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Stefan Schmidt

Staatskanzlei

Stefan Schmidt

"Unser Handeln in Schleswig-Holstein hinterlässt Spuren in anderen Teilen der Welt - das betrifft unser unternehmerisches Handeln genauso wie das jedes Einzelnen. Was wir kaufen, wie oft wir fliegen, wie kritisch wir auf die Herstellung und Wege unserer Lebensmittel schauen, wie wir mit der Natur umgehen. Alles hängt zusammen. Schülerinnen und Schüler durch Bildung für nachhaltige Entwicklung in die Lage zu versetzen, diese Zusammenhänge zu erkennen, ist eine wichtige Aufgabe. Klimawandel führt zu Dürre und Wüstenbildung, Trinkwasser wird privatisiert und steht den Einheimischen vieler Regionen nicht mehr als Gemeingut zur Verfügung. Viele verlieren ihre Lebensgrundlage und fliehen vor Armut, Hunger, Hitze und Überschwemmungen oder vor Nutzungskonflikten, die zu bewaffneten Auseinandersetzungen führen. Dieser heiße Sommer 2018 hat selbst in reichen Teilen Europas zu Nahrungsmittelknappheit für Nutztieren oder zu Flächenbränden gesorgt. So schnell kann es gehen. Spätestens jetzt können auch wir spüren, wie Klimaveränderung das Leben beeinflussen kann. Unsere Kinder sollten sich möglichst früh mit diesen Zusammenhängen auseinandersetzen. Wenn der Nachhaltigkeitspreis dazu beiträgt, solche Themen stärker in den schulischen Fokus zu rücken, ist ein Stück gewonnen."

Der im Jahr 1941 in Stettin geborene Stefan Schmidt hat, nach-dem er viele Jahre zur See gefahren ist, an der Seefahrtsschule in Lübeck sein Steuermanns- und Kapitänspatent absolviert.
Aus Rücksicht auf die Familie folgten viele Jahre lang Landstellungen, u. a. als Reedereiinspektor und Supercargo oder Leiter einer Seemannsschule im Südpazifik. Schmidt war auch einige Jahre Honorarkonsul für das drittkleinste Land der Erde: TUVALU. Bis 2016 war er knapp 15 Jahren als Honorardozent für Schiffssicherheit an der Schiffsjungenschule auf dem Priwall tätig. Als Kapitän des Hilfsschiffs "Cap Anamur" hat er im Sommer 2004 37 afrikanische Flüchtlinge, die in Seenot geraten waren, aufgenommen und auf Sizilien an Land gebracht. Wegen dieser Hilfsaktion wurde Stefan Schmidt zusammen mit dem damaligen Vorsitzenden der Hilfsorganisation "Cap Anamur/deutsche Notärzte" und dem 1. Offizier mit einem jahrelangen Prozess wegen Schlepperei überzogen. Erst am 7. Oktober 2009 wurden er und die weiteren Mitangeklagten von einem sizilianischem Gericht freigesprochen. 2011 und erneut 2017 wurde Stefan Schmidt durch den Schleswig-Holsteinischen Landtag zum ehrenamtlichen Beauftragten für Asyl-, Flüchtlings- und Zuwanderungsfragen gewählt.