Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Allgemeine Informationen

Staatskanzlei

Allgemeine Informationen

Was ist häusliche Gewalt?

Unter häuslicher Gewalt versteht man die Gewalt zwischen Beziehungspartnern. Sie ist in allen gesellschaftlichen Schichten verbreitet und hat weitreichende Auswirkungen für die direkt Betroffenen, aber auch für die Kinder, die Gewalt zwischen ihren Eltern miterleben.

Neben den unmittelbaren Verletzungen leiden die Opfer oft auch unter psychischen und psychosomatischen Folgen der Gewalt.

Was ist das KIK-Netzwerk?

KIK ist das Kooperations- und Interventionskonzept bei häuslicher Gewalt, das in Schleswig- Holstein die Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen und Einrichtungen, die mit häuslicher Gewalt befasst sind, sichert.

Dies sind vor allem:

  • die Polizei: Sie ist regelmäßig die erste staatliche Institution, die bei einem Einsatz mit häuslicher Gewalt konfrontiert wird. Sie kann, um weitere Gefahren abzuwehren, eine Wegweisung aus der gemeinsamen Wohnung von bis zu 14 Tagen gegen den Täter aussprechen.

  • die Staatsanwaltschaften: Sie sorgen für eine konsequente strafrechtliche Verfolgung.

  • die Familiengerichte: Die Familiengerichte sind mit den Folgen häuslicher Gewalt befasst, wenn sie über Umgangs- und Besuchsrechte oder Anordnungen nach dem Gewaltschutzgesetz zu entscheiden haben, um dem Täter die Kontaktaufnahme oder das Betreten der bislang gemeinsam genutzten Wohnung zu untersagen.

  • die Frauenfacheinrichtungen: Sie beraten von Gewalt betroffene Frauen.

  • die Frauenhäuser: Sie bieten Frauen Schutz und Unterstützung, wenn sie sich in einer aktuellen Gefährdungssituation befinden und nicht im häuslichen Umfeld bleiben können.

  • Kinder- und Jugendhilfe: Sie unterstützt Kinder, die in ihrem häuslichen Umfeld Partnergewalt miterleben.

  • die Migrationsfachdienste: Sie unterstützen gemeinsam mit den Frauenberatungsstellen Frauen mit Migrationshintergrund, wenn diese häusliche Gewalt erlebt haben.

  • das Gesundheitswesen: Ärzte und Ärztinnen sind häufig die ersten Personen, denen Betroffene von ihrem Gewalterleben berichten. Ihre Aufgabe ist es, der Frau aufzuzeigen, wo sie Unterstützung erhält und die Folgen der Gewalt gerichtsfest zu dokumentieren. Weitere Informationen: Diagnose Gewalt

Wie arbeitet das Kooperations- und Interventionskonzept bei häuslicher Gewalt?

Seit seiner Gründung im Jahr 1990 haben sich in allen Kreisen und kreisfreien Städten lokale Bündnisse gebildet, in denen alle Einrichtungen und Institutionen, die mit häuslicher Gewalt befasst sind, praktische Probleme der Zusammenarbeit erörtern, Verfahrensabläufe abstimmen und Informationen und Erfahrungen austauschen.

Geleitet werden diese Bündnisse von regionalen Koordinatorinnen. Diese sorgen mit der Landeskoordination, die im Gleichstellungsministerium tätig ist, dafür, dass die vereinbarten Maßnahmen umgesetzt und neue Herausforderungen bewältigt werden. Dadurch sollen die Opfer besser geschützt und die Gewaltverursacher zur Verantwortung gezogen werden.


Zum Herunterladen

Weiterführende Links

Häusliche Gewalt: Informationen für Kinder und Jugendliche. Gewalt ist nie OK.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend