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Schleswig-Holsteiner -
Wilhelm Lehmann (1882-1968)

Staatskanzlei

Schleswig-Holsteiner -
Wilhelm Lehmann (1882-1968)

Der Eckernförder Dichter schien einige Jahrzehnte fast vergessen. Dabei war Wilhelm Lehmann einer der bedeutendsten Lyriker des 20. Jahrhunderts. Er gilt als wichtigster Vertreter der modernen Naturlyrik.

Wilhelm Lehmann wurde am 4. Mai 1882 in Puerto Cabello, Venezuela, als Sohn eines Lübecker Kaufmanns und einer Hamburger Arzttochter geboren. Lehmann wuchs in Wandsbek auf, studierte Philosophie, Naturkunde und Sprachen in Tübingen, Straßburg, Berlin und Kiel, wo er 1905 promovierte. Der Dichter war zunächst Lehrer in Kiel, Neumünster, Wickersdorf und Holzminden. Anschließend unterrichtete er von 1923 bis 1947 an der Jungmannschule Eckernförde Deutsch und Englisch. Am 17. November 1968 starb er in Eckernförde.

Naturdichtung aus Eckernförde

Die schaffende und erschaffende Natur stehe im Mittelpunkt von Lehmanns poetologischen Überlegungen schrieb die "Frankfurter Allgemeine" 2007 über den wiederentdeckten Poeten, der zu Lebzeiten als bedeutender Lyriker wahrgenommen wurde. Die Grundlagen für seine akribische Naturdichtung fand Lehmann in der Landschaft um Eckernförde.

Romane

Seine Romane wie etwa "Weingott" (1921), "Der Überläufer" (entstanden 1925 bis 1927, zuerst erschienen 1964 in "Gesammelte Werke") oder "Der Provinzlärm" (1930 geschrieben, erst 1953 unter dem Titel "Ruhm des Daseins" gedruckt) haben einen deutlich autobiographischen Charakter.

Auszeichnungen

Wilhelm Lehmann wurde mit dem Kleistpreis, dem Lessingpreis und dem Schillerpreis ausgezeichnet.

Wilhelm Lehmann Gesellschaft

Im Jahr 2004 wurde in Eckernförde die Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft mit dem Zweck gegründet, die Werk des Lyrikers zu verbreiten. Die Gesellschaft fördert Forschungen und Veröffentlichungen im Zusammenhang mit Lehmann und seiner Zeit. Seit 2009 vergibt sie alle zwei Jahre den mit 10.000 Euro dotierten Wilhelm-Lehmann Preis.