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Landesplanung

Staatskanzlei

Landesplanung -
Maritime Raumordnung

Die Maritime Raumordnung trägt dazu bei, Entwicklungspotenziale an Land und auf See besser zu nutzen und räumliche Nutzungskonflikte zu vermeiden.

Das Meer und die Küstenzonen sind ökologisch wertvolle und sensible Bereiche, die sich durch eine besondere Dynamik, Vielfalt und Schönheit auszeichnen. Gleichzeitig werden sie in immer stärkerem Maße vom Menschen genutzt.

Ziel der Maritimen Raumordnung

Ziel der Maritimen Raumordnung ist es, die ökologischen und ökonomischen Potenziale der Küstenzonen von Nord- und Ostsee zu nutzen und eine nachhaltige und umweltverträgliche Entwicklung voranzutreiben. Gleichzeitig soll die natürliche Dynamik der Küstenökosysteme erhalten bleiben. Damit dies gelingen kann, ist in den Küstenzonen sowohl an Land als auch auf See eine koordinierte Vorgehensweise im Rahmen eines Integrierten Küstenzonenmanagements erforderlich.

Gebietskulisse der Maritimen Raumordnung in Schleswig-Holstein ist das Küstenmeer der Nord- und Ostsee bis zur 12 Seemeilen-Grenze und die "Inneren Gewässer" sowie der sich landseitig anschließende Küstenbereich. Die Ausdehnung der Küstenzone hängt von der jeweiligen Problemstellung ab. Seewärts schließt sich an die 12 Seemeilen-Grenze die "Ausschließliche Wirtschaftszone" an, für die der Bund zuständig ist.

Kreuzfahrtschiffe in der Kieler Förde Kreuzfahrtschiffe in der Kieler Förde (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Kreuzfahrtschiffe in der Kieler Förde © M. Staudt / grafikfoto.de

Aktivitäten des Landes

Das wichtigste Instrument der Maritimen Raumordnung in Schleswig-Holstein ist der Landesentwicklungsplan. 2010 wurden dort erstmals Ziele und Grundsätze für die Raumordnung in der Küstenzone abschließend festgelegt. Eine Konkretisierung in den Regionalplänen erfolgt daher nicht.
Die Fortschreibung des Landesentwicklungsplans Schleswig-Holstein wird die Ziele und Grundsätze aktualisieren und den Aspekt Klimawandel stärker mitaufnehmen.

Aktivitäten des Bundes

Das Bundesministerium stellt unter Mitarbeit des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie in Form von Rechtsverordnungen Raumordnungspläne für die Ausschließliche Wirtschaftszone in Nordsee und Ostsee auf, um dort die unterschiedlichen Nutzungen und Funktionen zu steuern. Ein wesentliches Thema ist die Sicherung und Entwicklung der Offshore-Windenergie.

Die Verordnung für die Nordsee ist im September 2009 und die Verordnung für die Ostsee im Dezember 2009 in Kraft getreten. Beide sollen zu gegebener Zeit fortgeschrieben werden. Die Verordnungen sowie weitere Informationen zu den Aktivitäten des Bundes finden Sie hier:

Maritime Raumplanung: Raumordnungsplan für die Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) in der Nordsee und in der Ostsee

Aktivitäten der EU

Zur Maritimen Raumordnung wurde von der Europäischen Kommission 2008 die Roadmap "Fahrplan für die maritime Raumordnung: Ausarbeitung gemeinsamer Grundsätze in der EU" verabschiedet. Sie enthält Darstellungen der praktizierten maritimen Raumordnungsansätze in den EU-Mitgliedstaaten, Erläuterungen der Instrumente, die sich darauf auswirken, und die ihnen zugrunde liegenden Grundsätze.

Am 23. Juli 2014 haben das Europäische Parlament und der Rat eine Richtlinie zur Schaffung eines Rahmens für die maritime Raumplanung erlassen (EU-Richtlinie 2014/89/EU). Ihr Ziel ist es, ein nachhaltiges Wachstum der Meereswirtschaft zu fördern sowie die nachhaltige Entwicklung der Meeresgebiete und die nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen. Die EU-Richtlinie setzt einen Rahmen mit Mindestanforderungen für die maritime Raumordnung in den Mitgliedsstaaten, während die Mitgliedstaaten in der Gestaltung ihrer Pläne weitgehend frei bleiben. Den Fahrplan, die Richtlinie und weitere Informationen zu den Aktivitäten der EU finden Sie hier:

Maritime Raumplanung

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Kontakt

Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration - Landesplanung

Düsternbrooker Weg 92
24105 Kiel

Referatsleitung Grundlagen der Landesentwicklung und Rauminformation
Frank Liebrenz
Telefon: 0431 988-1734

Astrid Dickow
Telefon: 0431 988-1832