Landesportal Schleswig-Holstein

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Duale Karriere im Sport

Staatskanzlei

Duale Karriere im Sport

Talentschulen (Landessportverband)

Für Nachwuchsleistungssportlerinnen und -sportler stellt die notwendige Balance zwischen hohen Trainingsumfängen und schulischen Verpflichtungen zunehmend eine große Herausforderung dar. Formen der Zusammenarbeit zwischen den Systemen Schule und Leistungssport sind daher von immer größerer Bedeutung, um die Entwicklung talentierter Kinder und Jugendlicher in sportlicher und schulischer, zugleich aber auch in sozialer und persönlicher Hinsicht zu gewährleisten.

Der Landessportverband Schleswig-Holstein (LSV) hat eine Initiative "Kooperationsschule Talentförderung im Sport" gestartet. Sie zielt auf Sportlerinnen und Sportler in solchen Sportarten, die nicht den Status einer Schwerpunktsportart haben. Ziel der Initiative ist es, in Abstimmung mit den zuständigen Fachministerien auf der Ebene des Landessportverbandes und seiner Fachverbände Schulen als "Kooperationsschulen Talentförderung im Sport" anzuerkennen und auch entsprechend auszuzeichnen. Dazu müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, die Anforderungen an die schulische Ausbildung mit der Förderung besonderer sportlicher Begabungen zu vereinbaren.

Kooperationsschule Talentförderung im Sport

Partnerschulen des Leistungssports

Sportlich hochbegabte Schülerinnen und Schüler haben seit Beginn des Schuljahrs 2010/2011 die Möglichkeit, an „Partnerschulen des Leistungssports“ ihre sportliche Karriere mit ihren schulischen Pflichten besser in Einklang zu bringen.

Das Innenministerium stellt den „Partnerschulen des Leistungssports“ für Sport- oder medizinische Geräte jeweils jährlich 5.000 Euro zur Verfügung. Das Bildungsministerium stellt diesen Schulen zusätzliche Lehrerstunden zur Verfügung, um die Abstimmung zwischen schulischen und sportlichen Maßnahmen koordinieren zu können.

Schulen können sich um den Titel „Partnerschule des Leistungssport“ beim Bildungsministerium bewerben, wenn festgelegte Kriterien erfüllt werden. Über den Antrag entscheidet ein Gremium, dem Vertreter des Bildungs- und des Innenministeriums, des Landessportverbandes und Olympiastützpunktes angehören. Zugang zu den "Partnerschulen des Leistungssports" haben die talentiertesten Kinder und Jugendlichen. Sie werden von den Sportfachverbänden nach festgelegten Leistungskriterien ausgewählt. Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme an einer "Partnerschule des Leistungssports" trifft die jeweilige Schulleitung.

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Eckwerte für Partnerschulen des Leistungssports des Landes Schleswig-Holsteins (PDF 2MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Profilquote an Universitäten und Fachhochschulen Schleswig-Holsteins

Eine Profilquote im Hochschulzulassungsgesetz (HZG) ermöglicht Spitzensportlern eine bevorzugte Zulassung an Hochschulen und Fachhochschulen des Landes Schleswig-Holstein. Voraussetzung ist die Zugehörigkeit zu einem auf Bundesebene gebildeten A-, B-, C- oder D/C-Kader eines Bundesfachverbandes des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Die Profilquote ist in § 5, Abs. 7 des HZG geregelt. Studienwillige Spitzensportler wenden sich zunächst an ihre jeweilige Laufbahnberatung an den Olympiastützpunkten.

Hochschulzulassungsgesetz

Ausbildungsplätze für Spitzensportlerinnen und –sportler in der Landesverwaltung

Die Landesregierung bietet Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern Ausbildungsplätze in der Landesverwaltung an. Neben der „Profilquote“ und den „Partnerschulen des Leistungssports“ ist das Angebot der Ausbildung in der Landesverwaltung ein weiterer Schritt zur Stärkung der dualen Karriere im Spitzensport in Schleswig-Holstein (Bundes- und Landeskaderstatus).

Besonders gilt dies auch Spitzensportler mit einem Handicap (Paralympics). Die Landesregierung bemüht sich beständig um Förderung von Menschen mit Behinderungen. Spitzensport wird in einer Lebensphase ausgeübt, in dem junge Menschen üblicherweise die Weichen ins Berufsleben stellen. Demgegenüber widmen sich Spitzensportler gerade in dieser Phase ihren persönlichen Leidenschaften und außerordentlichen Befähigungen.

Spitzensportlerinnen und Spitzensportler müssen sich bei Interesse an Ausbildungsplätzen beim Land den normalen Auswahlprozessen stellen, wie alle anderen Bewerber. Eine Bevorzugung aufgrund eines Kaderstatus‘ ist nicht vorgesehen. Jedoch können auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmte Ausbildungspläne individuell erarbeitet werden, die Sportförderung und berufliche Karriere aufeinander beziehen. Die Verlängerung der Ausbildungszeit ist möglich. Nach Beendigung der sportlichen Karriere stehen diesen Kolleginnen und Kollegen vielfältige Entwicklungs- und Aufstiegschancen zur Verfügung.

Ausbildung beim Land

Duale berufliche Karriere in IHK-Berufen

Die Konferenz der Sportminister der Länder (Sportministerkonferenz - SMK) hatte 2008 Gespräche mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) geführt, um auch die freie Wirtschaft dafür zu gewinnen, die duale Karriere für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler zu fördern. Das Land Schleswig-Holstein wurde von der SMK beauftragt, entsprechende Vereinbarungen mit dem DIHK zu erarbeiten. Im Anschluss sollten Gespräche mit weiteren Wirtschaftsverbänden und Kammern folgen.

Schleswig-Holstein hat daraufhin gemeinsam mit dem DIHK und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ein Fachgremium mit Vertretern des DOSB, des DIHK, des Bundesministeriums des Innern, der AG Leistungssport sowie eines Athletenvertreters zusammengeführt. Dieses Fachgremium hat eine Vereinbarung „Duale Karriere in IHK-Berufen“ erarbeitet. Diese Vereinbarung soll als Modell für weitere Vereinbarungen mit anderen Wirtschaftsverbänden und Kammern genutzt werden.

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Gemeinsame Erklärung von Deutschem Olympischen Sportbund, Deutschem Industrie- und Handelskammertag und Sportministerkonferenz zum Thema „Spitzensport und Karriere in IHK-Berufen" (PDF 125KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Auszeichnung Spitzensportfreundlicher Betrieb

Die Partner haben sich darauf verständigt, Kriterien für eine Auszeichnung besonderer Initiativen von Unternehmen zur Förderung der dualen Karriere zu entwickeln. Den ausgezeichneten Unternehmen kommt eine Vorbildfunktion für die gesellschaftliche Verantwortung der Wirtschaft zu. Sie erhalten die Möglichkeit, in die Öffentlichkeitsarbeit der Kooperationspartner einbezogen zu werden. Die Sportreferentenkonferenz unter der Federführung: Schleswig-Holsteins und der DOSB haben entsprechend der Zielsetzung in der gemeinsamen Erklärung Kriterien entwickelt, die für eine jährliche Auszeichnung als „Spitzensportfreundlicher Betrieb“ dienen können.

Ein auszuzeichnender Betrieb soll demnach

  1. eine länderoffene Maßnahme anbieten (offen für Sportlerinnen und Sportler aus
    verschiedenen Bundesländern),
  2. eine Projektlaufzeit von mehr als einer Ausbildungszeit vorsehen,
  3. mindestens fünf Arbeits- oder Ausbildungsplätze vorsehen,
  4. verbindliche Vereinbarungen mit dem Olympiastützpunkt der Region hinsichtlich der Möglichkeiten zur
    Streckung, Teilzeit sowie Freistellung für Trainings- und Wettkampfanforderungen
    abgeschlossen haben und
  5. regelmäßigen Austausch mit den beteiligten Laufbahnberatern und Trainern pflegen.

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Bewerbungsbogen DOSB – Spitzensportfreundlicher Betrieb (PDF 82KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Die erste Auszeichnung "Spitzensportfreundlicher Betrieb" fand im Rahmen der 39. Sportministerkonferenz am 13. November 2015 in Köln statt. Als erste Unternehmen bzw. Institutionen wurden die Bayer AG, das Bildungswerk der Wirtschaft in Berlin und Brandenburg (bbw) und die Commerzbank Marktbereich Süd geehrt.

Pressemitteilung des DOSB

Weitere Informationen über Möglichkeiten und Rahmenbedingungen

Umfangreiche Angaben und Hinweise zu den Angeboten und Chancen der der dualen Leistungssportkarriere im Nachwuchs- und Spitzensport in Deutschland finden sich auf der Internetplattform „Duale Karriere“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) unter www.duale-karriere.de.

Dort sind die Schwerpunktsetzungen der Spitzensportverbände, wie z.B. die Bundesstützpunkte als Basis für die langfristige sportliche Orientierung, ebenso beschrieben wie die wichtigsten Karrierepartner und die entscheidenden Bausteine der Dualen Karriere: die Eliteschulen des Sports, Partnerhochschulen (mit der Beschreibung der Studienmöglichkeiten am Haupttrainingsort), die Partnerunternehmen, die staatlichen Stellen bei Bundeswehr, Bundespolizei, Landespolizei und vieles mehr.

Ansprechpartner:

Kontakt

Referent für Sport
Eckhard Jacobs
Telefon: 0431 988-2727