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Zurück zum Abitur nach neun Jahren

Staatskanzlei

Zurück zum Abitur nach neun Jahren

Ab dem Schuljahr 2019/20 wird an den schleswig-holsteinischen Gymnasien wieder G9 flächendeckend angeboten.

Die Weichen für eine Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren an Gymnasien sind gestellt: Der schleswig-holsteinische Landtag hat in seiner Sitzung am 14. Dezember 2017 einer entsprechenden Schulgesetz-Änderung zugestimmt. Damit gehört Schleswig-Holstein zu den Ländern, die auf den Wunsch der Eltern reagiert haben und zur längeren Schulzeit am Gymnasium zurückgekehrt sind. Bildungsministerin Karin Prien betonte: " Wir korrigieren damit eine bildungspolitische Entscheidung zu G 8, die kulturell in unserer Gesellschaft nie hinreichend Akzeptanz gefunden hat."

Jetzt können Eltern planen und Schulen die Umstellung planen. Dabei werden sie von der Landesregierung mit zusätzlichen Stellen unterstützt.

Portraitfoto Karin Prien

Wir geben den Schülerinnen und Schülern mit G9 wieder mehr Zeit zum Lernen, zum Vertiefen und auch für Sport, Musizieren und gesellschaftliches Engagement.

Karin Prien

Fahrplan für G9

  • Vorgesehen ist, dass der Bildungsgang am Gymnasium ab dem Schuljahr 2019/20 generell neun Schulleistungsjahre umfasst - die sechs Jahre von Jahrgang 5 bis 10 in der Sekundarstufe I, gefolgt von einer dreijährigen Oberstufe in den Jahrgängen 11 bis 13.

  • Die Gymnasien erhalten einmalig die Gelegenheit, sich für den Verbleib beim bisherigen G8 oder dem Y-Modell (paralleles Angebot von G8 und G9) zu entscheiden. Wollen sie dies, ist dazu eine 75-prozentige Mehrheit der Schulkonferenz notwendig. Fasst die Schulkonferenz keinen Beschluss, wird der neunjährige Bildungsgang regelhaft zum Schuljahr 2019/20 eingeführt - und zwar für den beginnenden 5. Jahrgang und auch für den dann 6. Jahrgang des Gymnasiums. Die im Schuljahr 2019/20 vorhandenen Jahrgangsstufen 7. bis 12. laufen unverändert in ihrem Status als Jahrgänge des achtjährigen Bildungsgangs weiter.

  • Bis spätestens zum 23. Februar 2018 muss - wenn an der Schule gewünscht - dieser verbindliche Beschluss der Schulkonferenz gefasst sein. Denn vom 26. Februar bis zum 7. März 2018 läuft das Anmeldeverfahren für das Schuljahr 2018/19 an den weiterführenden Schulen. Innerhalb dieser Woche melden die Eltern ihre Kinder an. Sie wissen dann bereits, ob das gewünschte Gymnasium ab dem Schuljahr 2019/20 den neunjährigen Bildungsgang (G9) anbieten wird . Führt das Gymnasium G9 ein, werden auch die im Schuljahr 2018/19 eingeschulten Kinder ab dem sechsten Jahrgang G9 durchlaufen.

Mehr Lehrkräfte für Umstellungszeit

Die Landesregierung unterstützt die Schulen im Umstellungsprozess: Alle G8- und Y-Gymnasien erhalten in der Umstellungsphase zusätzliche Stellen. In den Schuljahren 2019/20 und 2020/21 bekommt jede Lehreinrichtung eine halbe Stelle mehr zugesprochen. Das sind 44 Stellen. Für die folgenden Schuljahre bis einschließlich 2026/27 wird pro Schule eine Viertel-Stelle bereitgestellt. Das sind nochmal 22 Stellen extra. Weitere 50 Stellen erhalten die Gymnasien, damit sie in den Jahrgängen 5 bis 7 dauerhaft pro Jahrgang eine Stunde mehr unterrichten und damit ein gutes Ganztagsangebot gewährleisten können.