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Bearbeitungsgebiet Probstei (27)

Staatskanzlei

Bearbeitungsgebiet Probstei (27)

1. Bearbeitungsgebietsverband

Gewässerbewirtschaftungsverband Baltic-Probstei

Vorsteher:
Herr Hans-Peter Muhs

2. Geschäftsstelle

Wasser- und Bodenverband OSTHOLSTEIN

Herr André Stoffer
Oberonstr. 1
23701 Eutin

Tel.: 04521/70690-27
Fax: 04521/70690-20
Email: a.stoffer@wbv-oh.de

3. Karte des Bearbeitungsgebietes

Bearbeitungsgebiet Nr. 27 (PDF 171KB, Datei ist nicht barrierefrei)

4. Kurzbeschreibung

Politisch erstreckt sich das Bearbeitungsgebiet Baltic-Probstei in die Kreise Plön, und Ostholstein sowie über einen Teil der Stadt Kiel bis nördlich der Holtenauer Kanalschleuse. Die Gesamtgröße des Bearbeitungsgebietes beträgt ca. 57.773 ha und setzt sich wie folgt zusammen:

GUV Kossau17.195 ha
DEV Probstei2.076 ha
GUV Mühlenau Futterkamp5.874 ha
GUV Selenter See17.843 ha
GUV Schönberger Au8.353 ha
DEV WaterneversdorfAusbauverband; Fläche in GUV Kossau enthalten
WBV Oldenburg (Teilfläche)ca. 2.800  ha
Amt Schrevenborn1.632 ha
Stadt Kiel (Teilfläche)ca. 2.000  ha
insgesamt:ca. 57.773 ha

Über 95% der Fläche des Bearbeitungsgebietes sind in dem Gewässerbewirtschaftungsverband (GBV) Baltic-Probstei zusammengefasst.

Das Einzugsgebiet des Bearbeitungsgebiets Baltic-Probstei liegt im Naturraum Östliches Hügelland und entwässert über eine Anzahl kleinerer Fließgewässer in die Ostsee. Das bedeutendste unter Ihnen ist mit einer EZG-Größe von 146 km² die Kossau, welche auf einem Fließweg von 38 km ca. 35 m Höhenunterschied überwindet und in den Großen Binnensee bei Hohwacht mündet. Weitere bedeutende Bäche sind u.a. die Mühlenau/Schmiedenau, die Hohenfelder Mühlenau, die Schönberger Au und die Hagener Au. Es handelt sich zum überwiegenden Teil um kiesgeprägte Bäche.

Mit einer Fläche von 22,34 km² ist der Selenter See, einer der großen Schleswig-Holsteinischen Seen, im Bearbeitungsgebiet vertreten. Er ist einer von landesweit vier Seen, die nicht gefährdet sind, die Qualitätsziele der EU-WRRL zu erreichen. Oberhalb des 0,5 km²-Kriteriums liegen außerdem der Dobersdorfer See, der Passader See, der Tresdorfer See sowie der Große- und der Sehlendorfer Binnensee. Die beiden letzteren nehmen aufgrund ihrer Entstehung als Strandseen eine Sonderstellung ein, da sie (bedingt) unter Ostseeeinfluss stehen.

Die eiszeitlichen Geschiebemergel, welche als Deckschichten wirken, haben für das Grundwasser im Bearbeitungsgebiet Baltic-Probstei überwiegend eine günstige Schutzfunktion.

5. Bearbeitungsgebiets-Arbeitsgruppe

Die Arbeitsgruppe setzt sich aus je einem Vertreter oder einer Vertreterin verschiedener Verbände und Behörden zusammen. Hinzu kommt ein Betreuer der Arbeitsgruppe aus dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH) und ein Geschäftsführer der Arbeitsgruppe, die beide nicht stimmberechtigt sind.

Die Arbeitsgruppe tagt je nach Bedarf mehrmals im Jahr und wird über die laufenden Umsetzungsschritte des LKN.SH und der Wasser- und Bodenverbände informiert. Sie berät vorrangig Vorschläge der Wasser- und Bodenverbände zur Renaturierung der Gewässer und gibt ihr Votum über die Eignung der Maßnahmen zum Erreichen der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie und deren Realisierbarkeit ab.

Weitere Themen sind u.a.:

  • Umsetzung der Hochwasserrahmenrichtlinie (WRRL)
  • Umsetzung der im 2. Bewirtschaftungszeitraum (2016 – 2021) festgelegten WRRL-Maßnahmen
  • Fortlaufende Bearbeitung der Maßnahmenbank
  • Ermittlung der Zielerreichung (Gutes ökologisches Potential bzw. Guter ökologischer Zustand)

Mitglieder der Arbeitsgruppe

Hans-Peter MuhsGBV Baltic-Probstei (Leiter der AG)
Manfred KrumbeckGemeinden
Heinz LampBauernverband
N.N.Landesnaturschutzverband
Carsten PuschNaturschutzbund Schleswig-Holstein
Olaf MargrafVerband der Binnenfischer und Teichwirte
Ralf BosseLandrat des Kreises Plön, Wasserbehörde
Björn RungeLKN.SH (Vertretung)
Guido ScheringLKN.SH
André StofferGeschäftsführung, WBV Ostholstein

6. Projekte zur Renaturierung der Fließgewässer und der Reduzierung der Nährstoffeinträge im Bearbeitungsgebiet

Bereits abgeschlossen:

  • Umbau Wehranlage Niedermühle und Bau eines Umgehungsgerinnes im Gewässersystem Kossau (ko_10_c) bei Station 7+344
  • Umbau Wehranlage Köhn-Mühlen und Bau eines Umgehungsgerinnes im Gewässersystem Hohenfelder Mühlenau (ko_13) bei Station 6+865
  • Wiederherstellung der Durchgängigkeit und naturnahe Umgestaltung der Kossau im Bereich der Rantzauer Papiermühle (ko_10_b)
  • Bau einer Nährstoffsenke an der Hohenfelder Mühlenau (ko_13) im Bereich Schwartbuck

In Bearbeitung:

  • Aufstellung einer Genehmigungsplanung zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Kossau im Bereich Gut Rantzau (ko_10_a), Station 21+785
  • Aufstellung einer Genehmigungsplanung zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Hagener Au im Bereich der Wehranlage Probsteierhagen (ko_23), Station 8+460
  • Aufstellung einer Genehmigungsplanung zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Salzau im Bereich der Wehranlage Salzauer Mühle (ko_20), Station 7+140
  • Bauliche Umsetzung zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Salzau im Bereich der Fargauer Schleuse (ko_20), Station 9+114
  • Aufstellung einer Genehmigungsplanung zur Deichverlegung und naturnahe Umgestaltung der Mühlenau (ko_02) auf einer Länge von ca. 2 km in Futterkamp
  • Bauliche Umsetzung zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Mühlenau (ko_2) im Bereich Gut Friedrichsleben

Mögliche künftige Projekte:

  • Wiederherstellung der Durchgängigkeit und naturnahe Umgestaltung der Kossau im Bereich Gut Helmstorf (ko_10_c)
  • Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Hagener Au (ko_23) im Bereich der Wehranlage Lutterbek
  • Optimierung der Durchgängigkeit der Kossau (ko_10_d) im Bereich der Schleuse Lippe
  • Naturnahe Umgestaltung der Hagener Au (ko_23) in mehreren Abschnitten
  • Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Mühlenau (ko_2) im Bereich der Nessendorfer Mühle