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Standortauswahlverfahren für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle

Staatskanzlei

Standortauswahlverfahren für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle

Welcher Ort in Deutschland bietet sich als Standort für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle an? Ein Bericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung weist in Deutschland 90 Gebiete aus, die günstige geologische Voraussetzungen für ein Atommüll-Endlager haben. In Schleswig-Holstein werden nach diesem ersten Bericht rund 30 Prozent der Landesfläche bereits aus dem Verfahren ausgeschlossen.

In dem am 28. September 2020 veröffentlichten Zwischenbericht zum Standortauswahlverfahren für hochradioaktive Abfälle hat die zuständige Bundesgesellschaft für Endlagersuche (BGE) die Gebiete in Deutschland benannt, die nach ihrer fachlichen Einschätzung aus geologischen Gründen bereits in dieser frühen Phase ausscheiden, und jene Gebiete, die im Verfahren verbleiben. Es erfolgte noch keine Festlegung, welche Gebiete weiter untersucht werden. Diese Entscheidung fällt erst nach weiteren Eingrenzungsschritten am Ende der Phase I von insgesamt drei Phasen des Verfahrens. Ein Zeitpunkt für den Abschluss der Phase I steht noch nicht fest. Der Bericht zu diesem frühen Zeitpunkt des Verfahrens gibt einen Einblick in die Arbeit der Bundesgesellschaft für Endlagersuche und ermöglicht der Öffentlichkeit eine erste fachliche und inhaltliche Diskussion des Themas im Rahmen der angebotenen Beteiligungsformate. 

In Schleswig-Holstein werden nach diesem ersten Bericht rund 30 Prozent der Landesfläche bereits aus dem Verfahren ausgeschlossen, da in diesen Gebieten entweder eines der Ausschlusskriterien erfüllt ist oder im Untergrund keine potenziellen Wirtsgesteine zu erwarten sind. Als potenzielle Wirtsgesteine werden Tonsteine, Salzgestein und kristalline Gesteine wie beispielsweise Granit angesehen, die über eine Schichtdicke von mindestens 100 Meter verfügen und in einem Tiefenbereich zwischen 300 und 1500 Metern unter der Erdoberfläche vorhanden sind.  In Schleswig-Holstein sind Gesteinsformationen im Untergrund vorhanden, die Salz- und Tongesteine enthalten, die möglicherweise diese Anforderungen erfüllen könnten. Die Verbreitungs­gebiete dieser Gesteinsformationen verbleiben daher im Verfahren.

Fragen und Antworten zur Atommüll-Endlagersuche

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1. Wo kann ich sehen, ob ich in einem identifizierten Teilgebiet wohne?

Die Bundesgesellschaft für Endlagersuche (BGE) hat den Zwischenbericht veröffentlicht und eine interaktive Karte eingestellt.

2. Ich wohne in einem Teilgebiet, wo kann ich mehr über das Verfahren der Standortsuche erfahren?

Um größtmögliche Transparenz herzustellen, hat die Bundesgesellschaft für Endlagersuche (BGE) die wesentlichen Schritte umfangreich dokumentiert. Hier finden Sie entsprechende Informationen zum Standortauswahlverfahren.

3. Wie kann ich mich auch als Bürgerin und Bürger in das Verfahren einbringen?

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) als Träger der Öffentlichkeitsbeteiligung im Endlagersuchverfahren lädt nach Veröffentlichung des Berichtes interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, gesellschaftlichen Organisationen oder aus der Wissenschaft zu Fachkonferenzen ein, um die Ergebnisse des Zwischenberichts zu diskutieren. Die Fachkonferenz beginnt mit einer Auftaktveranstaltung im Oktober. Es folgen drei Veranstaltungen im Februar, April und Juni 2021.

Die Termine der Fachkonferenzen:

  • 17. bis 18. Oktober 2020 in Kassel (Auftaktkonferenz)
  • 4. bis 7. Februar 2021 in Kassel
  • 15. bis 18. April 2021 in Darmstadt
  • 10. bis 13. Juni 2021 in Berlin.

Informationen zu diesen Fachkonferenzen auf der Infoplattform Endlagersuche.

Informationen zur Öffentlichkeitsbeteiligung des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE).