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Tierheimförderung

Staatskanzlei

Tierheimförderung

Drei kleine Katzen sitzen neben einem Kratzbaum. Tierheim (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Das Land gewährt Zuwendungen zur Unterstützung der Leistungen des ehrenamtlichen Tierschutzes für Tierheime und tierheimähnliche Einrichtungen. © M.Ruff/grafikfoto.de

Das Land gewährt seit Juli 2018 Zuwendungen zur Unterstützung der Leistungen des ehrenamtlichen Tierschutzes für Tierheime und tierheimähnliche Einrichtungen. „Ähnliche Einrichtungen“ im Sinne dieser Richtlinie sind Einrichtungen ehrenamtlich tätiger Vereine zur Unterbringung und Pflege von herrenlosen Tieren oder von Tieren, die vom Besitzer ausgesetzt oder diesem abhandengekommen bzw. weggenommen worden sind.

Die Zuwendungen des Landes dienen der Schaffung und Sicherung einer artgemäßen und tierschutzgerechten Haltung von Fundtieren, herrenlosen und beschlagnahmten Tieren.

Die Aufbewahrung von Fundtieren obliegt nach dem Fundrecht zwar den Kommunen, allerdings kann nicht jede kommunale Ordnungsbehörde ein eigenes Tierheim unterhalten. Daher haben die Tierschutzvereine diese Aufgabe übernommen, wobei sie jedoch nur auf Mitgliedsbeiträge und gelegentliche Spenden zurückgreifen können. Das Land hat ebenfalls ein Interesse an der Einrichtung leistungsfähiger Tierheime und gewährt als Anerkennung und zur Unterstützung dieser Leistungen Finanzhilfen.

Folgende Maßnahmen werden gefördert:

  1. Errichtung und Erweiterung von Tierheimen und ähnlichen Einrichtungen

  2. Neu-, Aus- und Umbau von Gebäuden im Zusammenhang mit 2.1.

  3. Erwerb von Gebäuden im Zusammenhang mit 2.1., soweit diese ausschließlich für den genannten Zweck benötigt werden.

  4. Ausstattung von Tierheimen und ähnlichen Einrichtungen (z.B. Zwinger, Käfige, Geräte)

  5. Andere Maßnahmen zur Erhaltung der Funktionalität von Tierheimen oder ähnlichen Einrichtungen (z.B. Tierarzt- und Quarantäneräume, Sanitätsräume, Räume, die der Verwaltung des Tierheims oder der ähnlichen Einrichtung dienen, Sanitärräume, Heizungs- und Lüftungsanlagen). Dies beinhaltet nicht die laufende Unterhaltung.

  6. Außerdem können bei Vorliegen einer besonderen Begründung gefördert werden: Der Erwerb von Fahrzeugen und deren Zubehör (z.B. Anhänger) zum Transport von Tieren.

Als Zuwendungsempfänger im Sinne dieser Richtlinien kommen nur juristische Personen des privaten Rechts in Betracht, die vorwiegend Belange des Tierschutzes verfolgen und im Besitz einer Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Ziffer 3 Tierschutzgesetz sind.

Die Zuwendung wird im Wege der Projektförderung als Anteilfinanzierung bereitgestellt und als nicht rückzahlbarer Zuschuss bewilligt. Sie darf 75 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben und die Summe von 25.000 Euro pro Maßnahme nicht übersteigen, wobei im laufenden Haushaltsjahr maximal eine Maßnahme pro Zuwendungsempfänger gefördert wird.

Aufgrund des Erfolges in 2018 stehen auch für das Haushaltsjahr 2019 Mittel zur Verfügung. Insgesamt sind 850.000 Euro bereitgestellt, gesplittet in Zuwendungen für den Betrieb der Tierheime (200.000 Euro), Zuschüsse für investive Maßnahmen in Tierheimen (450.000 Euro) sowie (neu) für Zuwendungen für den Betrieb von Wildtierstationen (200.000 Euro).

Anträge bis zum 30. September

Anträge auf Förderung nach der „Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für verschiedene Maßnahmen des Tierschutzes“ können bis zum 30. September des jeweiligen Antragsjahres beim MELUND gestellt werden.

Die getroffene freiwillige Selbstverpflichtung Schleswig-Holsteins zur Unterstützung und Förderung der Tierheime sind Ausdruck der Anerkennung der aufopferungsvollen ehrenamtlichen Arbeit des karitativen Tierschutzes und entlasten die Tierschutzvereine in erheblichem Maße. Die Förderung durch die Kommunen und das Land gewährleistet zusammen mit den weiteren Einnahmen der Vereine – wie Spenden und Mitgliedsbeiträge -, dass die entstehenden Kosten dauerhaft aufgefangen werden können. Die Arbeit der Tierschutzvereine, insbesondere die ehrenamtliche Tätigkeit, wird dadurch auf eine gesicherte finanzielle Grundlage gestellt.

Eine konsequente Tierschutzpolitik ist auch künftig nur mit der Partnerschaft und Unterstützung aller Mitbürgerinnen und Mitbürger und aller gesellschaftlichen Gruppen zu verwirklichen.

Kontakt

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Mercatorstraße 3
24106 Kiel

Anja Hinz
Telefon: 0431/988-7128