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Schleswig-Holsteiner -
Thomas Mann (1875-1955)

Staatskanzlei

Schleswig-Holsteiner -
Thomas Mann (1875-1955)

Mit dem Roman "Buddenbrooks" setzte er seiner Heimatstadt Lübeck ein literarisches Denkmal. Romane wie "Der Zauberberg", "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" oder "Joseph und seine Brüder" und Novellen wie "Tod in Venedig" vervollständigen das Ausnahmewerk des Literatur-Nobelpreisträgers Thomas Mann.

Thomas Mann wurde in Lübeck als Sohn eines Kaufmanns und Senators geboren. Er lebte bis zu seinem 23. Lebensjahr in der Stadt an der Trave.

"Buddenbrooks"

Mit den "Buddenbrooks" fing alles an: 1901 wurde der Roman – Thomas Manns erster überhaupt – veröffentlicht. Die zweibändige Erstausgabe brachte ihm nur wenig Aufmerksamkeit. Die einbändige zweite Auflage von 1903 aber verhalf Mann zum Durchbruch. Zahlreiche Lübecker Zeitgenossen erkannten sich in den Romanfiguren wieder. Sogar eine Liste kursierte, welche die lebenden Vorbilder anscheinend identifizierte. Aber erst 1929, 28 Jahre nach seinem Erscheinen, erhielt Thomas Mann für "Buddenbrooks" den Nobelpreis für Literatur.

Gegner des Nationalsozialismus

Der gebürtige Lübecker zählte zu den wichtigsten prominenten Gegnern des Nationalsozialismus. Am 11. Februar 1933 begab sich der Schriftsteller auf eine Reise durch Europa, von der er nach der nationalsozialistischen Machtübernahme nicht nach Deutschland zurückkehrte. Im Dezember 1936 entzogen die Nazis Thomas Mann die deutsche Staatsbürgerschaft und die Ehrendoktorwürde, die ihm 1919 die Universität Bonn verliehen hatte. Anschließend nahm er die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft an.

Emigration

1938 emigrierte Mann in die USA und kehrte 1952 nach Europa zurück. In Deutschland wollte der Nobelpreisträger nicht mehr leben. Stattdessen zog er in die Schweiz.

Außenansicht des Buddenbrookhauses in Lübeck Literatur Buddenbrookhaus (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Buddenbrookhaus Lübeck © M. Staudt / grafikfoto.de

Lübecker Ehrenbürger

Ein letztes Mal besuchte Thomas Mann seine Heimatstadt Lübeck im Mai 1955. Der Höhepunkt dieses Aufenthalts war die Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Stadt im Rathaus. Am 12. August des selben Jahres starb Thomas Mann in Zürich.

Das Buddenbrookhaus

Das Haus in der Lübecker Altstadt war von 1842 bis 1891 im Besitz der Familie Mann. Es ist Schauplatz des berühmten Romans "Buddenbrooks" und heute ein Literaturmuseum.

Der Lübecker Thomas-Mann-Preis

Der Thomas-Mann-Preis wurde 1975 zum 100. Geburtstag des Schriftstellers von der Hansestadt Lübeck gestiftet. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde bisher alle drei Jahre an Persönlichkeiten verliehen, "die sich durch ihr literarisches Wirken ausgezeichnet haben im Geiste der Humanität, die das Werk von Thomas Mann prägte". Bisherige Preisträger sind unter anderem Siegfried Lenz, Günter Grass und Walter Kempowski. 2008 wurde Daniel Kehlmann ausgezeichnet.

Seit 2009 gemeinsam mit München

Im Jahr 2009 wurde der "Thomas-Mann-Preis" der Hansestadt Lübeck und der "Große Literaturpreis" des Freistaates Bayern zu einem gemeinsamen Preis verbunden. Die Zusammenlegung der Auszeichnungen unterstreicht die Verbindung der beiden Städte, in denen der Nobelpreisträger große Teile seines Lebens verbracht hat.

Thomas Mann-Gesellschaft

Die literarische "Thomas Mann-Gesellschaft" wurde 1965 in Lübeck gegründet und zählt heute weltweit mehr als 1.000 Mitglieder.