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2016: Sprachvariationen in Norddeutschland (SiN)
(einreichende Hochschule: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)

Staatskanzlei

2016: Sprachvariationen in Norddeutschland (SiN)
(einreichende Hochschule: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)

Untersucht wird das Spektrum der Alltagssprache in Norddeutschland. Es soll ein genaues Bild der heutigen Sprachwirklichkeit in den verschiedenen norddeutschen Regionen gezeichnet werden. Im Mittelpunkt stehen die umgangssprachlichen Sprechweisen zwischen dem Standarddeutschen einerseits und den niederdeutschen Basisdialekten andererseits.
Das Teilprojekt der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) unter der Leitung von Germanist Professor Michael Elmentaler hat in Zusammenarbeit mit Kollegen der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder), den ersten Band des „Norddeutschen Sprachatlasses (NOSA)“ publiziert.

Das Projekt verfolgte zwei Teilziele:

Teilziel 1: Erhebung und Bereitstellung eines gesamtnorddeutschen objektsprachlichen Sprachkorpus. Spektrum: Basisdialekte, Zwischensprachlagen, Standardsprache.

Ein erstes Teilziel des Projekts besteht in der systematischen Dokumentation des heute vorfindlichen Sprachgebrauchs in Norddeutschland. Dieses objektsprachliche Material wird als Analysegrundlage für eine Untersuchung unter verschiedenen Blickwinkeln dienen. Da zur Zeit keine Textkorpora existieren, die für Norddeutschland einen gegenwartsbezogen-synchronen Vergleich ermöglichen könnten, kommt dem Dokumentationsvorhaben eine grundsätzliche Bedeutung für eine an räumlichen, situativen und sozialen Aspekten interessierte Substandardforschung zu.

Teilziel 2: Erhebung und Bereitstellung eines Datenkorpus mit subjektiven Sprachdaten

Ein weiteres, mit der Erhebung des objektsprachlichen Datenkorpus konstitutiv verknüpftes Teilziel betrifft die Dokumentation von Sprachperzeptionsdaten, heute verbreiteter Meinungen, Einschätzungen, Einstellungen etc. In diesem Zusammenhang werden individuelle Sprecherbiographien von Personen aus unterschiedlichen Regionen Norddeutschlands erstellt. Damit werden Verknüpfungen zwischen konkreter Sprachpraxis, Sprachperzeption, biographisch geprägter sprachbezogener Reflexion und Vorstellungs- wie Einstellungsmustern sichtbar und mit objektsprachlichen Daten in Zusammenhang gebracht.

Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite des SiN-Projektes der Universität Hamburg.