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Elbe-Lübeck-Kanal

Staatskanzlei

Elbe-Lübeck-Kanal

Der Elbe-Lübeck-Kanal ist eine gut 61 km lange Bundeswasserstraße, die die Elbe bei Lauenburg mit der Trave in Lübeck und damit mit der Ostsee verbindet.

Schiff "Linau" liegt in einer Schleusenanlage Elbe-Lübeck-Kanal bei Behlendorf (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Elbe-Lübeck-Kanal bei Behlendorf © W. Diederich / grafikfoto.de

Der Elbe-Lübeck-Kanal schließt die Ostsee an das Netz der mitteleuropäischen Binnenwasserstraßen an und ist daher von besonderer Bedeutung. Er wurde nach den Plänen des Lübecker Baudirektors Peter Rehder gebaut und am 16. Juni 1900 in Betrieb genommen. Neben dem Nord-Ostsee-Kanal war dies der einzige deutsche Kanal dieser Epoche, der von Beginn an für 1000-Tonnen-Schiffe ausgelegt war – damals eine beachtliche Größe.

Heutzutage sind die Schleusen jedoch für viele Schiffe zu klein, so dass der Elbe-Lübeck-Kanal derzeit vor allem für kleinere Binnenschiffe von Bedeutung ist. Der Kanal wird heute hauptsächlich zum Transport von Schüttgut genutzt. Daneben spielt der Kanal auch für die Freizeit- und Sportschifffahrt zwischen Ostsee und Elbe eine Rolle. Ziel ist es, dass Elbe-Lübeck-Kanal nach seinem geplanten Ausbau wieder für alle Binnenschiffe schiffbar ist und dass er so seinen Beitrag zum klimafreundlichen Binnenschiffstransport leisten kann.

Aber auch für den Tourismus im Kreis Herzogtum-Lauenburg ist der Elbe-Lübeck-Kanal bedeutend. Entlang seines Ufers verläuft der Radfernweg "Alte Salzstraße", der auf den Spuren des historischen Salzhandelsweges die alten Hansestädte Lüneburg und Lübeck verbindet.

Sanierung und Ausbau

Erhalt und Sanierung des Elbe-Lübeck-Kanals sind wichtig. Deshalb wurden Erneuerung und Vergrößerung der Schleusen und die Erneuerung von Brücken im Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 verankert. Die Schleuse Lauenburg wurde bereits saniert.

Vorrangiges Ziel der geplanten Baumaßnahmen ist die Verbesserung der Qualität der Seehafenhinterlandanbindung von Lübeck und zum gesamten Ostseeraum mit den Häfen und Binnenwasserstraßen im Süden. Der Bund setzt damit ein wichtiges Zeichen für die Binnenschifffahrt als Gütertransportmittel. Durch die Verlagerung des Gütertransports von der Straße auf die Wasserstraße wird nicht nur die Belastung des Straßenverkehrs gemindert, sondern auch ein Beitrag zum klimafreundlicheren Transport geleistet.

Es sind Investitionen von 838,1 Millionen Euro vorgesehen, davon 790,4 Millionen Euro für Aus- und Neubaumaßnahmen sowie 47,7 Millionen Euro für Erhaltung und Ersatzmaßnahmen.

Mehr Informationen zum Elbe-Lübeck-Kanal finden Sie auf den Seiten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Lauenburg: Zur Webseite