Zielen der WRRL

Mitglieder der Arbeitsgruppe

Dr. Norbert LangfeldtGBV Baltic-Schwentine (Leiter der AG
Detlef SeeligKreis Plön, Untere Wasserbehörde
O. DeutnerWasserversorger (Stadtwerke Kiel)
N.N.Gemeinden
Carsten PuschLandesnaturschutzverband
Eckhard KuberskiVertreter LKN - FGE Schlei/Trave
Joachim SchmidtBauernverband
Carsten PuschNaturschutzbund Landesverband S-H
Sabine SchwartenLandesverband Angler u. Fischer e.V.
Dr. Klaus ThomsIHK Schleswig-Holstein
André StofferGeschäftsführung, WBV Ostholstein

6. Projekte zur Renaturierung der Fließgewässer und der Reduzierung der Nährstoffeinträge im Bearbeitungsgebiet

Bereits abgeschlossen:

  • Großräumige Flächensicherungen und naturnahe Gestaltungsmaßnahmen im Gewässersystem Malenter Au/Sieversdorfer Au
  • Herstellung der Gewässerdurchgängigkeit in der Schwentine von der Kieler Förde bis Eutin auf fast 60 km durch Beseitigung von 7 großen Stauanlagen
  • Errichtung einer Sohlgleite am Klosterwehr/Preetz in der Mühlenau/Alten Schwentine
  • Herstellung Gewässerdurchgängigkeit und naturnahe Gestaltungsmaßnahmen am Schlüsbek/Wellsau-Gewässersystem
  • Naturnahe Umgestaltung der Tensfelder Au/Schlamersdorder Moorgraben

In Bearbeitung:

  • Wiedervernässung von Flächen in der Schmarkau-Niederung
  • Nährstofffalle Rugenbargsteich beim Stendorfer See
  • Fortführung der Gewässergestaltungsmaßnahmen am Schlüsbek/Wellsau-Gewässersystem
  • Herstellung Gewässerdurchgängigkeit an der Depenauer Mühle in der Alten Schwentine

Geplant:

  • Einstellung des Schöpfwerksbetriebes Alter Moorsee
  • Entwicklungsmaßnahmen an der Nettelau, Spolsau-Passau und Honigau
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