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Wohnen mit Unterstützung

© MSGJFS

Wohnen mit Unterstützung

Frau K. ist 71 Jahre alt. Sie wohnt mit ihrer Katze in einem kleinen Haus am Stadtrand. In den letzten Monaten ist sie immer vergesslicher geworden. Erst waren es nur die Brille, Namen von Angehörigen oder andere Kleinigkeiten im Alltag. Dann passierte es ihr, dass sie den Herd anließ und nach dem Einkaufen nicht mehr den Weg zurück nach Hause fand.

Bei Frau K. wird Demenz diagnostiziert. Schnell ist klar, dass Frau K. nicht mehr lange ohne Betreuung alleine in ihrem Haus leben kann.
Ihre Tochter und sie schauen sich nach alternativen Wohnangeboten um, in die sie auch ihre Katze mitnehmen kann.

Folgende Schritte sind Frau K. und ihre Tochter auf dem Weg in die betreute Wohngemeinschaft gegangen:

  • Mutter und Tochter lassen sich bei der örtlichen Alzheimer Gesellschaft beraten und informieren sich über alternative Wohnangebote. Betreutes Wohnen

  • Die Tochter stellt bei der Pflegekasse ihrer Mutter einen Antrag auf Ermittlung der Pflegebedürftigkeit. Pflegeleistungen beantragen

  • Die Pflegekasse beauftragt den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Pflegeleistungen beantragen

  • Ein Gutachter des MDK stellt in einem Gutachten fest, welche Aktivitäten Frau K. noch selbständig erledigen kann und wo sie Hilfe benötigt.

  • Frau K. erhält den Pflegegrad 3 (schwere Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder Fähigkeiten). Informationen zu den Pflegegraden

  • Frau K. und ihre Tochter suchen eine betreute Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte (Demenz-WG) mit acht Bewohnerinnen aus, die in der Nähe liegt. Doch leider ist zunächst kein Platz frei, Frau K. muss warten.

  • Die Tochter pflegt die Mutter vorübergehend selbst. Die Demenzerkrankung der Mutter verschlechtert sich jedoch. Die Tochter kann die Rund-um-die-Uhr-Betreuung über einen längeren Zeitraum nicht leisten. Sie organisiert zu ihrer vorübergehenden Entlastung einen Tagespflegeplatz. Jeden Morgen wird ihre Mutter abgeholt und in das Altenhilfezentrum in der nächsten Kreisstadt gefahren, mittags wird sie zurück gebracht. In der Einrichtung wird gemeinsam gefrühstückt, danach gibt es einen Rundgang durch den Garten oder Gespräche und Spiele im Haus. Angehörige entlasten


  • Trotz dieser Entlastung ist die Beziehung zwischen Mutter und Tochter angespannt. Es gibt mitunter Streit und die Tochter hat ein schlechtes Gewissen. Als ihr alles über den Kopf wächst, ruft sie beim PflegeNotTelefon an, um mit jemandem über die Probleme zu reden. zum PflegeNotTelefon

  • Schließlich wird ein Platz in der betreuten Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte frei und Frau K. zieht mit ihrer Katze ein.

  • Die Tochter engagiert sich weiterhin in der Betreuung ihrer Mutter und spricht sich dazu mit den anderen Angehörigen in der WG ab. In der Gemeinschaft mit den anderen Angehörigen und den Mitarbeitern des Pflegeteams wird es leichter, ihre Mutter zu begleiten. Die Tochter besucht ab und zu Veranstaltungen der örtlichen Alzheimer Gesellschaft, die ihr helfen, ihre demenzkranke Mutter besser zu verstehen.

  • Frau K. und ihre Katze fühlen sich wohl in der WG.

Dokumente

Betreuerin zeigt älteren Dame wie man einen Laptop benutzt. © Ramona Heim / Fotolia.com

Be­treu­tes Woh­nen

Wenn selbstständiges Leben zu Hause nicht mehr möglich ist, kann der Umzug in ein betreutes Wohnen eine gute Alternative sein.

Mehrere ältere Menschen sitzen um einen Tisch, trinken Kaffee und spielen Karten. Sie sehen fröhlich aus und lächeln. © i love images / Fotolia.com

Wohn­ge­mein­schaf­ten

Wohngemeinschaften oder Hausgemeinschaften für ältere Menschen – es gibt Alternativen zur traditionellen Pflegeeinrichtung.